Sonntag, 20. Mai 2012

Velotour ins Bangser Ried

Die Ilgenblüte im Bangser Ried ist ein Naturspektakel, das jährlich viele Besucher anlockt. Millionen von sibirischen Schwertlilien, im Dialekt Ilgen genannt, setzen blaue Farbtupfer in die Riedwiesen.

Dem Rhein entlang
Von Widnau aus geht es mit dem Fahrrad via Kriessern nach Montlingen und weiter dem Rhein entlang nach Büchel. Dort überquert man den Rhein. Kurz nach dem Zollamt zweigt rechts, gleich vor dem Bach, ein Natursträsschen ins Bangser Ried ab. Über Riedwege gelangt man, je nach Lust und Laune, bis nach Ruggell im Fürstentum Liechtenstein.
Die Illmündung in den Rhein
Millionen von Schwertlilien
Die blauen Ilgen in den Feldern setzen einen wundervollen Kontrast zu den Schneebergen im Hintergrund.
Sibirische Schwertlinien im Bangser Ried
Rückfahrt über Feldkirch-Nofels
Nach einer Mittagsrast beim Gasthof Löwen in Nofels radelten wir der Ill entlang zum Illspitz, dort weiter dem Rhein entlang nach Mäder. Hier überquerten wir wieder die Grenze nach Kriessern und kehrten nach Widnau zurück.
Blaue Farbtupfer in prachtvollen Wiesen
Tourendaten:
Widnau - Bangs - Nofels 24 km (2 Std.)
Nofels - Widnau 20 km (1 Std. mit Rückenwind)

Samstag, 19. Mai 2012

Mountainbiketour Montlinger Schwamm - Ruhsitz

Nachdem Mitte Mai die letzten Schneeflecken auf 1300 m Höhe verschwunden sind, empfiehlt sich diese schöne Mountainbiketour. Sie ist bis zum Montlinger Schwamm technisch sehr einfach und zeichnet sich durch prächtige Ausblicke ins Rheintal und zum Alpstein aus.

Zum Montlinger Schwamm 1127 m
Von Widnau geht es zuerst flach im Talboden über Altstätten nach Kobelwies. Ab hier steigt die Strasse (grösstenteils asphaltiert, teilweise Naturstrasse) steil hinauf zur Neuenalp und zum Montlinger Schwamm. Bis dorthin ist die Strasse auch für den motorisierten Verkehr offen.

Der Montlinger Schwamm
Das Bergrestaurant mit gemütlicher Terrasse verlockt den müden Biker zur ausgiebigen Rast.
Blick ins Rheintal

Überquerung zum Ruhsitz
Beim Schwamm geht die Strasse weiter via Rutschwald, wo links via Brunnenberg nach Rüthi abgezweigt werden könnte, hinauf nach Troboden. Hier zweigt ein gut signalisierter Wanderweg, die Höhe haltend, zum Ruhsitz ab.
Überquerung zum Ruhsitz
Die Fahrt durch ein kleines Waldstück ist technisch schon etwas anspruchsvoller. Im Hintergrund leuchten die Schneeberge des Alpsteins: Säntis, Altmann usw. Auch im Restaurant Ruhesitz, genannt "Risi", lässt es sich gemütlich einkehren.

Der Ruhsitz
Rückweg über Eggerstanden - Eichberg
Der Heimweg führt vorerst auf dem gleichen Weg zurück zum Montlinger Schwamm und zur Neuenalp. Dort zweigt man links ab und folgt dem Mountainbikeweg nach Eggerstanden. Weiter geht es über Hengsttobel - Schwend - Eichberg zurück ins Rheintal und via Altstätten nach Widnau.
Kamor, Resspass und Fähnerenspitz
Tourendaten
Höhen: Widnau 405m / Montlinger Schwamm 1127m / Übergang 1290m / Ruhesitz 1279m
Anstieg gesamt ca. 900m
Widnau - Montlinger Schwamm 24.5 km (2 Std. 10 Min.)
Montlinger Schwamm - Ruhsitz 4.7 km (45 Min.)
Ruhsitz - Widnau 30.6 km (2 Std.)

Sonntag, 13. Mai 2012

Wandern auf dem Rheintal-Höhenweg

Der Rheintaler Höhenweg ist eine gut ausgeschilderte 6-tägige Wanderroute von Rorschach bis nach Sargans. Eine gute Beschreibung dazu ist auf der Wandersite zu finden.

Ideal im Frühling
Der Höhenweg bietet sich insbesondere im Frühling an, wenn in den höheren Lagen noch Schnee liegt.
Ausblick aufs Rheintal

Wandern am Hang
Die Route geht bei uns ganz in der Nähe vorbei. Wir sind heute die Teilstrecke von Balgach nach Hinterforst gewandert, dann zurück nach Altstätten und sind anschliessend mit dem Bus wieder zurückgefahren.


Schloss Grünenstein in Balgach
Die angenehme und leicht zu wandernde Strecke führt meist leicht erhöht über das Rheintal und bietet wunderschöne An- und Ausblicke. Ab und zu wird auch der Talgrund wieder gestreift.
Schloss Weinstein in Marbach
Unterwegs auf dem Rheintal-Höhenweg

Samstag, 12. Mai 2012

Klettergarten Nofels

Bei Feldkirch-Nofels, gleich oberhalb des Tennisplatzes, liegt ein abwechslungsreicher Klettergarten. Er bietet Routen in den Schwierigkeitsgraden 3- bis 6a+.
Viel Betrieb am Freitagabend

Schattige Lage
Die Anlage, die erst vor wenigen Jahren eingerichtet wurde, liegt im Areal eines ehemaligen Steinbruchs. Der Fels ist angenehm griffig, und die Routen sind sehr abwechslungsreich. Die Bäume bieten angenehmen Schatten an warmen Tagen.
Im Vorstieg
Leicht zu erreichen
Das Auto kann beim Tennisplatz an der Steinbruchgasse in Feldkirch-Nofels parkiert werden, einfach beim Restaurant Engel abbiegen und beim Tennisplatz ganz hinten rechts parken. Von dort erreicht man in einer Minute die Felswand.

Blick hinunter zum Sichernden
Routeninfos:


Routeninfos Klettergarten Nofels

Freitag, 11. Mai 2012

Velotour zum Jannersee

Der Riedsee im Lauteracher Ried, besser bekannt als Jannersee, ist ein lohnendes Ziel für eine abendliche Fahrradtour. Er ist von Widnau aus via Lustenau über schöne Radwege in ca 1 Std. zu erreichen, die ab Dornbirn mehr oder weniger entlang der Rheintalautobahn in Richtung Lauterach führen. Vor Lauterach biegt man links ab - die eher schlechte Ausschilderung erschwert die Zielsuche für Ortsunkundige.
Die Jausenstation Jannersee
Gemütliche Jausenstation
Der Jannersee liegt im Landschaftsschutzgebiet. Ein gemütliches Gartenrestaurant liegt direkt am Seeufer und lockt Radfahrer und andere Ausflügler an. Es hat von April bis Oktober täglich geöffnet. Neben der Jausenstation kann im See gebadet werden.

Abendstimmung am See
Rückweg
Der Heimweg führt entweder auf der gleichen Strecke zurück. Man kann jedoch auch in Richtung Hard zum Fischerheim am Schleienloch fahren und bei Fussach über die Brücke. Der Radweg führt entlang der Westseite des Rheins über die grüne Grenze bei St. Margrethen und weiter bis nach Widnau.

Tourendaten
Widnau - Jannersee - Schleienloch - Widnau 36 km 
Zeit 2x ca. 1 Std.

Sonntag, 22. April 2012

Skitour aufs Flüela-Wisshorn

Das Flüela-Wisshorn ist ein schöner 3000-er und bietet alles, was es für eine unvergessliche Frühlingsskitour braucht: Prächtiges Panorama, anspruchsvoller Gipfelanstieg zu Fuss mit kleiner alpinistischer Einlage auf dem Gipfelgrat, herrliche Pulverschneeabfahrt über den Jörigletscher und eine schöne Firnabfahrt zur Passstrasse.

Start bei Tschuggen am Flüelapass
Die Flüelapassstrasse hat im April meistens noch Wintersperre, doch die Zufahrt bis Tschuggen ist normalerweise befahrbar. Ab hier geht es der Strasse entlang bis Rossboden. Falls die Strasse offen ist, kann man auch direkt hier parkieren. Ab Rossboden geht es über den Kessel westlich des Flüela-Wisshorns über die Winterlücke zum Skidepot. Der steile Gipfelanstieg zu Fuss ist eine konditionelle Herausforderung.

Steil hinauf zum Gipfel (links unten der Jörigletscher)
Schmaler Gipfelgrat
Vom Vorgipfel führt ein schmaler Grat zum Hauptgipfel, der nur wenig höher liegt. Dabei gilt es, einen kleinen Felsblock zu überqueren, der den Weg versperrt.

Grat zum Wisshorn-Hauptgipfel

Mutig über die heikle Stelle auf dem Grat
Die Wäschchuchi-Rundtour
Viel schöner als die Abfahrt entlang der Aufstiegsroute ist die sogenannte Wäschchuchi-Rundtour. Dabei fährt man auf dem Jörigletscher bis zu den Jöriseen ab. Wir fanden gestern tiefen Pulverschnee auf dem Gletscher vor und zeichneten voller Freude unsere Spuren ins Weiss. Von den Jöriseen stiegen wir zu einer kleinen Gratlücke südlich von Pt. 2771 auf, der sogenannten Wäschchuchi.
Das Flüela-Wisshorn mit Jörigletscher, von der Wäschchuchi aus gesehen
Von dort geht es, typischerweise auf Firn, das Müllersch Tälli hinunter zum Rossboden an der Passstrasse und weiter nach Tschuggen.
Skigenuss

Abfahrt zum Flüelapass
Tourendaten
Gipfelhöhe Flüela-Wisshorn 3085 m
Start bei Tschuggen an der Flüelapassstrasse
Aufstieg zum Skidepot 970 Hm (2 Std. 30 Min.)
Gipfelanstieg zu Fuss 157 Hm (Aufstieg 45 Min., Abstieg 20 Min.) 
Abfahrt über den Jörigletscher zu den Jöriseen 440 Hm (50 Min. inkl. Mittagspause)
Aufstieg Wäschchuchi 260 Hm (40 Min.)
Abfahrt nach Tschuggen 790 Hm (1 Std., gemütlich)

Freitag, 13. April 2012

Skitourenwoche am Oberalppass

Ausgangspunkt unserer Skitourenwoche war der Leuchtturm beim Oberalppass. Einfallsreiche Touristiker machen mit diesem Nachbau des alten Leuchtfeuers von Hoek van Holland auf die nahe Rheinquelle aufmerksam und wollen damit einen Rheinfrachter in die Alpen locken.
Leuchtturm am Oberalppass
Ostermontag auf dem Pazolastock (oder Piz Nurschalas)
Im Restaurant Alpsu beim Skigebiet durften wir überschüssiges Gepäck bis zum nächsten Tag deponieren. Nach Kaffee und Kuchen ging es bei leichter Bewölkung in südwestlicher Richtung zum Pazolastock. Vom Gipfel sieht man schön ins Urserental jenseits des Passes. Eine rassige Abfahrt führte uns hinunter in die Ebene von Plidutscha. Von dort erreichten wir nach kurzem Aufstieg die gut ausgestattete Maighelshütte, wo wir freundlich empfangen wurden.
Blick vom Pazolastock zur Maighelshütte SAC
Piz Badus - Quellberg des Vorderrheins
Am Dienstagmorgen erwartete uns bereits die Sonne vor der Maighelshütte. Die im Süden wabernde Bewölkung wurde vom Wind erfolgreich zurückgehalten.

Im Aufstieg zum Piz Badus
Beim Aufsteig zum Piz Badus, auch Six Madun genannt, wurde der Himmel immer blauer und machte die Tour zum Genuss.
Das Wetter klart auf
Pièce de résistance war das etwas ausgesetzte Gratstück vom Skidepot zum Gipfel. Die anschliessende Abfahrt führte am Mittag wieder hinunter zur Maighelshütte.
Die letzten Meter auf den Piz Badus geht es zu Fuss
Piz Cavradi zum Dessert
Am Nachmittag überschritten wir den Hausberg der Maighelshütte in nördlicher Richtung. Der Wind blies schon stärker, und die Bewölkung nahm zu. Die Abfahrt nach Tschamut war überraschend angenehm. In den tiefer gelegenen Hängen erwartete uns schön zu fahrender Sulzschnee.

Ankunft in Tschamut
Das Hotel Rheinquelle in Tschamut war bis Freitag Ausgangspunkt für unsere weiteren Unternehmungen. Tschamut ist ein winziges Dorf, liegt an der Bahnlinie der Matterhorn-Gotthard-Bahn und eignet sich deshalb gut als Basis.

Schlechtwetterprogramm am Mittwoch
Da es am Mittwoch schneite, nutzten wir den Tag für eine kleine Schlechtwettertour von Tschamut zum Oberalppass. Der Aufstieg erfolgte teilweise entlang der Passstrasse, die immer noch Wintersperre hatte. Den Nachmittag verbrachten wir mit Wellness im Bad Sedrun.
Schlechtwettertour zum Oberalppass
Bei Kaiserwetter auf den Piz Máler
Der Wetterbericht sagte für Donnerstag ein Schönwetterfenster voraus. Wir fuhren von Tschamut mit den Skiern zum Golfplatz bei Selva ab. Danach folgte ein sehr steiler, kräfteraubender Aufstieg zur Alp Nual. Im unteren Teil hatten wir im steilen Gelände ausgiebig Gelegenheit, Spitzkehren zu üben.

Weiter oben wird es wieder flacher und etwas hügelig, was die Orientierung nicht immer ganz einfach macht. Den Gipfelgrat bestiegen wir zu Fuss. Auf die letzten Meter zum Gipfelkreuz mussten wir verzichten, da zu viel Neuschnee auf den Steinblöcken lag und die Besteigung zu gefährlich machte.

Kraxelei zum Piz Máler
Was nun folgt, das die schönste Abfahrt des ganzen Winters. Überall lag frischer Pulverschnee, und unverspurte Hänge liessen die Herzen höher schlagen. Wir fuhren bis zur Bahnstation nach Dieni ab und nahmen von dort den Zug nach Tschamut.
Genussreiche Pulverschneeabfahrt
Heimreise am Freitag
Am Freitag wollten wir eigentlich vom Skigebiet Disentis aus den Oberalpstock besteigen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir traten deshalb bereits am Vormittag die Heimreise an.


Tourendaten Montag
Anreise zum Oberalppass mit der Bahn
Gipfelhöhe Pazolastock 2740 m
Aufstieg Pazolastock 700 Hm (2 Std.)
Abfahrt nach Plidutscha 680 Hm (40 Min.)
Aufstieg Maighelshütte 250 Hm (1 Std.)
Übernachtung in der Maighelshütte

Tourendaten Dienstag
Gipfelhöhe Piz Badus 2928 m
Aufstieg Maighelshütte zum Piz Badus 670 Hm (2 Std.)
Abfahrt zurück zur Maighelshütte, inkl. kurzer Gegenanstieg zur Hütte, (40 Min.)
Gipfelhöhe Piz Cavradi 2612 m
Aufstieg Maigelshütte zum Piz Cavradi 300 Hm (45 Min.)
Abfahrt nach Tschamut 990 Hm (45 Min.)
Übernachtung im Hotel Rheinquelle in Tschamut

Tourendaten Mittwoch
Höhe Oberalppass 2033 m
Aufstieg Tschamut zum Oberalppass 390 Hm (1 Std. 40 Min.)
Abfahrt zurück nach Tschamut 30 Min.
Übernachtung im Hotel Rheinquelle in Tschamut

Tourendaten Donnerstag
Gipfelhöhe Piz Máler 2790 m
Abfahrt Tschamut nach Denter Auas, zwischen Selva und Dieni, 175 Hm (30 Min.)
Aufstieg Piz Máler 1320 Hm (4 Std. 40 Min.)
Abfahrt nach Dieni 1350 Hm (2 Std. inkl. Pause)
Rückfahrt von Dieni nach Tschamut mit der Bahn

Link:
Onlinekarte Swisstopo