Sonntag, 17. Juli 2016

Via Alpina: Feldkirch - St. Gerold

Diesen Sommer hatten wir eine Woche Ferien zur Verfügung zur Fortsetzung unseres Via-Alpina-Projekts. Wie immer zum Start einer Weitwanderung waren wir äusserst erwartungsvoll und gleichzeitig angespannt. Wetter, Wege, Knie und Füsse, Übernachtungsmöglichkeiten – würde wohl alle Faktoren mitspielen und uns wie schon in den letzten Jahren ein rundum gelungenes Wanderabenteuer bescheren?

Etappenstart in Feldkirch unter der Schattenburg
Der erste Wandertag begann mit Kaiserwetter, was die Nervosität sofort verfliegen liess. Für die ganze Woche wurde viel Sonnenschein vorhergesagt. Wir deckten uns am Bahnhof des betriebsamen Vorarlberger Städtchens Feldkirch mit Brötchen und Gebäck ein und wanderten zu Füssen der Schattenburg zur Illschlucht. Am Klettergarten vorbei ging es nach Stein und zum Schildried.

Illschlucht: Wanderweg unter der Hauptverkehrsachse zum Arlberg

Liebliches Walgau

Unterwegs nach Satteins
Der Start unserer Route war recht flach und unspektakulär. Die Temperaturen stiegen, und wir gelangten über Satteins nach Röns, einem kleinen Dorf, wo die Welt noch in Ordnung ist. Gleich nach Röns assen wir auf einer Sitzbank unter einem schattigen Nussbaum unser Mittagsbrot. Frisch gestärkt marschierten wir ins schöne Schnifis und dort erstmals etwas steiler aufwärts, zuerst unter der Seilbahn, dann in östlicher Richtung nach Thüringerberg am Eingang des Grossen Walsertals. Dort fand ein grosses Feuerwehrfest statt mit Mannschaften aus der Region, zum Teil in historischen Uniformen.

Blick zu den Drei Schwestern (Via Alpina R56 / R57)

Alpaka mit kühnem Haarschnitt

Waldlichtung zwischen Schnifis und Thüringerberg

Bezirksfeuerwehrfest in Thüringerberg
Weiter ging es der Strasse entlang, dann ein steiles Tobel hinunter, wieder hinauf und später nochmals durch ein Tobel zu unserem Tagesziel St. Gerold.

Überquerung eines steilen Bachtobels zwischen Thüringerberg und St. Gerold

Blick von St. Gerold nach Raggal auf der gegenüberliegenden Talseite
In der Benediktinerprobstei, einer Filiale des Klosters Einsiedeln, fanden wir ein schönes Gästezimmer. Die Räume der Probstei waren frisch renoviert und beeindruckten uns. Ein wahrer Kraftort! Auf der schönen Terrasse des Wirtshauses genossen wir die Abendsonne, danach schwammen wir im alten Hallenbad ein paar Längen. Um 18.30 Uhr wurde den Hausgästen auf der Terrasse ein hervorragendes Nachtessen serviert.

Die Propstei St. Gerold, unsere Unterkunft

Naives Altarbild des Künstlers Ferdinand Gehr

Skulptur im Hof der Propstei St. Gerold

Tourendaten:
Strecke 21.6 km
Aufstieg 759 Hm, Abstieg 394 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 55 Min, davon in Bewegung 5 Std. 35 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R55

GPS-Track:

Via Alpina rot von Feldkirch nach Oberstdorf

Nachdem wir in den Vorjahren entlang des roten Wegs der Via Alpina von Feldkirch im Vorarlberg bis nach Vernayaz im Wallis gewandert waren, setzten wir 2016 den Weg ab Feldkirch in die Gegenrichtung fort.

Die Strecke führte uns zuerst ganz sanft ansteigend vom Illtal durch das Walgau ins Grosse Walsertal, danach auf alpinen Pfaden bis nach Oberstdorf in den Allgäuer Alpen, der südlichsten Gemeinde Deutschlands.

Das Wetterglück war diesmal auf unserer Seite, es war meistens sonnig und warm, nur am letzten Wandertag regnete es am Morgen. In fünf Tagen wanderten wir 92 km weit, stiegen rund 4'100 Höhenmeter auf und 3'700 Höhenmeter ab.

Unsere Wanderetappen 2016:
Wir wanderten diesen Sommer folgende Etappen des Fernwanderwegs (bitte anklicken, um den Hyperlinks zu folgen):
  1. Feldkirch - St. Gerold (R55)
  2. St. Gerold - Buchboden (R54)
  3. Buchboden - Schröcken (R53)
  4. Schröcken  - Mindelheimerhütte (R52)
  5. Mindelheimerhütte - Oberstdorf (Variante von R51)
Der Widderstein in den Allgäuer Alpen


GPS-Track:



Nachtrag 2024:
Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt.


Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:
2026 - roter Weg von Antholz Mittertal nach Schwaz
2025 - roter Weg von Moos bei Sexten nach Antholz Mittertal
2024 - roter Weg von Arnoldstein zum Helm nach Sexten
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2022 - roter Weg von Terme di Valdieri nach Monaco
2018 - roter Weg von Modane nach Terme di Valdieri
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden

Sonntag, 22. Mai 2016

Mountainbike-Wochenende Ruinaulta

Vor rund 10'000 Jahren donnerten beim Flimser Bergsturz über 10'000 Mio. Kubikmeter Fels ins Tal und begruben den Vorderrhein unter einer mehrere hundert Meter dicken Schuttmasse. Im Lauf der Jahrhunderte schnitt sich der Fluss tief in das Gestein ein und formte die eindrückliche Rheinschlucht, auf rätoromanisch "Ruinaulta" genannt.

Den VW-Camper parkten wir beim empfehlenswerten Campingplatz Trin-Mulin an schönster Lage. Beeindruckend ist das liebevoll gestaltete Erdhaus, in dem sich das Restaurant und die sanitären Anlagen befinden.

Samstag, 21. Mai 2016: Rheinschlucht-Runde

Interessante und spannende Runde entlang des Vorderrheins, die schöne Einblicke in die Schlucht bietet.

Camping Trin-Mulin, Rezeption im Erdhaus

Lockeres Einrollen bei Trin-Mulin

Kurze Schiebepassage

Die Rheinschlucht in ihrer vollen Pracht

Strasse nach Versam

Rheinschlucht, hinten der markante Flimserstein

Blühende Frühlingslandschaft

Der Caumasee bei Flims

Aussichtsplattform Il Spir bei Conn

Tourendaten Samstag - Rheinschlucht-Runde:
Strecke 48.6 km, Aufstieg 1266 Hm
Zeit total 6 Std. 25 Min., davon in Fahrt 4 Std. 10 Min.
Strecke: Trin-Mulin - Digg - Tamins - Reichenau - Zault - Versam - Valendas - Tuora - Murschetg - Lag la Cauma - Conn - Trin-Mulin

Link:

GPS-Track - Rheinschlucht-Runde:




Sonntag, 22. Mai: Grosser Ride im Canyon

Anspruchsvolle, aber sehr eindrückliche Tour durch die Schlucht, zum Teil mit kurzen Tragepassagen.

Hinweis: Bikern wird empfohlen, die Trails in der Schlucht und von Mutta Sura nach Conn zwischen 10 und 16 Uhr nicht zu befahren.

Aufstieg zur Eisenbahnbrücke zwischen Isla Bella und Chli Isla

Bizarre Kalksteinklippen in der Rheinschlucht


Il Spir - diesmal von unten fotografiert

Unterwegs im Auenwald

Beim Flussknie von Chli Isla

Über der Bahnlinie und dem Vorderrhein
Casti Aspermont in Sagogn

Bereit zur Heimfahrt - die Bikes sind verladen

Tourendaten Sonntag - grosser Ride im Canyon:
Strecke 39.3 km, Aufstieg 1090 Hm
Zeit total 6 Std. 45 Min., davon in Fahrt 4 Std. 05 Min.
Strecke: Trin-Mulin - Pintrun - Chli Isla - Station Versam - Station Valendas - Castrisch - Ilanz - Schluein - Sagogn - Tuora - Conn - Pintrun - Trin-Mulin

Link:

GPS-Track - Grosser Ride im Canyon:

Freitag, 6. Mai 2016

Zweitageswanderung über die Appenzeller Hügel

Im Frühling, wenn im Gebirge noch Schnee liegt, lässt sich im Appenzeller Vorder- und Mittelland bereits bestens wandern. Unsere Zweitageswanderung führte uns von der Haustüre in Widnau über die liebliche Appenzeller Hügellandschaft bis nach Wartensee bei Rorschach. Unzählige Gasthäuser am Wegrand verlocken die Wanderer zur genussvollen Einkehr.

Samstag, 5. Mai 2016: Von Widnau auf den Hohen Hirschberg

Rössli Balgach

Über dem Rheintal

Bärlauchblüte

Hebrig, Blick nach Gais

Aufstieg zum Hohen Hirschberg

Genussvolles Frühlingswandern

Zimmer im Gasthaus Hoher Hirschberg
Im Abendglühen: Sigel, Marwees, Altmann und Säntis


6. Mai 2016: Vom Hohen Hirschberg nach Wartensee

Morgenstimmung beim Hohen Hirschberg

Abstieg vom Hirschberg mit Alpsteinpanorama

Gais

Glückliche Kühe

Wiesenwanderweg zum Gäbris

Von Ferne lacht der Bodensee

Landhausidylle

Honnerlag'scher Doppelpalast bei Trogen

Im Chastenloch

Der Gupf

Naturfreundehaus Kaien (nur am Wochenende geöffnet)

Blick auf Heiden und den Bodensee

Abendsonne und Bodenseeblick: Restaurant Windegg bei Wartensee

Bahnstation Wartensee, Heimreise mit dem Zug

Tourendaten:

1. Tag: Widnau - Hoher Hirschberg
Strecke 24.4 km, Aufstieg 1405 Hm, Abstieg 717 Hm
Gesamtzeit 9 Std. 5 Min., davon in Bewegung 6 Std. 15 Min.
Route: Widnau - Balgach - Knollhausen - Fegg - St. Anton - Haggen - Landmark - Suruggen - Schwäbrig - Sommersberg - Oberzwislen - Hoher Hirschberg

2. Tag: Hoher Hirschberg - Wartensee
Strecke 25 km, Aufstieg 958 Hm, Abstieg 1575 Hm
Gesamtzeit 9 Std. 50 Min., davon in Bewegung 6 Std. 50 Min.
Route: Hoher Hirschberg - Zwislen - Gais - Obergais - Gäbris - Chastenloch - Rehetobel - Kaienspitz - Lachenweg - Heiden - Christhus - Landegg - Unterwienacht - Wartensee / Windegg

Links:
Restaurant St. Anton Oberegg
Restaurant Sommersberg
Gasthaus Hoher Hirschberg (mit zwei schönen Gästezimmern und Massenlager)
Gasthaus Oberer Gäbris

GPS-Track: