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Montag, 6. Juli 2026

Via Alpina: Engbergalm - Dominikushütte


Der Tag begann regnerisch, weshalb wir den Aufbruch von der Engbergalm etwas hinauszögerten. Über den Grindlbergsee erreichten wir die windige Gliderscharte, wo uns kalte Böen empfingen. Der Abstieg war zunächst einfach, verlangte später beim Queren eines steilen Wiesenhangs jedoch Trittsicherheit.

Eine heikle Situation ergab sich bei einem Bachübergang am Fuss des Mahdbichl auf ca. 2'000 m ü.M., der noch von einer alten, instabilen Lawinenschneebrücke bedeckt war. Wir entschieden uns für den sicheren Umweg über den oberen Rand des Schneefeldes. Bald gelangten wir zu den Unterberghütten. 

Vom Pfitschertal wanderten wir hinauf Richtung Pfitscherjoch, wo sich das Wetter zunehmend besserte. Das Pfitscherjochhaus war leider ausgebucht, deshalb zogen wir weiter. Nach der Überquerung der italienisch-österreichischen Grenze führte ein wunderschöner Weg mit zahlreichen Wasserfällen hinunter zum Schlegeis-Stausee. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir die Dominikushütte oberhalb des Sees und genossen ein ausgezeichnetes Abendessen.

Der Hüttenwirt wusch auf Wunsch und gegen eine freiwillige Spende die Wäsche seiner Gäste – mehrheitlich Wanderer und Radfahrer – am nächsten Morgen lag alles auf einem Haufen auf einem der Tische zur Abholung bereit.


Aufstieg von der Oberen Engbergalm

Grindlbergsee

Aufstieg zur Gliderscharte

Gliderscharte

Steiler Abstieg zum Gliderbach

Blauer Kofel, Hochfeiler, Gliderferner

Hangquerung beim Mahdbichl

Diese löchrige Schneebrücke scheint uns zu riskant, 
wir queren den Bach weiter oben

Bei den Unterberghütten (auch Wiener Neustadt genannt)

Brücke über den Oberbergbach

Blick nach Pfitsch

Pfitscherjoch-Haus an der italienisch-österreichischen Grenze

Im schönen Zamser Grund

Am Schlegeis-Stausee

Unsere Unterkunft, die Dominikushütte direkt über dem See


Tourendaten:
Strecke 18.0 km
Aufstieg 1'118 Hm, Abstieg 1'411 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 30 Min., davon in Bewegung 6 Std. 10 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: Rest von R35 und R36 teilweise

GPS-Track:

Sonntag, 5. Juli 2026

Via Alpina: Chemnitzer Hütte - Engbergalm


Nach einer ruhigen Nacht in der Chemnitzer Hütte präsentierte sich das Wetter freundlich. Wir wählten deshalb den anspruchsvolleren, aber sehr lohnenden Neveser Höhenweg anstelle des Abstiegs zum Nevesstausee. Der Weg führte in rund 2'500 Metern Höhe durch eindrucksvolle hochalpine Landschaft unterhalb des Grossen Möseler und bot herrliche Ausblicke auf den Nevesferner. Steinplattenwege, Bäche und eine schmale Holzbrücke über den Gletscherbach machten die Etappe abwechslungsreich. 

Nach einer Mittagspause in der stark besuchten, eleganten Edelrauthütte stiegen wir über Eisbruggsee und Eisbruggalm ins Pfunderer Tal ab. Vom Weiler Dun ging es auf den Seenrundweg wieder hinauf. Schliesslich erreichten wir die Engbergalm. Die Übernachtung auf dem Bauernhof kam nach diesem langen Tag gerade recht.


Aufbruch bei der Chemnitzer Hütte


Statt zum Neves-Stausee abzusteigen, wählten wir den
wunderschönen Neveser Höhenweg

Beeindruckende hochalpine Szenerie

Bachüberquerung

Gletscher-Nelkenwurz

Guter Trittschnee auf dem kleinen Schneefeld

Vor uns die top-moderne Edelrauthütte

Gut gesicherte Bachquerung am Steilhang

Beim Eisbrucksee

Im lieblichen Eisbruggtal

Duner Klamm

Auf der Engbergalm

Tourendaten:
Strecke 23.0 km
Aufstieg 1'210 Hm, Abstieg 1'527 Hm
Zeit unterwegs 9 Std. 15 Min., davon in Bewegung 6 Std. 30 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R34 und R35 teilweise

GPS-Track:

Samstag, 4. Juli 2026

Via Alpina: Speikboden Alm (Sand in Taufers) - Chemnitzer Hütte


Wegen des Muskelkaters vom Vortag entschieden wir uns für die vernünftigere Wegvariante mit Seilbahnunterstützung zur Speikboden-Alm, wie auf der Via-Alpina-Website vorgeschlagen. Nach dem touristisch belebten Start führte der Weg über den Speikboden auf den Kellerbauer Höhenweg. Alpenrosen säumten den aussichtsreichen Pfad, der zunehmend alpiner wurde und teilweise an steilen Grashängen vorbeiführte. 

Besonders eindrücklich war der letzte Abschnitt vom Lappacher Jöchl durch eine gewaltige Schutthalde mit grossen Felsblöcken und ausgewiesener Steinschlaggefahr. Konzentriert erreichten wir die Chemnitzer Hütte, wo uns Hüttenwirt Roland freundlich empfing und uns sogar bei der Organisation der nächsten Übernachtung half, da beim offiziellen Etappenort Dun keine Unterkunft mehr zur Verfügung steht. 

Den Abend verbrachten wir bei einem reichhaltigen Hüttenessen in Gesellschaft von anderen Weitwanderern.


Wanderbeginn bei der Speikboden Alm

Schöner Ausblick zum Schwarzenstein und zum Grossen Löffler

Beim Speikboden beginnt der Kellerbauer Höhenweg

Am Mühlwalder Jöchl

Panorama: Grosser Möseler, Turnerkamp und Schwarzenstein

Der Pfad wird allmählich schmaler

In den steilen Grashängen

Am Tristensee

Über Felsschutt zur Chemnitzer Hütte

Die Chemnitzer Hütte taucht am Nevesjoch auf

Tagesziel erreicht!

Tourendaten:
Strecke 17.2 km
Aufstieg 1'022 Hm, Abstieg 574 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 50 Min., davon in Bewegung 5 Std. 30 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R33 (mit Start bei der Speikboden Alm)

GPS-Track:

Freitag, 3. Juli 2026

Via Alpina: Rieserfernerhütte - Sand in Taufers


Uns erwartete ein langer und kräftezehrender Wandertag. Bei starkem Wind und dichter Bewölkung stiegen wir von der Rieserfernerhütte über steinige Geröllstufen ins Gelttal ab. Unterwegs begegneten wir Ziegen bei der Inneren Gelttalalm, während uns bei der Äusseren Gelttalalm ein territorialer Jungstier zu einem raschen Rückzug zwang. 

Durch Wald und Wiesen erreichten wir das Reintal und folgten dem Reinbach stromaufwärts bis Rein in Taufers. Das Wetter zeigte sich inzwischen wieder von der besten Seite. Von diesem idyllischen Ort führte die Route nochmals über 400 Höhenmeter bergauf zu den Lobiser Schupfen und weiter über blumenreiche Wiesen ins Bergsteigerdorf Ahornach. Leider fanden wir dort keine Unterkunft und mussten weiter.

Der steile Schlussabstieg nach Sand in Taufers verlangte nochmals viel Konzentration. Nach fast 2'400 Metern Abstieg und zusätzlichen Gegenanstiegen waren wir entsprechend müde, freuten uns aber über ein komfortables Hotel und ein gutes Abendessen.

Aufbruch bei kühlen Temperaturen

Felsige Wege im oberen Teil des Abstiegs

Hinunter ins Gelttal

Der kalte Wind hat nachgelassen

Die liebliche Geltalm

Übergang vom Gelttal ins Bachertal

Bachertal

Rein in Taufers - ab hier geht es wieder aufwärts Richtung Ahornach

Kratzdisteln

Alte Heuhütten: die Lobiser Schupfn

Kunstvoller Zaun in Ahornach

Sand in Taufers, unser Etappenziel


Tourendaten:
Strecke 23.3 km
Aufstieg 465 Hm, Abstieg 2'395 Hm
Zeit unterwegs 9 Std. 30 Min., davon in Bewegung 7 Std. 10 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R32 (wir haben von Ahornach bis Sand in Taufers verlängert)

GPS-Track: