Mittwoch, 16. August 2017

Via Alpina: Termignon-la-Vanoise - Modane


Auberge La Turra in Termignon-la-Vanoise

Auf dem Chemin du Petit Bonheur

Sollières-Sardières

Unterwegs nach Bramans

In den alten Gassen von Bramans

Erster Blick zur Barrière de l'Esseillon

Die Festung von Esseillon bei Aussois

Unterhalb von La Norma

Modane

Ankunft am Etappenziel Modane

Tourendaten:
Strecke 22.9 km
Aufstieg 520 Hm, Abstieg 768 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 20 Min, davon in Bewegung 5 Std. 35 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R124

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Dienstag, 15. August 2017

Via Alpina: Tignes-le-Lac - Termignon-la-Vanoise

Der 16. Tag auf unserem Via-Alpina-Weitwanderweg begann mit einem Frühstart ohne Frühstück um 6.15 Uhr. Die Temperaturen waren noch recht frisch, als wir dem Lac de Tignes entlang wanderten nach Val-Claret. Dort begann der Aufstieg entlang dem Sessellift in Richtung Col de Fresse. Kaum hatten wir den Vanoise-Nationalpark betreten, ging pünktlich die Sonne auf, und wir frühstückten unser Plundergebäck mit Frappuccino.

Frühstück beim Eintritt in den Vanoise-Nationalpark

La Grande Motte

Morgenstimmung am Col de la Fresse

Auch von hier aus im Hintergrund noch sichtbar: der Mont Blanc
Durch Geröll stiegen wir auf zum Col de la Leisse. Wir bestaunten den Blick auf die Grande Motte, deren Gletscher mit einem Skilift erschlossen wurde, auf Dôme de la Sache und im Hintergrund den Mont Blanc. Nun folgte ein längerer Abstieg durch die wilde Schuttlandschaft vorbei an kleinen Gletscherseen zum Refuge de la Leisse.

Prächtiger Vanoise-Nationalpark

Beim Refuge de la Leisse

Wildbach unterhalb der Grande Casse
Weiter ging es nach Entre-Deux-Eaux, immer mit Blick auf die beeindruckenden Schutthänge der Grande Casse. Das Refuge Entre-Deux-Eaux sah sehr einladend aus, hier hätten wir gerne die Nacht verbracht.

Refuge d'Entre-Deux-Eaux
Am Rocheuse-Bach, unter der Brücke, picknickten wir am Mittag und badeten die Füsse im kalten Wasser. Es folgte ein Aufstieg zum Refuge du Plan du Lac, wo sich an diesem Feiertag sehr viele Touristen tummelten. Die Tagesgäste konnten ganz in der Nähe bei Bellecombe parkieren oder den Shuttlebus ab Termignon nehmen. Es bot sich ein schöner Blick zum Dôme de la Chasseforêt mit seinem Gletscher. Auch der kleine See war bildschön.

Dôme de la Chasseforêt

Plan du Lac
Von Bellecombe folgte ein langer und ermüdender Abstieg, zuerst quer über die Serpentinenstrasse, dann durch den Wald, vorbei an einem kleinen Wasserfall, nach Le Villard. Von dort aus wanderten wir relativ flach ins alte Dorf Termignon, wo wir im Hotel La Turra eincheckten und den wohlverdienten Feierabend genossen.

Abstieg nach Termignon-la-Vanoise

Tourendaten:
Strecke 34.8 km
Aufstieg 1172 Hm, Abstieg 1903 Hm
Zeit unterwegs 10 Std. 30 Min, davon in Bewegung 8 Std. 35 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R122 / R123

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Montag, 14. August 2017

Via Alpina: Pausentag mit Rundwanderung zur Aiguille Percée

All unsere Probleme bei der Planung lösten sich am Morgen unseres erzwungenen Pausentages in Tignes-le-Lac. Wir konnten eine Nacht im Hotel Langley dazubuchen, fanden für den nächsten Tag ein freies Hotel in Termignon, auch wenn das bedeutete, den Vanoise-Nationalpark in einem Stück zu durchwandern, und reservierten gleich auch ein Zimmer in unserem Zielort Modane. Somit stand uns ein freier Tag bei schönstem Wetter bevor.

Rundwanderung zur Aiguille Percée
Wir erkundigten uns bei der Touristeninformation und fanden heraus, dass Hotelgäste die Sessellifte gratis benutzen durften. So nahmen wir den Palafour-Lift, der uns hinauf an den Fuss der spektakulären Aiguille Percée führte, der gelochten Nadel. Im Touristenstrom stiegen wir in einer halben Stunde zu dieser geologischen Sehenswürdigkeit auf, genossen die schöne Aussicht zur Grande Motte und Grande Casse und zur Grande Sassière.

Prächtige Alpenflora

Blick zur Grande Motte und Grande Casse

Chevril-Stausee, links oben die Grande Sassière
Danach wanderten wir gemütlich zurück nach Tignes-le-Lac, wo wir am Nachmittag das bunte Treiben auf uns wirken liessen. Am Abend legten wir uns früh schlafen und verpassten so das grosse Feuerwerk zur Fête de Tignes vom 14. August.

Tignes-le-Lac, der Touristenhotspot

Tourendaten:
Strecke 5.3 km (ab Bergstation Palafour-Sessellift)
Aufstieg 257 Hm, Abstieg 708 Hm
Zeit unterwegs 3 Std. 25 Min, davon in Bewegung 1 Std. 50 Min.

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Sonntag, 13. August 2017

Via Alpina: Refuge de l'Archeboc - Tignes-le-Lac

Auch am 14. Tag unseres Via-Alpina-Projekts 2017 wartete wieder schönes Wetter auf uns. Uns erwartete ein weite und reizvolle, aber technisch einfache Wanderung vom Refuge de l'Archeboc zur Touristenhochburg Tignes le Lac in den Savoyer Alpen.

Früher Aufbruch beim Refuge de l'Archeboc
Wir verabschiedeten uns nach dem Frühstück in der Hütte und wanderten durch Heidelbeerstauden hinunter zum Lac Noir, in dem sich die Gipfel spiegelten.

Spiegelbild im stillen Bergsee

Unterwegs in Richtung Sainte-Foy-Tarentaise

Millionen von Heidelbeeren

Zauberhafte Waldwege
Durch wunderschöne Lärchenwälder ging es weiter über Plan de St. André ins Skigebiet von Ste. Foy-Tarentaise. Wir folgten kurz einer Skipiste abwärts und erreichten dann den Weiler Echaillon. Während wir bis dahin allein unterwegs waren, tauchten wir nun in einen Strom aus Sonntagsausflüglern ein, der sich zum idyllischen Maiensässdorf Monal bewegte.

Im Skigebiet von Sainte-Foy-Tarentaise

Der Weiler Monal
In Monal gibt es ein Refuge, ein kleines Restaurant und hübsche Spielwiesen, durch die sich ein kleines Bächlein schlängelt. Wir liessen die Sonntagsausflügler hinter uns und wanderten weiter, vorbei an einem Klettergarten. Es folgten weitere hübsche Weiler und Kapellen. Bei Chenal machten wir einen Abstecher hinunter ins Dorf in der Hoffnung, dort ein Restaurant für den Mittag zu finden, doch das existiert scheinbar nicht mehr. So picknickten wir auf einer Wiese, mit schönem Blick auf Mont Pourri und Dôme de la Sache mit den Gletschern Gurraz und Savinaz, unter denen sich schöne Wasserfälle ins Tal stürzten.

La Combaz
Von Orsière aus querten wir weiter den Hang bis oberhalb des grossen Stausees Le Chevril. Wir stiegen ab zur Staumauer, überquerten diese und folgten - wenig fussgängerfreundlich hier - der Strasse ins Zentrum von Tignes-les-Boisses. Wir kauften uns im Supermarkt, der zum Glück am Sonntag geöffnet war, frisches Gebäck, Getränk und etwas Proviant für die weitere Wanderung.

Chevril-Stausee
Nun folgte ein fast zweistündiger Aufstieg nach Tignes-le-Lac. Der Ort gehört zusammen mit Val d'Isère zur Espace Killy gehört, einem der grössten Skigebiete Frankreichs. Der Weg führte uns vorbei an schönen Picknickplätzen hinauf ins Touristenparadies. Mitten im Talkessel lag der schöne See von Tignes, umrundet von Hochhäusern: Appartmentburgen und Hotels. In diesem Retortendorf ist im Winter Hauptsaison, doch auch im Sommer herrscht viel Rummel. Wir kamen uns vor wie im Disneyland. Im Hotel Langley fanden wir ein erstaunlich günstiges, aber modern ausgestattetes Zimmer. Nachtessen gab es dann in einer Pizzeria an der Flanierstrasse des Dorfs.

Grosse Enttäuschung, als wir versuchten, für den nächsten Abend eine Unterkunft im Nationalpark Vanoise zu reservieren. Alle vier möglichen Unterkünfte waren ausgebucht. Da in Frankreich der 15. August ein Feiertag ist und viele Angestellte gleich die Brücke machen oder sowieso Ferien haben, herrschte ein grosser Ansturm. Wir vertagten den Entscheid zur nächsten Etappe auf den folgenden Morgen.

Tignes-le-Lac, unser Etappenort

Tourendaten:
Strecke 28.8 km
Aufstieg 1502 Hm, Abstieg 1442 Hm
Zeit unterwegs 10 Std. 20 Min, davon in Bewegung 8 Std.

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Reiseführer Via Alpina: R120 / R121

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Samstag, 12. August 2017

Via Alpina: Valgrisenche / Bonne - Refuge de l'Archeboc

Endlich lag wieder ein Tag mit Prachtswetter vor uns. Unser Ziel war die Überquerung der italienisch-französischen Staatsgrenze vom Aostatal in die Tarentaise. In hohen Lagen hatte es am Vortag geschneit, was die Wanderung spannend machte.

Beauregard-Stausee: Die obersten 50 m der Dammkrone wurden
aus Sicherheitsgründen weggesprengt
Der freundliche Wirt des Hotel Perret in Bonne (Valgrisenche) verabschiedete sich herzlich von uns. Anstatt wieder hinunter in den Hauptort des Tales zu gehen, entschieden wir uns für den direkten Weg von unserem Standort aus. Wir folgten ein wenig der Bergstrasse und bogen dann hoch über dem Beauregard-Stausee in den Wanderweg ein, der in Richtung Arp Vieille und Rifugio dei Angeli führt. Der Weg kreuzt das Fahrsträsschen nach Meillares mehrfach und zweigt dann beim Weiler nach links ab. Hier gelangten wir wieder auf die offizielle Route der Via Alpina.

Im Hintergrund die Grande Sassière

Pause an der wärmenden Sonne

Prächtiges Wanderwetter
Der Aufstieg war herrlich, überall violette Blumen, dahinter überzuckerte Berge und Gletscher. Fotowetter eben. An verfallenen Ställen und Häusern vorbei führte der Weg in angenehmer Steigung zum San-Grato-See. Der eiskalte Wind zwang uns schliesslich, die Jacken an- und die Kapuzen überzuziehen.

Eisiger Wind beim Aufstieg zum Lago di San Grato

Am Lago di San Grato, hinten Becca du Lac und Rutor
Am Mittag erreichten wir den San-Grato-See, der an dem Tag sehr gut besucht war, und machten Pause. Der Blick auf die Becca du Lac und Testa de Rutor war beeindruckend.  Nach der Mittagsrast wanderten wir auf der anderen Talseite abwärts bis zur Abzweigung zum Col du Mont.

Blick zurück zum Rutor

Aufstieg zum Col du Mont
Der Pfad zum Col du Mont führte steil hinauf. Wir zogen unsere Regenhosen als Windschutz über und plauderten mit einer netten Engländerin. Sie wartete bei einem eingestürzten Haus auf Ehemann und Sohn, welche den Übergang inspizieren wollten. Über schmelzwassergefüllte Wege und über das leicht verschneite Geröll stiegen wir danach auf zum Sattel. Dort oben hing eine Wolke fest, und auf der französischen Seite war das Wetter lange nicht so schön wie im Aostatal.

Schneestapfen am Col du Mont

Ausblick ins französische Mercurel-Tal
Wir stiegen schnell ab und sahen, dass es weiter unten wieder viel sonniger war. Bald erreichten wir das Refuge de l'Archeboc, quartierten uns im unteren Massenlager ein, gönnten uns ein erfrischendes Getränk auf der Terrasse, plauderten mit einer französischen Familie und genossen die Abendsonne.

Verdientes Bier beim Refuge de l'Archeboc

Abendstimmung bei der Archeboc-Hütte

Tourendaten:
Strecke 16.5 km
Aufstieg 1339 Hm, Abstieg 1045 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 25 Min, davon in Bewegung 5 Std. 20 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R119

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Freitag, 11. August 2017

Via Alpina: Pausentag in Valgrisenche / Bonne

Weil eine Kaltwetterfront mit Regen über das Aostatal zog und in hohen Lagen sogar etwas Schnee brachte, schalteten wir einen Pausentag in Valgrisenche ein. Die Temperaturen in Valgrisenche lagen am Morgen bei 2°C. Wir schliefen gemütlich aus, genossen das Frühstückbuffet im Hotel Perret und studierten den weiteren Routenverlauf.

Gemütliches Frühstück mit Aussicht im Hotel Perret

Der Kirchturm von Valgrisenche
Da es inzwischen nicht mehr regnete, spazierten wir hinunter ins Dorf, kauften nochmals etwas Wanderproviant ein und machten einen Dorfrundgang. Den Beauregard-Staudamm durften wir leider nicht besichtigen, da dort immer noch Sanierungsarbeiten im Gange waren. Weil die geologischen Verhältnisse instabil geworden sind, wurde ein Teil des Wassers abgelassen, so dass drei Geisterdörfer wieder vom Seegrund auftauchten. Danach wurde die Höhe der Staumauer durch Sprengungen reduziert und wieder neu geformt.

Unser Mittagessen nahmen wir im Restaurant Le Vieux Quartier ein, einer ehemaligen Grenzwachtkaserne im oberen Dorfteil. Danach marschierten wir wieder hinauf zum Hotel in Bonne. Die Regenwolken hatten sich zum Glück weiter vorne im Tal entladen, in Valgrisenche selbst blieb es trocken.

Valgrisenche, der Hauptort am Beauregard-Stausee

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