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Mittwoch, 19. Juli 2023

Via Alpina: Hudičevec - Bukovje


Vierter Wandertag in unserem Via-Alpina-Projekt 2023. Abermals wanderten wir bereits um 5.50 Uhr ohne Frühstück los, um die Morgenfrische auszunutzen. Zuerst gingen wir den gleichen Pfad vom Ekoturizem Hudičevec über die Wiesen zurück nach Razdrto, den wir bereits am Vortag benutzt hatten. In Radzrto gibt es bei der Autobahnbrücke gleich zwei Parkplätze für Wanderer, der Weg zum Berg Nanos scheint also sehr beliebt zu sein. Es gibt zwei Aufstiegsvarianten: der direkte und steile Aufstieg und der etwas weiter ausholende Weg, dem die Via Alpina folgt. Mit dem steilen Weg könnte man eine Stunde einsparen, doch wir folgten brav der Route.

Hübscher Weg von Razdrto auf den Nanos

Der Pfad führte durch den Wald aufwärts, und ein paar steinige Stellen mussten überwunden werden. Schliesslich gelangten wir etwas oberhalb der St.-Hieronimus-Kapelle auf eine Hochebene mit schöner Aussicht, wo wir das Frühstück zu uns nahmen. 

Kurze Steilstufe im Aufstieg

Blick ins Tal

Kirche St. Hieronimus

Danach ging es nochmals eine Stufe höher zu den Fernseh- und Funkmasten auf den Berg Nanos. Die Hütte Vojkova Koča na Nanosu war leider wegen Renovationsarbeiten geschlossen. Nach dem Gipfel folgte ein Abstieg durch den Wald, stellenweise recht steil. Schliesslich gelangten wir in dir Dörfer Strane und Smihel pod Nanosom. Beim letzteren gab es einen schönen kleinen Rastplatz mit Steintisch und -bänken sowie einen kleinen Brunnen. Hier assen wir genüsslich ein paar Pizza-Resten vom Vortag, bevor wir gestärkt weiterwanderten. 

Vojkova-Hütte auf dem Nanos (wegen Renovationsarbeiten
zum Zeitpunkt unseres Besuches geschlossen)


Talwärts in Richtung Strane

Über Feldwege nach Šmihel pod Nanosom

Blick zurück zum Nanos-Gebirgszug

Über einen Wander- und Radweg gelangten wir durch Wiesen und Wald zum Touristen-Hotspot, der ikonischen Burg Predjama, die vor eine Höhle bebaut wurde und über verschiedene unterirdische Geheimgänge verfügt. Wir setzten uns in ein kleines Gartenrestaurant mit direktem Blick zur Burg, wo wir den faszinierenden Anblick auf uns wirken liessen, etwas assen und die Touristenströme beobachteten. Der Himmel verdunkelte sich kurzfristig, doch die Wolken verzogen sich bald wieder. 

Beeindruckende Touristenattraktion: Die Höhlenburg Predjama

Wir machten uns auf den Weg und erreichten in einem 25-minütigen Marsch entlang der Asphaltstrasse unsere Unterkunft «Spacious Appartment in Nature» in Bukovje. Sie ist völlig ruhig gelegen, ein wahres Juwel. In der Unterkunft gibt es alles, was das Herz begehrt: Viel Platz, einen gemütlichen Sitzplatz vor der Tür, eine Waschmaschine (Waschtag!), zwei Fernsehgeräte mit Sprachsteuerung, eine private Infrarotsauna sowie eine finnische Sauna samt Ruheraum. Aber wer braucht schon eine Sauna, wenn es draussen so warm ist? In der Nähe hat es zudem einen kleinen Tante-Emma-Laden, in dem das Wichtigste eingekauft werden kann. Das äusserst liebenswerte Gastgeber-Paar begrüsste uns persönlich mit einem Willkommensdrink und zeigte uns die Räume.

Luxuriöse Unterkunft in Bukovje:
"Spacious Appartment in Nature"


Tourendaten:
Strecke 21.4 km
Aufstieg 938 Hm, Abstieg 894 Hm
Zeit unterwegs 9 Std. 35 Min., davon in Bewegung 6 Std. 10 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
zurück zur Übersicht
Reiseführer Via Alpina: R4 (mit Start ab Hudičevec)


GPS-Track:

Dienstag, 18. Juli 2023

Via Alpina: Matavun - Hudičevec


Auch am Dienstag erwartete uns wieder ein sonnig-heisser Tag auf der Via Alpina. Um die kühlen Morgentemperaturen auszunutzen, wanderten wir vom Hostel Skrla in Matavun um 5.50 Uhr ohne Frühstück los. Im sanften Morgenlicht ging es zuerst der grossen Doline entlang durch den lichten Wald. Danach passierten wir die weiten Felder beim Flugplatz Divača. Nach dem Flugfeld mussten wir uns kurz durchs Gebüsch kämpfen, bevor wir wieder auf ein frisch gemähtes Feld kamen. Dort frühstückten wir aus dem Rucksack.

Morgenstimmung bei der Einsturzdoline Velika

Von Matavun entlang der slowenischen
Transversale Nr. 1 Richtung Gradišče

Über die Felder in der Nähe des Flugplatzes von Divača

Als wir unseren Marsch fortsetzten, begegneten wir der einzigen Wanderin des Tages, die fröhlich ein Liedchen sang im Glauben, dass sie sowieso niemand höre. Nach einem niedrigen Fussgängertunnel unter der Bahnlinie durch gerieten wir auf einen Pfad, der schon länger nicht mehr gepflegt worden war: überall Brombeerranken und anderes Dornengestrüpp. Bald wurde der Weg wieder besser, und die Route durch den schattigen Wald wurde sehr angenehm. Wir bewegten uns in ständiger Hörweite der Autobahn. 

Angenehm schattiges Waldstück

Beim kleinen Dorf Gabrče begann ein rund 600 m langer Abschnitt entlang der Überlandstrasse ohne Gehsteig, was sehr unangenehm war. Schliesslich kamen wir nach Senožeče, wo wir uns in einem kleinen Park an einem Tisch ausruhten. Der Weg führte danach an einer Kirche mit Friedhof vorbei, wo wir über den Hügel Mlačni Hrib allmählich hinunter zum Etappenort Razdrto gelangten. Der Berg Nanos, das Ziel des Folgetages, war schon gut auszumachen. 

Blick nach Razdrto und zum Berg Nanos,
dem Gipfel des Folgetags

Nach dem grossen, lärmigen Steinbruch gelangten wir ins Dorf, wo wir uns in der Bar des Camping Mirjam Pizza und kühle Getränke bestellten. Leider werden hier keine Zimmer mehr vermietet, aber der Platzwart erzählte uns, dass er eingerichtete Zelte anbietet. Doch wir zogen weiter über einen Trampelpfad durch die Wiesen weiter zum etwas ausserhalb gelegenen Weiler Hudičevec, wo wir im Ekoturizem ein Zimmer gebucht hatten. Der Empfang im Familienbetrieb war sehr freundlich, auf Bestellung kann auch ein Nachtessen vor Ort eingenommen werden.


Über Wiesenwege von Razdrto nach Hudičevec

Ekoturizem Hudičevec, unsere Unterkunft

Tourendaten:
Strecke 20.1 km
Aufstieg 567 Hm, Abstieg 431 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 20 Min., davon in Bewegung 5 Std. 15 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R3 (Variante von Razdrto weiter nach Hudičevec)

GPS-Track: