Samstag, 7. Februar 2026

Skitourentage im Langtauferer Tal


Wir wollten ein neues Tourengebiet kennenlernen und hatten uns entschlossen, fünf Tage im Langtauferer Tal zu verbringen, welches sich am Dreiländereck vom Graun im Vinschgau in die Ötztaler Alpen hinein erstreckt. Leider war die Schneesituation bei unserem Besuch sehr ungünstig. Die Südhänge des Langtauferer Tals waren bis ca. 2400 m ü.M. praktisch aper, und die steilen Gipfel am Weisskugelkamm auf der entgegengesetzten Talseite waren wegen erheblicher Lawinengefahr nicht machbar. Deshalb wichen wir auf weniger gefährliche Routen aus.


Mittwoch,  04.02.2026: Äusserer Nockenkopf im Rojental

Am Anreisetag entschieden wir uns für die schöne Skitour vom Rojental auf den Äusseren Nockenkopf. Der Weiler Rojen liegt im gleichnamigen Tal auf der Westseite des Reschensees. Während unten beim Weiler und beim Hochplateau unter dem Gipfel ausreichend Neuschnee lag, waren der Gipfelhang und die Hänge im Mittelteil der Tour schon ziemlich abgeblasen.

Nach der Tour fuhren wir über Graun im Vischgau ins Langtauferer Tal nach Kappl zu unserer Unterkunft, dem Langtaufererhof.

Nikolauskapelle in Rojen, 
im Hintergrund das Skigebiet Schöneben-Haideralm

Schneemangel beim Aufstieg aus dem Rojental

  
Blick über die Hochebene zum Äusseren Nockenkopf


Beim Kreuz auf dem Vorgipfel

Abfahrt - immer mit suchendem Blick nach Steinen

Tourendaten Mittwoch: Äusserer Nockenkopf ab Rojen
Gipfelhöhe Äusserer Nockenkopf (Kreuz): 2746 m ü.M.
Strecke 8.5 km
Aufstieg und Abfahrt 818 Hm
Zeit unterwegs 3 Std. 35 Min., davon in Bewegung 2 Std. 15 Min.
Route: Parkplatz bei der Rojensesselbahn - Rojen - Äusserer Nockenkopf
Äusserer Nockenkopf auf Skitourenguru

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Donnerstag, 05.02.2026: Steinpleiss ab Kappl

Prächtiges Wetter am zweiten Tag. Wir stiegen zum ehemaligen Skigebiet Maseben auf, welches inzwischen wieder von den Skitourengängern zurückerobert wurde. Von dort erreichten wir unproblematisch den Steinpleiss. Weiter hinauf wagten wir uns nicht wegen der herrschenden Lawinengefahr (Altschneeproblem, Stufe erheblich). Anschliessend liessen wir die Tour bei einem schönen Mittagessen auf der Sonnenterrasse der Masebenhütte ausklingen.

Der Weiler Kappl im Langtauferer Tal


Aufstieg durch den Masebener Wald


Skihütte Maseben


Aufstieg von Maseben zum Steinpleiss


Blick übers Langtauferer Tal zur Vorderen Karlesspitze,
Nockspitze und Weissseespitze


Beim Steinpleiss


Abfahrt nach Maseben


Der Langtaufererhof, unser Basecamp in Kappl

Tourendaten Donnerstag: Steinpleiss
Höchster Punkt beim Steinpleiss: 2663 m ü.M.
Strecke 9 km
Aufstieg und Abfahrt 834 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 45 Min., davon in Bewegung 2 Std. 10 Min.
Route: Kappl - Maseben - Steinpleiss
Tiergartenspitze auf Skitourenguru (Steinpleiss auf ca. 2/3 der Strecke)

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Freitag, 06.02.2026: Rundtour Kappl - Melagalpe - Maseben

Zur Abwechslung wählten wir am Freitag eine Skirundtour aus. Wir folgten zuerst der Langlaufloipe am Karlinbach zur Melager Alm. Dort stiegen wir über den Wanderweg durch den Wald zur Langgrube auf. Auf rund 2400 m ü.M. erreichten wir eine Hochebene und querten auf dieser ins Skigebiet Maseben. Wummgeräusche erinnerten uns laufend daran, besser nicht ins steile Gelände zu queren. Nach einer Mittagsrast in der Skihütte Maseben fuhren wir wieder ab nach Kappl.

Entlang der Langlaufloipe Richtung Melag

Melager Alm

Aufstieg über den Waldweg

Wir verlassen den Wald

In der Langgrube

Bei Roteben, Blick über das Langtauferer Tal

Querung von Rosseben nach Maseben

Tourendaten Freitag: Rundtour Melagalpe - Maseben
Höchster Punkt bei Roteben: 2457 m ü.M.
Strecke 11.9 km
Aufstieg und Abfahrt 670 Hm
Zeit unterwegs 5 Std. 10 Min., davon in Bewegung 2 Std. 35 Min.
Route: Kappl - Melagalm - Langgrube - Roteben - Melagalpe - Rosseben - Maseben - Kappl


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Samstag, 07.02.2026: Steinpleiss via Falbanairtal

Am Samstag freuten wir uns über den blauen Himmel. Die Tourenauswahl war immer noch sehr limitiert, deshalb entschieden wir uns nochmals für den Steinpleiss. Doch diesmal stiegen wir von Maseben nicht wie am Donnerstag in südwestlicher Richtung auf, sondern folgtem der stillgelegten Skilifttrasse ins Falbanairtal und näherten uns danach dem Gipfel durch ein kleines Tal in westlicher Richtung. Unterhalb des eigentlichen Gipfels machten wir vor dem Steilhang kehrt und fuhren wieder zurück nach Maseben und Kappl.

Von Maseben über die stillgelegte Lifttrasse ins Falbanairtal

Blick zum Weisskamm: Hintere Hintereisspitze,
Hochvernaglwand und Vernagl

Aufstieg von Falbanair Richtung Steinpleiss

Abfahrt durch Bruchharsch

Rast bei der gemütlichen Masebenhütte

Tourendaten Samstag: Steinpleiss via Falbanairtal
Höchster Punkt unterhalb Steinpleiss: 2636 m ü.M.
Strecke 9 km
Aufstieg und Abfahrt 808 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 50 Min., davon in Bewegung 2 Std. 20 Min.
Route: Kappl - Maseben - Falbanairtal - Steinpleiss
Tiergartenspitze (via Stoankarl) auf Skitourenguru (Steinpleiss auf ca. 2/3 der Strecke)


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Sonntag, 19. Oktober 2025

Hirzli-Rundwanderung

Blick vom Hirzli zum Walensee

Der Hirzli-Rundweg ist ein beliebter Glarner Wanderklassiker. Man gelangt mit der kleinen Luftseilbahn ins Niederurner Tal. Vom Morgenholz geht es im Gegenuhrzeigersinn relativ steil aufwärts zum Hirzli, von wo man eine grossartige Aussicht auf die Linthebene, den Walensee und den Zürichsee geniesst. 

Weiter geht es auf dem schönen Gratweg Richtung Planggenstock. Wer die Tour ausdehnen möchte und trittsicher ist, kann diese Strecke optional noch erweitern bis zum Gipfel des Planggenstock. Über Ober Planggen und Tierweg geht es zurück ins Täli, wo man beim Bergrestaurant Hirzli einkehren kann.

Mit der Luftseilbahn von Niederurnen zum Morgenholz

Durch herbstliche Wälder zum Schwiifärch

Vom Schwiifärch zum Forsthus

Blick vom Hirzli zum Zürichsee

Teilstück über den Grat vom Hirzli Richtung Planggenstock

Abstieg nach Tierweg


Die Herbstzeitlosen blühen

Einkehr im Berghaus Hirzli

Tourendaten:
Gipfelhöhe Hirzli 1640 m ü.M.
Strecke 7.6 km
Aufstieg und Abfahrt 665 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 15 Min., davon in Bewegung 2 Std. 35 Min.

Route: Seilbahnstation Morgenholz im Niederurner Täli - Schwiifärch - Forsthaus - Hirzli - Ober Planggen - Tierweg - Berghaus Hirzli - Seilbahnstation Morgenholz

Tourenbeschreibung SchweizMobil
Onlinekarte Swisstopo
Luftseilbahn Niederurner Täli

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Montag, 29. September 2025

Wanderung Camogli - San Fruttuoso

Das ehemalige Kloster San Fruttuoso bei Camogli

Herrliche, einfache Wanderung an der ligurischen Riviera di Levante vom schmucken Küstendorf Camogli zum ehemaligen Kloster San Fruttuoso. Die Abtei ist nicht ans Strassennetz angeschlossen und kann nur zu Fuss oder mit dem Schiff erreicht werden. Rund ums Kloster gibt es mehrere kleine Restaurants.

Ausgangspunkt ist das malerische Küstendorf Camogli

Start zur Wanderung beim Hotel Carrick

Über efeuumrankte Treppen aufwärts

San Rocco

Golfo Paradiso - die kleine Landspitze ist die Punta Chiappa


Bildstock am Wegrand

Von Gaixella nach Pietre Strette

Abstieg von Pietre Strette durch den Olivenhain nach San Fruttuoso

Das ehemalige Kloster San Fruttuoso


Die Badebucht von San Fruttuoso

Mit dem Kursschiff zurück nach Camogli


Tourendaten:
Höchster Punkt: Pietre Strette 466 m ü.M.
Strecke 6.7 km, Aufstieg 465 Hm, Abstieg 476 Hm
Zeit unterwegs 2 Std. 35 Min., davon in Bewegung 2 Std.
Route: Camogli (Carrick Hotel) - Via della Costa - San Rocco (den oberen Weg nehmen) - Sella Gaixella - Pietre Strette - Molini - San Fruttuoso - Rückfahrt mit dem Kursschiff nach Camogli

Hinweis: Es gibt einen schwierigeren Alternativweg zum gleichen Ziel, wenn man bei der Verzweigung in San Rocco den unteren Weg wählt. Diese Strecke war aber während unseres Besuchs gesperrt. Alternativweg auf Outdooractive.

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Donnerstag, 25. September 2025

Via Alpina: Ausserpichl - Antholz Mittertal

Ochsenfelder Spitz

Sorgenvoll begannen wir unseren fünften Wandertag auf der Via Alpina mit einem genauen Blick auf die Wetterlage. In der Nacht war in den Höhenlagen der Villgrater Berge der erste Schnee gefallen, und unser Plan war, über die Grüblscharte ins Antholzer Tal zu gelangen. Während sich in den Bergen noch vereinzelte Nebelschwaden und Wolken hielten, zeigte sich im Tal bereits wieder die Sonne und sorgte für Aufhellungen und eine heitere Stimmung.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Turmhotel Gschwendt starteten wir um 8:30 Uhr und folgten dem Talblickweg in Richtung St. Martin in Gsies. Die morgendliche Sonne und die letzten Nebelschwaden tauchten die Landschaft in eine ganz besondere Atmosphäre. Kurz vor St. Martin kürzten wir den offiziellen Weg ab, indem wir dem Lichtweg mit seinen Bildstöcken folgten. An der Brücke über den Karbach stiessen wir wieder auf die Via-Alpina-Hauptroute und wanderten weiter entlang des Karbachs, vorbei an der Leachalm. Dabei konnten wir schon von weitem die frisch verschneiten Hänge des Ochsenfelds erkennen.

Auf dem Talblickweg nach Kargruben

Am Karbach

Neugierige Kühe

Ochsenfelder Alm

Bei der Ochsenfelder Alm verpassten wir zunächst eine Abzweigung, bemerkten dies jedoch rasch und fanden wieder auf den richtigen Pfad zurück. Der Aufstieg zur Grüblscharte führte durch einige Zentimeter tiefen, feuchten Schnee und gestaltete sich angenehmer und weniger steil als erwartet. Oben, auf 2'394 m ü.M., legten wir eine kurze Pause für ein Picknick ein. Danach zogen wir unsere Grödel an und begannen den Abstieg ins Grübl, einer auf einem Plateau gelegenen Alm. 

In der Höhe liegt der erste Schnee

Grüblscharte 2394 m ü.M.


Abstieg ins Antholzer Tal

Die Grödel geben sicheren Halt im Schnee

Bei der Grüblalm

An einer Weggabelung entschieden wir uns für den oberen Weg in Richtung Antholz Mittertal. Dieser schmale Pfad quert, stets die Höhe haltend, mehrere steile Hänge in beeindruckender Weise. Bei der Pichleralm erreichten wir schliesslich die Almstrasse und folgten ihr bis zum Wiesenfleck, wo der Weg erneut steil talwärts führte. 

Über steile Wiesen talwärts

Fliegenpilz

Antholz Mittertal

Um 16:15 Uhr erreichten wir Antholz Mittertal und fragten beim B&B Bruggerwirt nach einem Zimmer. Das Abendessen genossen wir gleich nebenan in der Pizzeria Anger.

Antholz bereitet sich vor für die Olympischen Winterspiele 2026

Angesichts der Schneesituation in hohen Lagen und der Wettervorhersage für die kommenden Tage beschlossen wir, unsere Reservierung in der Rieserfernerhütte (2'798 m ü.M.) zu stornieren und die Überquerung ins Zillertal auf das Jahr 2026 zu verschieben. Am Freitag traten wir die Heimreise an und fuhren mit Bus und Bahn über Bruneck, Brixen, Innsbruck und Feldkirch zurück nach Hause.


Tourendaten:
Strecke 23.2 km
Aufstieg 1'277 Hm, Abstieg 1'304 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 45 Min., davon in Bewegung 6 Std. 15 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: Schluss (Variante) von R29 und R30

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