Dienstag, 6. September 2022

Via Alpina: Colla Melosa - Saorge

Wir bedienten uns ausgiebig am schönen Frühstücksbuffet im Rifugio Allavena, denn eine lange und eindrückliche Tagesetappe erwartete uns. Um 07.50 Uhr verliessen wir Colla Melosa bei recht schönem Wetter. Zuerst stiegen wir wieder auf dem Maultierpfad vom Vortag hinauf zum alten Rifugio Monte Grai. Von dort geht es angenehm in Richtung Mont Peirevieille (Pietravecchia), bis man den Valletta-Pass erreicht. 

Blick hinauf vom Rifugio F. Allavena zum Rifugio Grai

Morgenstimmung an der SP 76

Pilze säumen den Höhenweg

Unterwegs beim Mont Peirevieille

Ab dort ist erhöhte Aufmerksamkeit beim Gehen erforderlich, da es einige felsige Abschnitte hat, bei denen ein Ausrutschen schlimm wäre. Aber der Pfad ist sehr gut ausgebaut. Beim Pas de l’Incise trennen sich die Wege, und die Via Alpina führt zunächst auf französischer Seite weiter, wechselt aber beim Passo Fonte Dragurina wieder nach Italien. 

Ausblick nach Westen

Kurz vor dem Pas de l'Incise

Der Pfad quert den Steilhang

Bei der Fontaine Draguirine

Dort geht es über den hübschen Wiesenhang Prati del Toraggio hinunter bis zur Weggabelung bei 1544 m ü.M. Die Via Alpina quert dort einen sehr steilen Hang zur Gola di Corvo (Col du Corbeau). Ein paar Regenspritzer streiften uns, doch kaum hatten wir die Regenjacke angezogen, hörte es auch schon wieder auf. 

Prati del Toraggio

Gottesanbeterin

Querung zur Gola del Corvo

Harmloses Regenintermezzo

Wir überquerten abermals die Grenze und wanderten auf französischer Seite durch einen Wald zum Col Sandérau. Der Pfad querte sehr steiles Gelände und war schmal und unangenehm abschüssig geneigt. Auch hier war wieder konzentriertes Gehen ratsam. Wir sahen mehrere Rehe und Schlangen. Weiter ging es zum Col de Muraton. Der Weg dort war stellenweise stark zugewachsen und hätte etwas Pflege nötig gehabt. 

Stellenweise zugewachsen:
der Weg bei Col Sandérau

Abstieg zum Oratoire de la Madonina

Danach folgte der Abstieg zum Oratoire de la Madonina und weiter im Zickzack in die steile Madonina-Schlucht. Nun folgte ein langer, aber einfacher Weg ins Bendola-Tal und hinauf ins Bergdorf Saorge, welches wunderschön an einem Steilhang gelegen ist. Die Ortschaft mit 460 Einwohnern ist absolut sehenswert. 

Moosbewachsene Bäume am Bachufer

Bergdorf mit sehr viel Charme: Saorge

In den Gassen von Saorge

Wir hatten das hervorragend ausgestattete Appartement «Cocooning» gebucht, welches sogar mit einer Waschmaschine ausgestattet war. Waschtag! Nach kurzem Rundgang durchs Dorf besuchten wir die Osteria Lou Pountain und bestellten uns uns die lokalen Spezialitäten.

Nachtessen in der Osteria Lou Pountin


Tourendaten:
Strecke 25.5 km
Aufstieg 782 Hm, Abstieg 1715 Hm
Zeit unterwegs 9 Std. 45 Min., davon in Bewegung 7 Std. 55 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R157 (Archiv, alte Streckenführung)

GPS-Track:


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