Freitag, 21. August 2026

Via Alpina: Binsalm - Karwendelhaus


(Die genaue Beschreibung dieser Etappe wird später ergänzt.)

Start bei der Binsalm

Abstieg zur Eng im Grossen Ahornboden

Überall im Talgrund die markanten Bergahornbäume

Imposante Felskulisse


Durch den Felsschutt

Entspanntes Gehen auf der Almstrasse

Imposante Geschieberutsche

Im Kleinen Ahornboden

Das Karwendelhaus

Zweierzimmer

Gemütlicher Hüttenabend


Tourendaten:
Strecke 17.4 km
Aufstieg 1'107 Hm, Abstieg 822 Hm
Zeit unterwegs 5 Std. 55 Min., davon in Bewegung 5 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
Reiseführer Via Alpina: Rest von R42 und Teil von R43

GPS-Track:





Donnerstag, 20. August 2026

Via Alpina: Schwaz - Binsalm


Nach der Anreise am Vortag mit der Bahn hatten wir im Hotel Stay.inn übernachtet, wie schon letztes Mal. In der Nacht hatte es geregnet, doch am Morgen herrschte noch schönes Wetter, aber für den Nachmittag wurden Gewitter erwartet. Deshalb machten wir uns schon um 7 Uhr auf den Weg.

Von Schwaz führte unsere Route vorbei am ehemaligen Stift Fiecht hinauf ins Stallental. Bald öffnete sich der Blick auf die mächtigen Felswände und die für das Karwendel typischen Kieshänge. Bei der Stallenalm mussten wir auf die Güterstrasse ausweichen, der Fussweg war wegen Steinschlaggefahr gesperrt.

An der Lamsenjochhütte, neben der die Lamsenspitze thront, marschierten wir angesichts des drohenden Regens vorbei. Der Übergang vom östlichen ins westliche Karwendel erwies sich zu unserer Erleichterung als breit und problemlos, mit schönem Blick hinunter in den Gramaigrund.

Beim Abstieg setzte leichter Regen ein. Um 12.45 Uhr erreichten wir die Binsalm, eine grosse Alm mit Gasthaus und gemütlichen Gästezimmern im Nebengebäude.

Aufstieg von Schwaz

Im Stallental

Bei der Stallenalm

Auf dem Güterweg Richtung Lamsenjoch

Gemse

Die Lamsenjochhütte am Fuss der Lamsenspitze

Übergang ins westliche Karwendel

Abstieg zur Binsalm

Unser Tagesziel: Die Binsalm

Tourendaten:
Strecke 17.2 km
Aufstieg 1'463 Hm, Abstieg 502 Hm
Zeit unterwegs 5 Std. 45 Min., davon in Bewegung 4 Std. 40 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R41 und Beginn von R42

GPS-Track:

Mittwoch, 19. August 2026

Via Alpina rot von Schwaz nach Oberstdorf

Grosses Finale auf unserem Fernwanderweg über den gesamten Alpenbogen von Triest nach Monaco: Im August 2026 beendeten wir unser langjähriges Wanderprojekt, den roten Weg der Via Alpina! 

Wir hatten das Projekt in zwölf urlaubsgerechte Teilabschnitte gegliedert, nicht alle der Reihe nach. Der letzte Abschnitt dieser Alpenüberquerung, unser fehlendes Puzzleteil, verband Schwaz mit Oberstdorf. Diese Route führte uns vom Inntal durchs Karwendel zum Wettersteingebirge mit der Mieminger Kette und danach durch die Östlichen Lechtaler Alpen und Allgäuer Alpen nach Oberstdorf im Allgäu.

Abgesehen von einem garstigen Regentag in der Nähe der Zugspitze hatten wir diesmal mehrheitlich gutes Wetter. In elf Wandertagen und einem Pausentag absolvierten wir auf diesem Abschnitt 182 km Strecke, 9’821 Höhenmeter Aufstieg und 9’527 Höhenmeter Abstieg. Geniesst die Bilder im nachfolgenden Reisebericht!

Unsere Wanderetappen im August 2026

Wir legten auf diesem Abschnitt folgende Etappen des Fernwanderwegs zurück (Hyperlinks folgen später):

  1. Schwaz – Binsalm
  2. Binsalm – Karwendelhaus
  3. Karwendelhaus – Scharnitz
  4. Scharnitz – Meilerhütte
  5. Meilerhütte – Reintalangerhütte
  6. Reintalangerhütte – Hochfeldernalm
  7. Hochfeldernalm – Biberwier
  8. Biberwier - Rinnen
  9. Rinnen – Weissenbach am Lech
  10. Pausentag Burgenwelt Ehrenberg
  11. Weissenbach am Lech – Prinz-Luitpold-Haus
  12. Prinz-Luitpold-Haus - Oberstdorf


Hinweis zur Via Alpina:

Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt. Unser diesjähriger Wanderabschnitt wurde im Wegnetz nicht verändert.

Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:

2026 - roter Weg von Antholz Mittertal nach Schwaz
2025 - roter Weg von Moos nach Antholz Mittertal
2024 - roter Weg von Arnoldstein zum Helm
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2022 - roter Weg von Terme di Valdieri nach Monaco
2018 - roter Weg von Modane nach Terme di Valdieri
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2016 - roter Weg von Feldkirch nach Oberstdorf
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden

GPS-Track:

Samstag, 11. Juli 2026

Via Alpina: Kellerjochhütte - Schwaz


Zum Abschluss unseres Via-Alpina-Teilprojekts erwartete uns nochmals Kaiserwetter. Der Weg von der Kellerjochhütte, der den Hang unterhalb der Kellerjochkapelle quert, war wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Deshalb  entschieden wir uns für den einfacheren Abstieg über die alte Kellerjochhütte. Der Weg bot nochmals herrliche Ausblicke ins Karwendel und hinunter nach Schwaz, der historischen Silberstadt Tirols. 

Über Almstrassen, Waldwege und den Gasthof Pirchnerast erreichten wir Zirntberg. Statt in der Mittagshitze weiter der Asphaltstrasse zu folgen, nahmen wir den steilen, aber schattigeren Fussweg durch den Fötzelgraben, der nochmals etwas Kondition verlangte, bevor wir schliesslich Schwaz erreichten. 

Im Centrale Caffè e Gusto italiano feierten wir das Ende unserer zehntägigen Wanderung mit einem ausgezeichneten Mittagessen. Nach Dusche und Siesta in unserem Hotel Stay.inn blieb noch Zeit, etwas über die bewegte Geschichte der Stadt zu erfahren: Im Spätmittelalter stieg Schwaz zur weltbekannten Silberstadt auf und war zeitweise die zweitgrösste Siedlung des Habsburgerreichs, in der rund 85 % des weltweiten Silbers gewonnen wurden. Die Augsburger Fugger machten Schwaz zu einer ihrer wichtigsten europäischen Firmenzentralen. Nach dem Niedergang des Bergbaus erfand sich die Stadt im 19. Jahrhundert als Tabakstadt neu, indem sie mit einer grossen Tabakfabrik über Generationen hinweg zu einem zentralen und prägenden Wirtschaftsstandort der Region wurde. Die Tabakwarenfabrik Schwaz hatte das Staatsmonopol von 1828 – 1997 und beschäftigte bis zu einem Drittel der Schwazer Bevölkerung. Der Betrieb wurde im Jahr 2005 kurz nach der Privatisierung geschlossen, und an seiner Stelle steht heute das Einkaufszentrum Stadtgalerien Schwaz.

Am folgenden Tag traten wir mit der Bahn über Innsbruck, Feldkirch und Hohenems die Heimreise an – mit vielen eindrücklichen Erinnerungen an dieses abwechslungsreiche Teilstück der Via Alpina.


Der Abstieg ins Inntal beginnt

Kaulquappen beim Plumpmoos

Durch den Wald

Blick hinüber ins Karwendelgebirge

Abstieg von Zintberg über den 
Fötzelgraben

Kuriose Platzwahl für eine Sitzbank

Burg Freundsberg

Wir erreichen Schwaz

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

In den Gassen von Schwaz


Tourendaten:
Strecke 12.5 km
Aufstieg 36 Hm, Abstieg 1'721 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 15 Min., davon in Bewegung 3 Std. 35 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R40

GPS-Track:

Freitag, 10. Juli 2026

Via Alpina: Hochfügen - Kellerjochhütte


Bei perfektem Wanderwetter starteten wir vom Hotel Almhof in Hochfügen gemütlich in den Tag. Zunächst führte der Weg durchs Skigebiet, danach auf dem Inntaler Höhenweg durch eine überraschend liebliche Almenlandschaft mit Lärchenwäldchen und Heidelbeerbüschen zum Loassattel. Dort herrschte reger Ausflugsbetrieb, da man mit dem Auto zufahren kann, doch schon bald wurde es wieder ruhiger. 

Der Anstieg unterhalb des Kuhmessers war steil, danach querte der Weg aussichtsreich die Bergflanke. Besonders eindrücklich waren die Blicke ins Inntal, ins Karwendelgebirge und zur exponiert gelegenen Kapelle am Kellerjoch. Bereits am frühen Nachmittag erreichten wir die Kellerjochhütte mit ihrem fantastischen Panorama. Die Hütte ist auch bei Tagesgästen aus Schwaz sehr beliebt dank dem Sessellift, der von Grafenast zum Hecherhaus fährt. 

Nach einem kleinen Mittagessen und dem Zimmerbezug im Nebenhaus genossen wir einen entspannten Abend auf der Terrasse und beobachteten später einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Inntal.


Start im Skigebiet Hochfügen

Auf geht's!

Auf dem Inntaler Höhenweg

Erster Blick zum Kellerjoch

Beim Loassattel

Blick übers Inntal zum Karwendelgebirge

Die Kellerjoch-Kapelle

Hangquerung zur Hütte

Die Kellerjoch-Hütte

Phantastisches Hüttenpanorama

Erster Fernblick zur Zugspitze (im V-Ausschnitt links)

Unser Quartier ist im Nebengebäude, 
ganz hinten sieht man die Kapelle

Gemütliche Abendstimmung vor der Hütte

Inntal


Tourendaten:
Strecke 9.1 km
Aufstieg 916 Hm, Abstieg 156 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 05 Min., davon in Bewegung 3 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: Rest von R39

GPS-Track:

Donnerstag, 9. Juli 2026

Via Alpina: Rastkogelhütte - Hochfügen


Da die Kellerjochhütte ausgebucht war, legten wir eine kürzere Zwischenetappe ein und übernachteten in Hochfügen. Während Susanne den Morgen vor der Rastkogelhütte in der Sonne genoss, unternahm ich eine kurze Gipfeltour aufs Kreuzjoch. Der Aufstieg dauerte nur rund 35 Minuten und bot schöne Ausblicke auf die Tuxer Alpen. Zurück zur Hütte ging es auf über den Bergrücken zwischen Kreuzjoch und Kraxentrager.

Anschliessend stiegen wir gemeinsam nach Hochfügen ab und folgten dabei dem GPS-Track der Via Alpina, der teilweise über einen gemeinsam genutzten Wander- und Biketrail führte. Weite, offene Almweiden prägten die Landschaft, erst im unteren Bereich tauchte wieder Wald auf. 

Hochfügen selbst präsentierte sich deutlich vom Skitourismus geprägt: Liftanlagen, grosser Parkplatz, grosse Hotels. Im komfortablen Hotel Almhof gönnten wir uns einen erholsamen Nachmittag mit Wellness, Eiscrème und frühem Schlafengehen.


Heute nur Kurzetappe, deshalb Zusatzschlaufe
aufs Kreuzjoch

Das Kreuzjoch

Hangquerung zum Sidanjoch

Blick zurück zur Rastkogelhütte,
links oben das Kreuzjoch

Abstieg vom Sidanjoch nach Hochfügen

Bachquerung

Hotel Almhof in Hochfügen


Tourendaten:
Strecke 10.8 km
Aufstieg 326 Hm, Abstieg 967 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 20 Min., davon in Bewegung 3 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R39 teilweise

GPS-Track: