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Donnerstag, 10. August 2017

Via Alpina: Vens - Valgrisenche / Bonne

Am elften Tag unserer Via-Alpina-Fernwanderung gelangten wir vom Aosta-Haupttal ins Seitental Valgrisenche mit seinem grossen Stausee. Es langer Wandertag mit allerlei Orientierungsschwierigkeiten stand uns bevor.

Morgenstimmung in Vens
In der Nacht hatte es geregnet, und auch am Morgen regnete es noch leicht weiter. Wir genossen das schöne Frühstücksbuffet im Hotel Vagneur und machten uns relativ spät auf den langen Weg, als es aufhörte zu tröpfeln. Wir folgten dem steilen Weg Nr. 18 hinunter in Richtung Cerellaz, erwischten aber einen falschen Abzweiger und folgten einem Suonenweg, der uns zu weit westlich führte. Teilweise über die asphaltierte Strasse erreichten wir den schmucken Weiler Plan. Als wir dort fotografierten, lud uns ein freundlicher älterer Herr zum Kaffee in seinem Steinhäuschen ein. Er erzählte, dass der Weiler bis auf ein einziges Haus unbewohnt und verfallen war und dann von Enthusiasten wieder liebevoll restauriert wurde.

Kaffeepause bei netten Gastgebern in Plan
Im Abstieg regnete es nochmals zehn Minuten lang, die Pelerinen wurden nur kurz gebraucht. Wir erreichten schliesslich Cerellaz und schliesslich den Hauptort Avise. Dort verliessen wir versehentlich kurz die offizielle Wanderroute und nahmen die erste Brücke über die Dora Baltea nach Runaz.

Unter den Weinreben von Avise

Aufstieg von Runaz nach Lolair
Dort fanden wir zurück zum Wanderweg und stiegen steil durch den Wald auf zum Naturschutzgebiet Lac Lolair. Das Seelein liegt schön eingebettet in einem Felsenkessel. Wir querten unter den Felsen des Monte Colombo auf einem abenteuerlichen Weg hinauf nach Baulin. Von dort folgten wir der Strasse hinab nach La Clusaz und nach Planaval, einem Bergdorf am Fusse des Rutor.

Naturschutzgebiet Lac Lolair

Aussichtspunkt

Planaval

Brücke bei Revers
Die Wolken hatten sich ein wenig gelichtet, und stellenweise drückte sogar die Sonne durch. Bei Revers besichtigten wir einen Gletschertopf und überquerten die Brücke über die Dora di Valgrisenche. Danach folgten wir der Alta Via N. 2 delle Valle d'Aosta.

Mach mal Pause!

Prariond
Bei Prariond gerieten wir fälschlicherweise wieder auf die andere Seite des Baches, folgten kurz der Strasse und querten nach dem Weiler La Béthaz wieder zurück nach Darbelley und Gerbelle. Schliesslich erreichten wir den Hauptort Valgrisenche, der unterhalb der Staumauer des Lac de Beauregard liegt. Wir deckten uns im Laden mit Wanderproviant ein und suchten danach unsere Unterkunft. Wir waren schon recht müde und mussten nun feststellen, dass das Hotel Perret rund 150 Höhenmeter weiter oben im Ortsteil Bonne liegt. Zuerst ging es durch einen kleinen Strassentunnel, dann folgten wir dem Wanderweg nach Bonne. Im Hotel wurden wir freundlich empfangen und fanden ein geräumiges Zimmer mit grossem Bad vor.

Das Hotel Perret oberhalb von Valgrisenche im Ortsteil Bonne


Tourendaten:
Strecke 25.3 km
Aufstieg 1402 Hm, Abstieg 1323 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 40 Min, davon in Bewegung 7 Std. 15 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R83 / R84

GPS-Track:

Mittwoch, 9. August 2017

Via Alpina: St-Léonard - Vens

Nachts hatte es bis 2 Uhr geregnet, danach wurde es wieder trocken. Unsere Wanderung von der Gemeinde St-Rhémy-en-Bosses, welches an der Passstrasse des Grossen St. Bernhard liegt, ins Aosta-Haupttal begann mit der Suche des richtigen Weges zur Kirche von St-Léonard. Um sicher zu gehen, entschieden wir uns, nochmals kurz zum letzten Wegweiser hinaufzugehen. Dann verliessen wir das kleine Dorf, das im unteren Teil ein paar schöne Steinhäuser vorzuweisen hat, und wanderten hinunter zum Talgrund. Dort folgten wir dem Weg hinauf zur Citrin-Mineralquelle und zum Citrin-Sattel.
Beginn des Aufstiegs beim Weiler Pont
Der Pfad führte uns über einen hübschen Lärchenwald zügig hinauf zu den verfallenen Alpstallungen von Citrin di Mezzo. Die Sonne schien, doch zur Linken hingen ein paar dunkle Wolken an den Bergen. Da wir uns vor einem Gewitter sorgten, legten wir den Weg zum Sattel zügig zurück. Wir folgten der hässlichen Hochspannungsleitung und kamen nach der ebenfalls verfallenen Alphütte von Citrin Damonn schliesslich zum Col Citrin, wo sich der Blick ins Vertosan-Tal öffnet, durch welches wir abstiegen.

Eingestürzte Alpstallungen am Citrin-Pass

Die Passhöhe am Col Citrin

Abstieg in Vertosan-Tal
Nach Or di Jovençan führte uns die Route nochmals leicht aufwärts zum Col du Mont Joux. Die Wegmarkierung war dort nicht immer so klar, wir blieben deshalb im Zweifelsfall immer auf dem Hauptweg. Wir erreichten schliesslich den kleinen See und bogen dort ab zur kleinen Kapelle.

Neugieriges Murmeltier

Kapelle beim Lac du Joux

Waldweg nach Vens
Der Weg führte uns von der Kapelle steil hinunter nach Vens, wo wir zum Glück direkt bei unserer Unterkunft vorbeispazierten, dem Hotel Vagneur. Wir waren nämlich irrtümlich der Meinung, es sei weiter unten im Tal bei Cérellaz. Das Hotel war ein schönes Steinhaus mit viel Charme, einer Sonnenterrasse und schönem Panorama. Am Abend wurde die Speisekarte mündlich vom Chef persönlich vorgetragen - eine schriftliche Karte gab es leider nicht. So wählten wir halt aus dem grossen Angebot etwas aus, das wir mit unseren Sprachkenntnissen identifizieren konnten. Das Essen schmeckte uns ausgezeichnet.

Vens

Ausblick vom Hotel Vagneur ins Gran-Paradiso-Gebiet


Tourendaten:
Strecke 17.5 km
Aufstieg 1184 Hm, Abstieg 965 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 25 Min, davon in Bewegung 5 Std. 10 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R83 (Teil)

GPS-Track: