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Mittwoch, 9. August 2017

Via Alpina: St-Léonard - Vens

Nachts hatte es bis 2 Uhr geregnet, danach wurde es wieder trocken. Unsere Wanderung von der Gemeinde St-Rhémy-en-Bosses, welches an der Passstrasse des Grossen St. Bernhard liegt, ins Aosta-Haupttal begann mit der Suche des richtigen Weges zur Kirche von St-Léonard. Um sicher zu gehen, entschieden wir uns, nochmals kurz zum letzten Wegweiser hinaufzugehen. Dann verliessen wir das kleine Dorf, das im unteren Teil ein paar schöne Steinhäuser vorzuweisen hat, und wanderten hinunter zum Talgrund. Dort folgten wir dem Weg hinauf zur Citrin-Mineralquelle und zum Citrin-Sattel.
Beginn des Aufstiegs beim Weiler Pont
Der Pfad führte uns über einen hübschen Lärchenwald zügig hinauf zu den verfallenen Alpstallungen von Citrin di Mezzo. Die Sonne schien, doch zur Linken hingen ein paar dunkle Wolken an den Bergen. Da wir uns vor einem Gewitter sorgten, legten wir den Weg zum Sattel zügig zurück. Wir folgten der hässlichen Hochspannungsleitung und kamen nach der ebenfalls verfallenen Alphütte von Citrin Damonn schliesslich zum Col Citrin, wo sich der Blick ins Vertosan-Tal öffnet, durch welches wir abstiegen.

Eingestürzte Alpstallungen am Citrin-Pass

Die Passhöhe am Col Citrin

Abstieg in Vertosan-Tal
Nach Or di Jovençan führte uns die Route nochmals leicht aufwärts zum Col du Mont Joux. Die Wegmarkierung war dort nicht immer so klar, wir blieben deshalb im Zweifelsfall immer auf dem Hauptweg. Wir erreichten schliesslich den kleinen See und bogen dort ab zur kleinen Kapelle.

Neugieriges Murmeltier

Kapelle beim Lac du Joux

Waldweg nach Vens
Der Weg führte uns von der Kapelle steil hinunter nach Vens, wo wir zum Glück direkt bei unserer Unterkunft vorbeispazierten, dem Hotel Vagneur. Wir waren nämlich irrtümlich der Meinung, es sei weiter unten im Tal bei Cérellaz. Das Hotel war ein schönes Steinhaus mit viel Charme, einer Sonnenterrasse und schönem Panorama. Am Abend wurde die Speisekarte mündlich vom Chef persönlich vorgetragen - eine schriftliche Karte gab es leider nicht. So wählten wir halt aus dem grossen Angebot etwas aus, das wir mit unseren Sprachkenntnissen identifizieren konnten. Das Essen schmeckte uns ausgezeichnet.

Vens

Ausblick vom Hotel Vagneur ins Gran-Paradiso-Gebiet


Tourendaten:
Strecke 17.5 km
Aufstieg 1184 Hm, Abstieg 965 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 25 Min, davon in Bewegung 5 Std. 10 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R83 (Teil)

GPS-Track:

Dienstag, 8. August 2017

Via Alpina: Bourg-St-Pierre - St-Léonard

Wetterbedingter Frühstart! Kurz nach 6 Uhr morgens marschierten wir ohne Frühstück los. Der Wetterbericht hatte für den Nachmittag Gewitter angekündigt, und so wollten wir rechtzeitig über den Grossen St.-Bernhard-Pass gelangen. Wir verliessen das geschichtsträchtige Bourg-St-Pierre und wurden ausgangs Dorf wegen Strassenarbeiten auf die linke Talseite umgeleitet. Bereits auf dem Weg zum Stausee Lac des Toules fing es zu regnen an. Blitz und Donner erschreckten uns. Wir streiften unsere Regenpelerinen über und folgten der einfachen Route, auf welcher auch der Pilgerweg Via Francigena über den Pass führt.


Starker Regen und Gewitter am Lac des Toules

Pfad zum Grossen St. Bernhard
Unterwegs hatte es leider nirgends Unterstände, und so marschierten wir den ganzen Weg bis zum Hospiz des Grossen St. Bernhard durch. Der Regen prasselte einmal stärker, dann wieder schwächer auf uns nieder und verschonte uns zwischendurch auch wieder. Ein kühler Wind blies über den Pass und senkte die Temperatur deutlich ab. Beim Hospiz machten wir eine lange Pause, denn es regnete inzwischen wieder in Strömen. So hatten wir genügend Zeit für einen Besuch im Hospiz-Museum, wo auch die berühmte Bernhardinerhundezucht zu sehen ist. Danach gönnten wir uns ein Mittagessen in der Auberge, bevor wir um 14 Uhr wieder die Pelerinen überstreiften und über die italienische Grenze hinunter ins Aostatal wanderten.

Die berühmten Bernhardinerhunde im Hospizmuseum

Das Hospiz des Grossen St. Bernhard
Der Weg führt, oft in Sichtweite der Passstrasse, hinunter ins romantische Dorf St-Rhémi mit seinen Steinhäusern. Da das hübsche Hotel Suisse schon ausgebucht war, wanderten wir weiter zum Weiler St-Léonard, einem Ortsteil der Gemeinde St-Rhémy-en-Bosses. Dort befindet sich an einer Autobahnraststätte das Hotel Le Relais du Pèlerin, das wir zu Fuss über einen schäbigen Hintereingang erreichen konnten. Es liegt zwar an der Strasse, doch unser Zimmer war sehr schön. Wir waren froh, unsere nassen Regenkleider zum Trocknen auf den überdachten Balkon hängen zu können. Nach einem hervorragenden Nachtessen legten wir uns früh schlafen.

In den Gassen von Saint-Rhémy en Bosses

Gutes Nachtessen im Relais du Pèlerin


Tourendaten:
Strecke 23.2 km
Aufstieg 1048 Hm, Abstieg 1096 Hm
Zeit unterwegs 10 Std. 10 Min, davon in Bewegung 5 Std. 40 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R82 / R83

GPS-Track: