Dienstag, 25. Juni 2024

Min Weag: Pfänder - Sulzberg

Hirschbergalpe

Nach dem guten Frühstück im Gasthaus Moosegg setzten wir unser Weitwanderprojekt "Min Weag" fort. Das Wetter war sonnig und heiss, doch für den Abend wurden kräftige Gewitter vorausgesagt. Etappe Nr. 2 vom Pfänder nach Sulzberg stand auf dem Programm. Es handelt sich um eine wenig schwere Strecke durch liebliche Hügellandschaften, allerdings mit relativ viel Hartbelag-Anteil. 

Vom Moos beim Pfänder führte uns die Strecke zuerst abwärts nach Jungholz und von dort hinüber zur alten Dampfsäge. Danach ging es durch den Wald hinauf zum Hirschberg. Die offizielle Route führt nicht über den Gipfel, aber es lohnt sich unbedingt, den kurzen Abstecher dorthin zu machen. Oben bietet sich eine grandiose Rundsicht über den Bregenzerwald und ins Allgäu. 

Vom Hirschberg wanderten wir in nördlicher Richtung weiter zum Weiler Warth, dann nach Westen hinab zum Kesselbach, wo wir kurz die Grenze nach Deutschland überquerten. Dort befindet sich das idyllische Dort Scheffau mit der hübschen Pfarrkirche und dem traditionellen Maibaum. Beim Gletschertopf überquerten wir erneut die Grenze zurück nach Österreich. Der Gasthof Krone in Thal mit dem hübschen Gastgarten hatte leider Ruhetag, deshalb assen wir im Schatten ein Picknick aus dem Rucksack, bevor wir uns an den Aufstieg nach Sulzberg machten.

Der Weg führt von Thal in relativ direkter Linie, anfänglich entlang des Skilifts Hagenberg, später dann durch den Wald hügelaufwärts ins Dorf Sulzberg. Wir erreichten den Gasthof Alpenblick in Sulzberg noch bei schönem Wetter, doch von Ferne zogen sich bereits die schwarzen Gewitterwolken zusammen. Nach einem kühlen Getränk und einem Eis, als die ersten Windböen an den Sonnenschirmen rüttelten, stiegen wir in den Bus und fuhren zurück nach Hause. Da der Wetterbericht für die nächsten Tage wechselhaftes Wetter mit Gewittern in den Bergen voraussagte, beschlossen wir, die Wanderung ein andermal fortzusetzen.

Start beim Gasthaus Moosegg

Pech gehabt: üble Gerüche neben dem Wanderweg

Alte Dampfsäge

Unterwegs zur Hirschbergalpe

Kurzer Abstecher zum Gipfel des Hirschbergs

Der Blick schweift über den Bregenzerwald

Marienkapelle auf dem Hirschberg


Rotes Waldvöglein

Scheffauer Steg

Kneippanlage in Scheffau im Allgäu
bei der Pfarrkirche St. Martin

Scheffauer Maibaum

Unser Etappenziel Sulzberg


Hyperlinks:
Übersichtsseite Min Weag

Tourendaten:
Höchster Punkt: Hirschberg 1095 m ü.M.
Strecke 18.9 km, 800 Hm Aufstieg, 790 Hm Abstieg
Zeit unterwegs 6 Std. 25 Min., davon in Bewegung 5 Std.
Strecke: Moosegg - Hirschberg - Hirschbergalpe - Hirschbergsau - Scheffau - Thal - Sulzberg

GPS-Track:

Montag, 24. Juni 2024

Min Weag: Bildstein - Bregenz - Pfänder

Talwärts nach Wolfurt

Nach der komfortablen Übernachtung in Bildstein setzten wir unsere Reise auf dem Weitwanderweg "Min Weag" fort. Wir hatten uns entschlossen, die beiden kurzen Etappen Nr. 31 (von Bildstein nach Bregenz) und Nr. 1 (von Bregenz auf den Pfänder) zusammenzuhängen. Doch zuerst liessen wir den Blick vom Kirchplatz über das Rheintal, die umliegenden Berge und den Bodensee schweifen

Zuerst ging es auf dem Pilgerweg über den Rickenbach hinauf zum Bereuter und von dort talwärts nach Wolfurt. Danach wanderten wir in der Ebene längere Zeit der Bregenzer Ach entlang bis zu deren Mündung in den Bodensee. Der Mündungsrundweg war leider wegen Hochwasser überschwemmt und mückenverseucht, weshalb wir über einen Alternativweg ausweichen mussten. Danach folgten wir dem Wander- und Radweg am Bodenseeufer bis zur Seebühne in der betriebsamen Stadt Bregenz, Drehort des James-Bond-Films "Ein Quantum Trost". Im Wirtshaus am See beendeten wir Etappe 31 und stärkten wir uns bei einem kleinen Mittagessen.

Nun folgte die Etappe 1, eigentlich der offizielle Auftakt von Min Weag. Vom Hafen führt der Weg über Weissenreute relativ steil, aber unschwer hinauf auf den Pfänder, der wegen seiner markanten Sendeanlage von weitem sichtbar ist. Der Pfänder kann von Bregenz aus auch mit der Seilbahn erreicht werden, weshalb er bei Ausflüglern sehr beliebt ist. Es gibt sechs Restaurationsbetriebe auf dem Pfänder, aber am Abend schliessen leider alle früh. Wir übernachtetem im hübschen Gasthaus Moosegg.

Blick von Bildstein ins Rheintal, 
rechts hinten der schneebedeckte Säntis

Auf dem Pilgerweg

Farnbewachsene Waldlichtung

Der Blick schweift voraus zum Bodensee

Bregenzer Ach,
auf dem Felsen thront das Burgrestaurant Gebhardsberg

Die Bregenzer Ach kurz vor der Mündung

Wegen Hochwasser kein Durchkommen bei der Achmündung

Auch der Uferweg am Bodensee ist stellenweise leicht überschwemmt


Schöne Badeplätze am Wegrand

Kloster Mehrerau bei Bregenz

Von Bregenz hinauf auf den Pfänder

Die markante Sendeanlage auf dem Pfänder

Der Bodensee, links die Rheinmündung

Alpengasthof Schwedenschanz (im 30-jährigen Krieg
stand an dieser Stelle eine Befestigungsanlage, um Bregenz
vor dem schwedischen Heer zu schützen)

Übernachtung im Gasthaus Moosegg


Hyperlinks:
nächste Etappe
Übersichtsseite Min Weag
Gasthaus Moosegg, Pfänder (Lochau)

Tourendaten:
Höchster Punkt: Pfänder 1064 m ü.M.
Strecke 22.7 km, 850 Hm Aufstieg, 510 Hm Abstieg
Zeit unterwegs 8 Std. 30 Min., davon in Bewegung 5 Std. 50 Min.
Tourendaten: Bildstein - Bereuter Dreiländerblick - Wolfurt - Bregenzerach-Mündung - Mehrerau - Bregenz Hafen - Weissenreute - Pfänder - Moosegg

GPS-Track:

Sonntag, 23. Juni 2024

Min Weag: Bödele - Bildstein

Abendstimmung in Bildstein: hell leuchtet der Bodensee

Wir hatten wieder ein paar Tage Zeit für den Weitwanderweg "Min Weag", welcher das Vorarlberg umrundet. Mit dem Bus fuhren wir aufs Bödele am Losenpass und begannen mit der Etappe Nr. 30, die gemütlich durch Wiesen und Wälder zum Wallfahrtsort Bildstein führt. Der Himmel war zwar bedeckt, aber es blieb trocken.

Die Route führt am Gaisskopf vorbei zum Brüggelekopf. Wir waren kurz unaufmerksam, verpassten den Abzweiger zur Breitentobelalpe und wanderten stattdessen weiter östlich zum Lorenapass, wo wir problemlos wieder auf die offizielle Route gelangten. Über diesen Pass wanderten früher die sogenannten Schwabenkinder aus den Bergregionen Vorarlbergs und Tirols an die "Kindermärkte" am Bodensee, wo sie als Hütekinder für die Saison verdingt wurden. Beim Brüggelekopf gönnten wir uns ein gutes Mittagessen im Alpengasthof Brüggele

Nach dem Essen begann der Abstieg nach Alberschwende, der zuerst recht steil im Zickzack durch den Wald führte. Danach ging es auf schönen Wiesen ins Dorf und von dort wieder hinauf nach Oberbildstein, vorbei am grossen Ferienheim. Auf dem Hügelrücken ging es schliesslich wieder sanft abwärts nach Bildstein mit seiner grossen Basilika, die an schöner Aussichtslage über dem Rheintal thront. Wir übernachteten im liebevoll renovierten Gasthof Kreuz mit der grossen Aussichtsterrasse gleich über der Wallfahrtskirche. 

Abmarsch beim Bödele

Blick nach Schwarzenberg

Fuchs' Knabenkraut

Gedenkstein für die Schwabenkinder

Mittagessen im Alpengasthof Brüggele

Über Wiesenhänge nach Alberschwende

Kleine Braunellen

Bei Oberbildstein

Blick ins Rheintal

Gasthof Kreuz bei der
Basilika Maria Bildstein



Hyperlinks:
Übersichtsseite Min Weag
Gasthof Kreuz, Bildstein

Tourendaten:
Höchster Punkt: Brüggelekopf 1182 m ü.M.
Strecke 16.7 km, 550 Hm Aufstieg, 1020 Hm Abstieg
Zeit unterwegs 6 Std. 10 Min., davon in Bewegung 4 Std. 35 Min.
Route: Bödele - Lorenapass - Brüggelekopf - Alberschwende - Oberbildstein - Bildstein

GPS-Track:

Sonntag, 16. Juni 2024

Rundwanderung Lingenau: Bregenzer Ach und Quelltuff

Quelltuff: aus Übergussschichten formen sich stellenweise
tropfsteinartige Baldachine

Spannende Rundwanderung durch liebliche Landschaften im Bregenzerwald. Höhepunkt bildet das Quelltuff-Gebiet, das aber als Zückerchen für den Abschluss der Tour aufgespart wird. 

Vom Hallenbad Lingenau gelangt man vorbei an der St.-Anna-Kapelle hinunter zum alten Bahnhof der Bregenzerwaldbahn, wo mittlerweile der Outdoor-Anbieter High5 seinen Sitz hat. Nun folgt man der ehemaligen Bahntrasse entlang der Bregenzer Ach bis ins Nachbardorf Egg. Wir gönnten uns im Gasthaus Kässtadl ein traditionelles Mittagessen und wanderten danach weiter in den Wald und, immer die Höhe haltend, auf dem schmalen Pfad am steilen Uferhang der Subersach entlang bis zur wackeligen Hängebrücke. Der Pfad schraubt sich am gegenüberliegenden Hang wieder hinauf, bis man schliesslich in den Quelltuff-Lehrpfad bei Lingenau gelangt.

Quelltuff ist ein spannendes Naturphänomen: Moos und Gräser und auch Kleintiere werden vom Kalk verkrustet, der bei Austritt des Wassers deshalb ausfällt, weil Moos und Cyanobakterien dem Wasser Kohlenstoffdioxid entziehen. Mit der Zeit bilden sich dicke Kalktuffschichten und grosse Baldachine.

St.-Anna-Kapelle in Lingenau, erbaut aus Quelltuff

Hübsches Bauernhaus

Rastplatz im kühlen Schatten

Der ehemalige Bahnhof Lingenau an der Bregenzer Ach

Bregenzer Ach

Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Bahntrasse
der Bregenzerwaldbahn

Kirche hl. Nikolaus in Egg

Imposanter Neubau: Posthus in Egg

Pestkapelle S'Hofar Bild

Kneippbecken im Wald

Durch den Wald Richtung Quelltuff

Wackelige Drahtseilbrücke über die Subersach

Gut gesicherter Quelltuff-Lehrpfad

Quelltuff: hier versteinern Pflanzen

Tourendaten:
Höchster Punkt: Lingenau 475 m ü.M.
Strecke 11.7 km, 480 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 30 Min., davon in Bewegung 3 Std. 5 Min.

GPS-Track: