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Freitag, 3. August 2012

Via Alpina Prolog: Voralp - Sargans

Tag 3 unseres Via-Alpina-Projekts, und es regnete leicht! Der Wetterbericht versprach Aufhellungen im Tagesverlauf, was uns zuversichtlich stimmte. Unsere Tagesetappe, der Abschluss unseres Prologs, führte auf der Strecke des Rheintaler Höhenwegs vom Voralpsee über Hüseren nach Sargans.

Abmarsch bei leichtem Regen
Nach dem Frühstück im Kurhaus schnürten wir unsere Schuhe und marschierten um 8:30 Uhr auf einem schönen Waldpfad abwärts, dann folgten wir einem Kiessträsschen wieder hinauf und querten schliesslich zum Alprestaurant Valspuus, das wir um 10:00 Uhr erreichten. Unterwegs konnten wir einen Fuchs beobachten, der sich aber flink aus dem Staub machte.

Mystische Stimmung

Berghaus Malbun abgebrochen
Das Berghaus Malbun, knapp eine Wanderstunde von Valspuus entfernt, präsentierte sich als riesige Baustelle. Der beliebte Ausgangspunkt für Berg- und Skitouren am Buchserberg war komplett abgerissen worden und befand sich nun im Rohbau. In einem Container wurde ein Kiosk mit behelfsmässigem Restaurant für Bauarbeiter und Wanderer eingerichtet.

Vom Berghaus Malbun führt ein Waldpfad steil abwärts, danach geht es auf Waldsträsschen angenehm weiter nach Hüseren. Wir erreichten diese Siedlung am Mittag. Das Wetter hatte inzwischen aufgeklart, und so gönnten wir uns auf der Terrasse des gemütlichen Berggasthauses Gemsli Gulaschsuppe und Älplermagronen mit Salat.

Zuchtgänse bei Hüseren

Am Nachmittag wanderten wir auf relativ eben dem Sevelerberg entlang zum Kaiseriloch. Unterwegs konnten wir Rehe beobachten. Nach Überschreitung des Sevelerbachs geht es in leichtem Auf und Ab zum Berggasthaus Aufstieg.

Rehe auf der Flucht

Weiter führt der Weg an der Bergwirtschaft Lafadarsch vorbei und steigt nun nochmals spürban an, da die steilen Bachtobel weiter oben gequert werden müssen.

Blick über den Rhein zum Regitzer Spitz

Erste Schritte auf der Via Alpina
Durch den Gonzenwald führt ein gepflegter Weg hinunter nach Sargans. Schon bald war das Schloss mit seinem markanten Bergfried sichtbar. Unterhalb des Schlosses gelangt man zu einer schönen Kapelle, neben der ein Kneippbad eingerichtet ist. Wir wussten diese Annehmlichkeit zu schätzen und badeten unsere müden Füsse.

Sargans

In Sargans betraten wir erstmals die offizielle Route der Via Alpina, der wir nun bis ins Berner Oberland folgen würden. Die Nacht verbrachten wir in einem sehr geräumigen Hotelzimmer im Hotel Post im Zentrum von Sargans.


Erste Schritte auf der Via Alpina


Tourendaten:
Heute rund 30 km, 9 Std. unterwegs

Hyperlinks:
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GPS-Track:

Mittwoch, 1. August 2012

Via Alpina Prolog: Widnau - Staubern

Endlich - der erste Tag unseres lange erwarteten Weitwanderprojekts! Und gleich zu Beginn steht eine Tour de Force mit 35 km und 12 Stunden Tagespensum. Susannes Rucksack wog 7 kg (ohne Essen und Getränke), meiner satte 9.5 kg.

Prolog zur Via Alpina
Während die eigentliche Via Alpina von Sargans ins Berner Oberland bestens dokumentiert ist, handelt es sich bei unserem Prolog um eine selbst ausgesuchte Route, bei der wir die Wanderzeiten und Tagesetappen selbst abschätzen und einteilen mussten. Dabei orientierten wir uns stark am Rheintaler Höhenweg, wählten jedoch den schönen Wetter und der Aussicht zuliebe den Abstecher über den Hohen Kasten.

Auf dem Rheintal-Höhenweg zur Kristallhöhle
Wir marschierten zu Hause in Widnau um 06.15 Uhr ab und konnten beim Durchqueren der Riedlandschaft einen Feldhasen, zwei Störche und einen Bussard beobachten. Nach einer Stunde erreichten wir Schloss Grünenstein in Balgach und schwenkten dort in den Rheintaler Höhenweg ein.

Schloss Weinstein, Marbach
Der Höhenweg beschreibt einen grossen Bogen dem Talgrund entlang und streift in ständigem Auf und Ab immer wieder die Dorfränder. Wir wurden belohnt mit Ausblicken auf die gewohnte liebliche Landschaft und mit weiteren Tierbeobachtungen (Rehe, Blindschleiche).

Marktgasse in Altstätten

Wir folgten dem Höhenweg bis zum Tanzboden, bei der Abzweigung zur Kristallhöhle, und zweigten dort ab in Richtung Kamor. 

Über Montlinger Schwamm und Kamor zum Hohen Kasten
Zuerst führt ein schöner schattiger  Weg zum Oberrieter Strüssler, dann geht es steil hinauf zum Montlinger Schwamm, was in der Mittagshitze kein Zuckerschlecken war. Zur Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns im Gasthaus einen garnierten Wurst-Käse-Salat und kühle Getränke.

Blick zurück zum Hohen Kasten
Die Route führte uns weiter über den Kamor zum Sattel des Hohen Kasten und dann dem spektakulären Gratweg entlang zum Bergasthaus Staubern, das wir um 18.10 Uhr erreichten. Unterwegs genossen wir die schönen Ausblicke nach Westen in den Alpstein und nach Osten zu den Drei Schwestern.

Der Sämtisersee

Höhenfeuer beim Berggasthaus Staubern
Das Berggasthaus Staubern war die einzige Unterkunft, die wir im Voraus gebucht hatten. Die Rechnung ging auf. Es war der 1. August, der Schweizer Nationalfeiertag, die Fernsicht war gut und erlaubte nachts Tiefblicke ins Rheintal, wo grosse Mengen an Feuerwerk aufblitzten. Auf der Staubernkanzel, dem Gipfel über dem Berggasthaus, entfachten Kletterer ein Höhenfeuer. Dem Gratweg entlang brannten Finnenkerzen, und vor der Hütte wurde zu später Stunde ebenfalls ein Feuerwerk gezündet.

Staubern mit Berggasthaus und Stauberenkanzel

Nach dem guten Nachtessen und dem Feuerwerksrummel sanken wir bald müde und erschöpft ins Bett.


Tourendaten:
Wanderzeit 11 Std. 55 Min. Davon 3 Std. Pausen.
35.4 km, 1747 Hm

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GPS-Track:

Sonntag, 13. Mai 2012

Wandern auf dem Rheintal-Höhenweg

Der Rheintaler Höhenweg ist eine gut ausgeschilderte 6-tägige Wanderroute von Rorschach bis nach Sargans. Eine gute Beschreibung dazu ist auf der Wandersite zu finden.

Ideal im Frühling
Der Höhenweg bietet sich insbesondere im Frühling an, wenn in den höheren Lagen noch Schnee liegt.
Ausblick aufs Rheintal

Wandern am Hang
Die Route geht bei uns ganz in der Nähe vorbei. Wir sind heute die Teilstrecke von Balgach nach Hinterforst gewandert, dann zurück nach Altstätten und sind anschliessend mit dem Bus wieder zurückgefahren.


Schloss Grünenstein in Balgach
Die angenehme und leicht zu wandernde Strecke führt meist leicht erhöht über das Rheintal und bietet wunderschöne An- und Ausblicke. Ab und zu wird auch der Talgrund wieder gestreift.
Schloss Weinstein in Marbach
Unterwegs auf dem Rheintal-Höhenweg