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Dienstag, 23. September 2025

Via Alpina: Plätzwiese - Seekofelhütte

Beim Gumpalboden, im Hintergrund die drei Zinnen


Der dritte Wandertag auf der Via Alpina 2025 begann für uns mit einem ausgiebigen Frühstück um 7:30 Uhr im Hotel Hohe Gaisl. Gut gestärkt machten wir uns eine Stunde später auf den Weg zur Seekofelhütte, während uns der Himmel zunächst mit strahlendem Blau begrüsste. Glücklicherweise hatte sich der Wetterbericht über Nacht zu unseren Gunsten geändert – das für den Mittag angekündigte Gewitter war kein Thema mehr. So entschieden wir uns, wie ursprünglich geplant, für die Normalroute auf dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 3 anstelle der alternativen, leichteren Strecke untenrum über das Brückele.

Der erste Kilometer führten uns durch die wunderschöne Parklandschaft der Plätzwiese, deren Weite und Schönheit uns beeindruckte. Bei der Stolla Alm zweigt der Weg nach Westen ab. Besonders beeindruckte uns die Aussicht auf das mächtige Kar, das zwischen der Gumpalspitze und der Hohen Schlechtgaisl liegt. Und immer wieder schweifte unser Blick beim Aufstieg zurück zu den markanten Drei Zinnen in der Ferne.

Sonniger Start auf der Plätzwiese

Hohe Gaisl

Berggasthof Plätzwiese

Erste Wolken ziehen auf

Blick zurück zum Plätzwiesensattel

Letzter Blick zurück zu den Drei Zinnen

Hangquerung unter der Schlechtgaisl

Im Laufe des Vormittags zogen immer mehr Wolken auf. An der Gaiselleite, unterhalb des Gaisele, war der Weg sehr gut gesichert, da diese Passage recht ausgesetzt verläuft. Kurz darauf erreichten wir den Bereich des Felssturzes an der Kleinen Gaisl, wo am 17.08.2016 rund 1,6 Millionen Kubikmeter Fels bis zum Wanderweg heruntergestürzt waren. Der ursprüngliche Weg ist seither unpassierbar, doch eine neue Route umgeht die verschüttete Zone etwas unterhalb. Schon bald kamen wir an der äusserst gemütlichen Rossalmhütte an. Hier gönnten wir uns ein warmes Mittagessen und unterhielten uns angeregt mit anderen Gästen.

Drahtseilgesicherte Stelle bei der Gaiselleite

Gaiselleite, Blick zurück


Felssturz Kleine Gaisl 2016 (1.6 Mio. m3)

Gemütliche Berghütte Rossalm

Gestärkt setzten wir unseren Weg fort und stiegen über spannende Felsbänder zum Fosses Riedl (Cocodain-Scharte) auf. Von dort führte ein hübscher Höhenweg direkt zur Seekofelhütte (Rifugio Biella), die am Fuss der Ofenmauer liegt. Auf den letzten 500 Metern begann es leicht zu nieseln, doch wir erreichten die Hütte noch trocken und mussten keinen Regenschutz anlegen.

Zusatztank einer P-47 Thunderbolt

Der Seekofel, in Wolken gehüllt

Bei der Cocodain-Scharte

Die Seekofelhütte (Rifugio Biella) selbst ist einfach eingerichtet und aufgrund ihrer Lage am Dolomiten-Höhenweg Nr. 1 stets gut besucht – eine frühzeitige Reservation ist unbedingt zu empfehlen. Nach einem gemütlichen Apéro und einem straff organisierten Nachtessen legten wir uns bereits früh schlafen, um für die nächste Etappe gut ausgeruht zu sein.

Unser Tagesziel, die Seekofelhütte (Rifugio Biella)


Tourendaten:
Strecke 12.6 km
Aufstieg 834 Hm, Abstieg 503 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 40 Min., davon in Bewegung 4 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
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Reiseführer Via Alpina: zweiter Teil von R28

GPS-Track:

Montag, 22. September 2025

Via Alpina: Dreizinnenhütte - Plätzwiese

Querung ins Helltal


Die Dreizinnenhütte ist bestens auf den grossen Andrang von Wandernden vorbereitet. Das Frühstück wurde nicht als Buffet gereicht, sondern stand bereits am Tisch bereit – so konnten wir zügig aufbrechen. Unser Tagesziel war die Plätzwiese. Um 7:45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Das Wetter zeigte sich noch von seiner passablen Seite: Es war leicht bewölkt, aber immer wieder liessen sonnige Abschnitte die Landschaft erstrahlen.

Der erste Abschnitt führte steil hinab zum Zirmboden. Von dort folgten wir dem langen Verlauf des Rienztals, stets entlang des Bergbaches, durch hübsche Lärchenwälder, bis wir schliesslich die Strasse im Höhlensteintal (Landro) erreichten. Beim Hotel Dreizinnenblick überquerten wir die Staatsstrasse SS51. Hier begann der nächste Anstieg: Auf einem schmalen Pfad ging es durch den Wald steil hinauf zum Militärklettergarten und von dort weiter in zahlreichen Spitzkehren in Richtung Strudelkopf.

Abstieg von der Dreizinnenhütte zum Rienzboden

Schwabental / Val Rinbon

Am Rienzbach

Vogelbeere

Wiederaufstieg vom Höhlensteintal
zum Militärklettergarten

Ein besonderer Höhepunkt dieser Etappe war die nun folgende Querung ins Helltal. Der Steig ist zwar recht ausgesetzt, aber hervorragend mit Holzbrücken und Stahlseilen gesichert, sodass wir diesen Abschnitt gut meistern konnten. Im Helltal wanderten wir an alten Militärbefestigungen vorbei und stiegen weiter hinauf zum Strudelkopfsattel.

Tunnel ins Helltal

Dratseilgesicherter Steig


Immer gut aufpassen

Inzwischen setzte leichter Regen ein, zum Glück jedoch nicht allzu heftig. Dennoch verzichteten wir vorsichtshalber auf eine Mittagspause und setzten unseren Weg zügig fort. Bereits nach kurzer Zeit erreichten wir die wunderschön gelegene Plätzwiese, die für Anwohner und Hotelgäste auch mit dem Auto zugänglich ist.

Die Dürrensteinhütte hatte bereits Saisonschluss, und auch im Berggasthof Plätzwiese waren keine Betten mehr verfügbar. Daher entschieden wir uns für ein Zimmer im stilvollen Hotel Hohe Gaisl, das uns mit ¾-Pension, Sauna, Schwimmbad und einem Speisesaal aus viel altem Holz einen angenehmen Komfort bot – ein wahrer Genuss nach einem langen Wandertag.


Blick zur Plätzwiese, hinten links die Hohe Gaisl

Dürrensteinhütte, rechts davor die ehemalige Festung

Hotel Hohe Gaisl auf der Plätzwiese

Tourendaten:
Strecke 17.9 km
Aufstieg 866 Hm, Abstieg 1'272 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 30 Min., davon in Bewegung 5 Std. 20 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
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Reiseführer Via Alpina: R27 und Beginn von R28

GPS-Track: