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Dienstag, 18. Juli 2023

Via Alpina: Matavun - Hudičevec


Auch am Dienstag erwartete uns wieder ein sonnig-heisser Tag auf der Via Alpina. Um die kühlen Morgentemperaturen auszunutzen, wanderten wir vom Hostel Skrla in Matavun um 5.50 Uhr ohne Frühstück los. Im sanften Morgenlicht ging es zuerst der grossen Doline entlang durch den lichten Wald. Danach passierten wir die weiten Felder beim Flugplatz Divača. Nach dem Flugfeld mussten wir uns kurz durchs Gebüsch kämpfen, bevor wir wieder auf ein frisch gemähtes Feld kamen. Dort frühstückten wir aus dem Rucksack.

Morgenstimmung bei der Einsturzdoline Velika

Von Matavun entlang der slowenischen
Transversale Nr. 1 Richtung Gradišče

Über die Felder in der Nähe des Flugplatzes von Divača

Als wir unseren Marsch fortsetzten, begegneten wir der einzigen Wanderin des Tages, die fröhlich ein Liedchen sang im Glauben, dass sie sowieso niemand höre. Nach einem niedrigen Fussgängertunnel unter der Bahnlinie durch gerieten wir auf einen Pfad, der schon länger nicht mehr gepflegt worden war: überall Brombeerranken und anderes Dornengestrüpp. Bald wurde der Weg wieder besser, und die Route durch den schattigen Wald wurde sehr angenehm. Wir bewegten uns in ständiger Hörweite der Autobahn. 

Angenehm schattiges Waldstück

Beim kleinen Dorf Gabrče begann ein rund 600 m langer Abschnitt entlang der Überlandstrasse ohne Gehsteig, was sehr unangenehm war. Schliesslich kamen wir nach Senožeče, wo wir uns in einem kleinen Park an einem Tisch ausruhten. Der Weg führte danach an einer Kirche mit Friedhof vorbei, wo wir über den Hügel Mlačni Hrib allmählich hinunter zum Etappenort Razdrto gelangten. Der Berg Nanos, das Ziel des Folgetages, war schon gut auszumachen. 

Blick nach Razdrto und zum Berg Nanos,
dem Gipfel des Folgetags

Nach dem grossen, lärmigen Steinbruch gelangten wir ins Dorf, wo wir uns in der Bar des Camping Mirjam Pizza und kühle Getränke bestellten. Leider werden hier keine Zimmer mehr vermietet, aber der Platzwart erzählte uns, dass er eingerichtete Zelte anbietet. Doch wir zogen weiter über einen Trampelpfad durch die Wiesen weiter zum etwas ausserhalb gelegenen Weiler Hudičevec, wo wir im Ekoturizem ein Zimmer gebucht hatten. Der Empfang im Familienbetrieb war sehr freundlich, auf Bestellung kann auch ein Nachtessen vor Ort eingenommen werden.


Über Wiesenwege von Razdrto nach Hudičevec

Ekoturizem Hudičevec, unsere Unterkunft

Tourendaten:
Strecke 20.1 km
Aufstieg 567 Hm, Abstieg 431 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 20 Min., davon in Bewegung 5 Std. 15 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R3 (Variante von Razdrto weiter nach Hudičevec)

GPS-Track:

Montag, 17. Juli 2023

Via Alpina: Pesek - Matavun

 


Da uns auch am Montag wieder ein heisser Tag erwartete, hatten wir den Wecher auf 5 Uhr gestellt. Nach einem improvisierten Frühstück auf dem Balkon verliessen wir das Hotel Pesek um 6 Uhr morgens. Anstatt wie auf dem Via-Alpina-Track angegeben der vielbefahrenen Überlandstrasse SS14 nach Krvavi Potok zu folgen, wählten wir die viel angenehmere Abkürzung auf dem Feldweg über die grüne Grenze. Die Abzweigung ist ausgangs Pesek auf der linken Strassenseite, beim Parkplatz eines ehemaligen Restaurants. Die Morgentemperaturen waren sehr angenehm, so dass wir schnell vorankamen. Vorbei an Perückensträuchern und schönen Magerwiesen, in denen sich Feldhasen tummelten, erreichten wir die verfallene Kirche Sveti Tomaz.

Von Pesek über die grüne Grenze nach Slowenien

Morgenstimmung beim Aufstieg auf den Hügel zu den
Ruinen der Kirche Sv. Tomaža (St. Thomas)

Der Weg führte in angenehmer Steigung hinauf zum Berg Kokos mit der Alpenvereinshütte. Gleich hinter der Hütte ging es in relativ direkter Linie wieder talwärts nach Škibini, wo die Strasse nach Lipica führt, das für die Zucht der Lipizzaner-Pferde berühmt ist. Vor Lipica, beim Anblick der ersten typischen Weissen Pferdezäune, bogen wir rechts auf einen Fussweg ab, der hineinführte in den bewaldeten Karst. Eine wunderschöne Ebene!

Hütte auf dem Berg Kokoš

Bei Lipica, bekannt für die Lipizzaner-Pferde

Durch bewaldete Karstgebiete

Vorbei an der Jama Vilenica (Feenhöhle, nur an Wochenenden und Feiertagen geöffnet) gelangten wir bald zur Ortschaft Lokev. Die Sonne brannte inzwischen heiss. Beim Tabor-Turm machten wir eine Hitzepause im Schatten eines Baumes. Über Asphaltstrassen und Kieswege erreichten wir schliesslich unser Tagesziel Matavun. Die Wegweiser auf der Strecke zeigen deutlich zu lange Wanderzeiten an, was uns sehr verunsichert hatte. Wir bezogen unser Zimmer im gemütlichen Hostel Skrla, duschten und bestellten als Mittagessen getoastetes Brot mit lokal produzierten Zutaten: eingelegten Zwiebeln, Schinken und hausgemachten Speck, Salsitz.

Sympathische Herberge: Hostel Škrla in Matavun,
in unmittelbarer Nähe der Höhlen von Škocjan gelegen

Um 16 Uhr besuchten wir die Führung durch die berühmten Höhlen von Skozjan, die vom Hostel Skrla aus fussläufig zu erreichen sind. Eine Online-Reservierung empfiehlt sich, die Höhlen sind absolut beeindruckend: riesige Säle mit Stalaktiten und Stalagmiten. Am Ende der Führung gelangt man in eine unterirdische Schlucht und folgt auf einem in den Felsen gehauenen Weg dem Fluss. Die Reka verschwindet in die Höhlen und taucht in Italien unter anderem Namen wieder auf, wo sie nur zwei Kilometer später in die Adria mündet. Leider durften wir die wunderschöne Szenerie nicht fotografieren. Der Rundgang dauert 1 ½ Stunden, danach stehen drei Varianten für den Ausstieg zur Wahl. Wir wählten Nummer 2 und erreichten in 20 Minuten wieder das Dorf.

Der Fluss Reka verschwindet in den
beeindruckenden Karsthöhlen von Škocjan 

In den Höhlen von Škocjan darf leider nicht fotografiert
werden - Blick vom Höhlenausgang in die Schlucht


Tourendaten:
Strecke 21.1 km
Aufstieg 397 Hm, Abstieg 464 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 50 Min., davon in Bewegung 5 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
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Reiseführer Via Alpina: R2 (ab Pesek)


GPS-Track: