Dienstag, 14. August 2012

Via Alpina: Lauterbrunnen - Golderli

Der 14. Tag unserer Via Alpina-Fernwanderung begann mit einem typisch englischen Frühstück im Bed & Breakfast Chalet Rosa. Neben Brötchen und englischer marmelade gab es scrambled eggs. Die freundliche Gastgeberin lieh den asiatischen Touristen, die einen Ausflug auf das Jungfraujoch geplant hatten, eine warme Jacke und einen kleinen Rucksack aus. Wir studierten die Karte und planten unseren Tagesmarsch, der uns von Lauterbrunnen nach Mürren und über die Sefinenfurgge zum Golderli bei der Griesalp führte.

Von der Grütschalp nach Mürren
Wir machten es uns bequem und nahmen die Seilbahn von Lauterbrunnen hinauf zur Grütschalp. Um 9 Uhr wanderten wir die gemütliche Strecke der Eisenbahnlinie entlang nach Mürren. Uns bot sich ein prächtiger Blick auf Lauberhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau.

Mürren mit Lauberhorn und Eiger

Mürren ist eine Sonnenterrasse mit weltberühmtem Panorama. Das idyllische Dorfbild (vor allem der hintere Teil mit den alten, sonnengebräunten Holzhäusern) zieht Touristen aus aller Welt an. Nach der Talstation der Schilthornbahn führt die Via Alpina steiler bergan. Allmählich lichten sich die Reihen der Amerikaner und Japaner. Die Bergstation des Schilthorns, bekannt als Piz Gloria aus dem James Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", war von Wolken umhüllt und zeigte sich nur kurz für eine Minute.

Steiler Aufstieg von der Spielbodenalp zum Bryndli

Von der Spielbodenalp zur Rotstockhütte
Bei der Spielbodenalp geht es in Spitzkehren steil hinauf zum Bryndli. Oben auf dem Grat angekommen, genossen wir unser Mittagessen aus dem Rucksack: Brot, Käse und frische Zwetschgen.

Tiefblick nach Gimmelwald, hinten die Jungfrau

Das berühmte Dreigestirn

Oben quert man, bei schönem Blick auf die Gebirgswelt, einen steilen Hang und gelangt zur Rotstockhütte.

Gspaltenhorn

Rotstockhütte

Über die Sefinenfurgge
Nach der Hütte beginnt der steile Aufstieg zur Sefinenfurgge. Dieser Bergübergang, den wir um 14.30 Uhr erreichten, ist ein steiler, brösliger Schiefergrat: schwarz und hoch (2612 m).

Aufstieg zur Sefinenfurgge

Bergidylle

Zum Glück ist der Abstieg in Richtung Griesalp durch Treppenstufen aus Holz massiv entschärft worden. So stiegen wir sicheren Schrittes das steile Schuttfeld hinunter.

Abstieg von der Sefinenfurgge in Richtung Griesalp

Blumenteppich

Weiter unten folgten wir dem Bach zur Alp "Obere Dürreberg". Leider war sie bei unserer Ankunft nicht bewirtet, denn unsere Getränkeflaschen waren inzwischen leer. So zogen wir weiter in Richtung Griesalp im Kiental.

Bärtige Wegelagerer

Um 17 Uhr erreichten wir die Pension Golderli, wo wir ein gemütliches Doppelzimmer reserviert hatten. Das alte Berggasthaus mit seinen knarrenden Bretterböden strahlt viel Charme aus.

Unser Abendessen (Karottensuppe, Terrine, Schweinsbraten mit Kartoffelstock, Tiramisu) wurde durch einen dramatischen Vorfall um eine Stunde unterbrochen: Ein Gast am Nebentisch erlitt einen Schwächeanfall. Er wurde durch eine zufällig anwesende holländische Krankenschwester vorbildlich betreut, bis die Ambulanz eintraf. Der Patient überstand die Sache zum Glück unbeschadet - wir sollten ihn später in Kandersteg nochmals treffen...

Berggasthaus Golderli


Tourendaten:
Strecke 24 km
1437 m Aufstieg, 1380 m Abstieg
8 Std. unterwegs
Reiseführer Via Alpina: R69 (Teil, bis Griesalp)


Hyperlinks:
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GPS-Track:

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