Montag, 22. September 2025

Via Alpina: Dreizinnenhütte - Plätzwiese

Querung ins Helltal


Die Dreizinnenhütte ist bestens auf den grossen Andrang von Wandernden vorbereitet. Das Frühstück wurde nicht als Buffet gereicht, sondern stand bereits am Tisch bereit – so konnten wir zügig aufbrechen. Unser Tagesziel war die Plätzwiese. Um 7:45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Das Wetter zeigte sich noch von seiner passablen Seite: Es war leicht bewölkt, aber immer wieder liessen sonnige Abschnitte die Landschaft erstrahlen.

Der erste Abschnitt führte steil hinab zum Zirmboden. Von dort folgten wir dem langen Verlauf des Rienztals, stets entlang des Bergbaches, durch hübsche Lärchenwälder, bis wir schliesslich die Strasse im Höhlensteintal (Landro) erreichten. Beim Hotel Dreizinnenblick überquerten wir die Staatsstrasse SS51. Hier begann der nächste Anstieg: Auf einem schmalen Pfad ging es durch den Wald steil hinauf zum Militärklettergarten und von dort weiter in zahlreichen Spitzkehren in Richtung Strudelkopf.

Abstieg von der Dreizinnenhütte zum Rienzboden

Schwabental / Val Rinbon

Am Rienzbach

Vogelbeere

Wiederaufstieg vom Höhlensteintal
zum Militärklettergarten

Ein besonderer Höhepunkt dieser Etappe war die nun folgende Querung ins Helltal. Der Steig ist zwar recht ausgesetzt, aber hervorragend mit Holzbrücken und Stahlseilen gesichert, sodass wir diesen Abschnitt gut meistern konnten. Im Helltal wanderten wir an alten Militärbefestigungen vorbei und stiegen weiter hinauf zum Strudelkopfsattel.

Tunnel ins Helltal

Dratseilgesicherter Steig


Immer gut aufpassen

Inzwischen setzte leichter Regen ein, zum Glück jedoch nicht allzu heftig. Dennoch verzichteten wir vorsichtshalber auf eine Mittagspause und setzten unseren Weg zügig fort. Bereits nach kurzer Zeit erreichten wir die wunderschön gelegene Plätzwiese, die für Anwohner und Hotelgäste auch mit dem Auto zugänglich ist.

Die Dürrensteinhütte hatte bereits Saisonschluss, und auch im Berggasthof Plätzwiese waren keine Betten mehr verfügbar. Daher entschieden wir uns für ein Zimmer im stilvollen Hotel Hohe Gaisl, das uns mit ¾-Pension, Sauna, Schwimmbad und einem Speisesaal aus viel altem Holz einen angenehmen Komfort bot – ein wahrer Genuss nach einem langen Wandertag.


Blick zur Plätzwiese, hinten links die Hohe Gaisl

Dürrensteinhütte, rechts davor die ehemalige Festung

Hotel Hohe Gaisl auf der Plätzwiese

Tourendaten:
Strecke 17.9 km
Aufstieg 866 Hm, Abstieg 1'272 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 30 Min., davon in Bewegung 5 Std. 20 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R27 und Beginn von R28

GPS-Track:

Sonntag, 21. September 2025

Via Alpina: Moos bei Sexten - Dreizinnenhütte

Dreizinnenhütte - Ausblick vom Zimmerfenster


Unsere Anreise begann am Vortag: Mit Bahn und Bus reisten wir aus der Schweiz über Innsbruck und Arnbach ins Sextental. Die Vorfreude darauf, unser langjähriges Via-Alpina-Wanderprojekt fortzusetzen, war riesig. Die Nacht verbrachten wir im Hotel Drei Zinnen in Moos bei Sexten – einem alten, aber liebevoll gepflegten Viersternhotel, das uns mit seinem besonderen Charme beeindruckte. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir kurz nach acht Uhr voller Energie in unseren Wandertag.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir zunächst von Moos durch den Wald hinauf zur ehemaligen Werk Haideck. Diese Festung wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgetragen, um Baumaterial für den Wiederaufbau des beschädigten Dorfs Sexten zu gewinnen. Anschliessend führte unser Weg durch wunderschöne, lockere Lärchenwiesen ins Fischleintal, ein beliebter Ausgangspunkt für Tageswanderer, die ebenfalls den Aufstieg zu den Drei Zinnen antreten.

Blick von Moos auf die Sextner Sonnenuhr
Einserkofel links der Bildmitte

Herrliche Lärchenwiesen im Fischleintal,
im Hintergrund links der Zwölferkofel

Talschlusshütte

Um 10 Uhr erreichten wir die Talschlusshütte, die zu dieser Zeit jedoch noch im Schatten lag, weshalb wir auf eine Rast verzichteten. Die beeindruckende Szenerie der mächtigen Dolomitengipfel – Elferscharte, Einserkofel und Langlahnspitze – umrahmte das Tal und hinterliess einen bleibenden Eindruck.

Von der Talschlusshütte stieg der Weg plötzlich steiler an. Durch das Altensteiner Tal, vorbei am Wasserfall bei der Bödenalpe, ging es weiter bergauf. Nach den idyllisch gelegenen Bödenseen erreichten wir schon bald die Dreizinnenhütte (Rifugio Locatelli).

Altensteiner Tal mit Wasserfall

Einserkofel und Oberbacher Spitze

Bödensee im Toblinger Riedl

Touristen-Hotspot Dreizinnenhütte (Rifugio Locatelli)

Vor der Hütte herrschte reger Betrieb – viele Wandernde genossen das traumhafte Wetter. Auf der Terrasse gönnten wir uns ein kleines Mittagessen und liessen den herrlichen Blick auf die berühmten Drei Zinnen auf uns wirken. Anschliessend suchten wir uns einen sonnigen Platz etwas unterhalb der Hütte, wo wir uns hinsetzten und die Aussicht genossen.

Um 16 Uhr checkten wir in die voll besetzte Hütte ein. Unsere frühzeitige Reservation zahlte sich aus: Wir erhielten ein kleines Privatzimmer mit direktem Blick auf die Drei Zinnen – ein krönender Abschluss eines eindrucksvollen Tages.


Gebaut an bester Aussichtslage

Gemütlicher Nachmittag am Aussichtspunkt


Tourendaten:
Strecke 11.8 km
Aufstieg 1'088 Hm, Abstieg 35 Hm
Zeit unterwegs 4 Std. 55 Min., davon in Bewegung 3 Std. 30 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: Zweiter Teil von R26


GPS-Track:

Samstag, 20. September 2025

Via Alpina rot von Moos nach Antholz Mittertal

Als begeisterte Fernwanderer absolvierten wir 2025 zum elften Mal einen Abschnitt auf der Via Alpina, welche den gesamten Alpenkamm von Triest bis Monaco durchquert. Wir knüpften in den Sextner Dolomiten an, wo unsere Vorjahresetappe geendet hatte. 

Vom Weiler Moos stiegen wir zur vielbesuchten Dreizinnenhütte auf, die einen prächtigen Ausblick auf die ikonischen Nordwände der Drei Zinnen bieten. Es folgen weitere Dolomiten-Highlights wie die Plätzwiese und der Pragser Wildsee. Bei Welsberg verlässt die beeindruckende Route die Dolomiten und wechselt in die Villgrater Berge: zuerst ins stillere Gsieser Tal und danach ins Antholzer Tal.

In fünf Wandertagen absolvierten wir dieses Jahr 83 km Strecke, 4'450 Höhenmeter Aufstieg und 4'570 Höhenmeter Abstieg. Im Antholzer Tal mussten wir unser Projekt vorzeitig abbrechen, weil in der Rieserfernergruppe bereits früh im Jahr Schnee gefallen war.


Unsere Wanderetappen 2025

Wir legten dieses Jahr folgende Etappen des Fernwanderwegs zurück (anklicken, um den Links zu folgen):

  1. Moos bei Sexten - Dreizinnenhütte
  2. Dreizinnenhütte - Plätzwiese
  3. Plätzwiese - Seekofelhütte
  4. Seekofelhütte - Ausserpichl im Gsieser Tal
  5. Ausserpichl - Antholz Mittertal


Hinweis zur Via Alpina:

Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt. Unser diesjähriger Wanderabschnitt wurde im Wegnetz nicht verändert.


Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:

2024 - roter Weg von Arnoldstein zum Helm bei Sexten
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2022 - roter Weg von Terme di Valdieri nach Monaco
2018 - roter Weg von Modane nach Terme di Valdieri
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2016 - roter Weg von Feldkirch nach Oberstdorf
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden


GPS-Track:

Samstag, 12. Juli 2025

Mountainbiketour zur Rhäzünser Alp Sura


Höhepunkt dieser mittelschweren Mountainbike-Tour in Graubünden ist der prächtige Panoramablick von der Rhäzünser Alp Sura auf die Glarner Alpen. Diese Aussicht muss aber mit einem ziemlich anstrengenden, kontinuierlichen Aufstieg verdient werden. Offizieller Ausgangspunkt zur Rundtour ist Rhäzüns am Hinterrhein, wir starteten jedoch im Nachbardorf Bonaduz.

Bei der Alp il Bot gibt es ein kleines Alprestaurant sowie die Möglichkeit, Alpkäse zu kaufen. Die Abfahrt beginnt zuerst sachte über Alpsträsschen, bevor die sehr schönen Singletrails zurück ins Tal führen.

Kirche Sogn Paul in Rhäzüns

Kontinuierliche Steigung über Kiesstrassen

Abstecher zum kleinen Bergsee Lag Miert

Tunnel bei Rusnas da Nev

Ausblick zum Calanda

Höchster Punkt: Rhäzünser Alp Sura

Prächtige Aussicht zum Vorab und Ringelspitz

Verdiente Pause mit Studium des Panoramas

Einkehr bei der Alp il Bot

Schöne Singletrails durch den Wald bei Scardanal

Grosser Fahrspass bei der Abfahrt


Tourendaten:
Höchster Punkt: Rhäzünser Alp Sura 1769 m ü.M.
Strecke 24.6 km, 1145 Hm Auf- und Abstieg
Zeit unterwegs 4 Std. 20 Min., davon in Bewegung 2 Std. 45 Min.

Route: Bonaduz (Parkplatz Versamerstrasse) - Rhäzüns - Culms da Razén - Lag Miert - Sella Sura - Rhäzünser Alp Sura - Alp il Bot - Salums - Prau Videun - Ratiras - Bonaduz


GPS-Track:

Samstag, 5. Juli 2025

Mountainbike-Tour zu Alp Valpun



Schöne und gut ausgeschilderte Mountainbike-Rundtour Nr. 323 ums Chrüz mit prächtigem Bergpanorama. Der Aufstieg ab Schiers im Prättigau erfolgt grossteils über asphaltierte Strassen. Bei der Alp Valpun beginnt ein angenehmer Singletrail hinunter nach Stelserberg, wo es beim Berghaus zum See eine Einkehrmöglichkeit gibt. Weiter geht es zur Bushaltestelle Crals, wo man in östlicher Richtung nach Pardiela abbiegt. Dort beginnt ein anspruchsvoller, steiler und recht langer Singletrail, der über Stoffaburg hinunter nach Lunden führt.

Wer eine gemütlichere Abfahrt vom Stelserberg sucht, biegt bei Crals in die entgegengesetzte Richtung ab und folgt der asphaltierten Strasse talwärts.

Aufstieg von Buchen im Prättigau

An der Nordostflanke des Chlei Chrüz

Flowiger Singletrail bei der Alp Valpun

Abfahrt nach Stelserberg

Einkehr beim Berghaus zum See in Stelserberg

Intensiv: Singletrail Stoffaburg

Abfahrt über den holprigen Wurzelweg nach Lunden

Tourendaten:
Höchster Punkt: Alp Valpun 1882 m ü.M.
Strecke 29.4 km, 1370 Hm Auf- und Abstieg
Zeit unterwegs 4 Std. 30 Min., davon in Bewegung 3 Std. 25 Min.

Route: Schiers (Parkplatz Industriegebiet) - Lunden - Buchen - Pany - Alp Valpun - Sattel - Stelserberg - Pardiela - Juol - Stoffaburg - Lunden - Schiers

Link:

GPS-Track:

Sonntag, 18. Mai 2025

Zweitägige Velo-Rundtour Degersee und Bodensee


Abwechslungsreiche und landschaftlich beeindruckende zweitätige Dreiländer-Radtour um den Obersee des Bodensees mit Abstecher zu den kleinen Badeseen Degersee und Schleinsee im hügeligen nördlichen Hinterland des Bodensees. Während die Rundtour um den Bodensee eine der beliebtesten Radrouten Europas ist und im Sommer sehr stark befahren wird, geht es im Frühling deutlich ruhiger zu und her. Nochmals einsamer wird es, wenn man die Hauptroute am See bei Lindau verlässt und ins Hinterland ausweicht.


Samstag, 17.05.2025: Widnau - Degersee - Langenargen

Wir erreichten den Bodensee bei Hard und folgten dem Radweg über Bregenz (Drehort des Bond-Films "Ein Quantum Trost") nach Lindau, wo wir hügelaufwärts ins ruhige nördliche Hinterland abbogen. Im Restaurant Degerseestube gönnten wir uns ein gutes Mittagessen direkt am See. Danach ging es an mehreren hübschen Gasthäusern und am benachbarten Schleinsee vorbei über Kressborn wieder zurück zum Bodensee und weiter nach Langenargen, wo wir unser Zimmer im Hotel Meschenmoser bezogen, den Turm des Schlosses Montfort bestiegen und uns im Restaurant Engel in vorzügliches Nachtessen gönnten.

Am Lustenauer Kanal

Mündung der Bregenzer Ach in den Bodensee

Blick von Bregenz auf den Bodensee

Bei Unterreitnau nördlich von Lindau

Einkehr im Restaurant Degerseestube am schönen Degersee

Landschaft zwischen Degersee und Schleinsee

Schleinsee

Am Etappenziel Langenargen am Bodensee

Blick vom Schloss Montfort über den See zum Säntis

Stattlicher Maibaum

Abendstimmung bei Langenargen

Tourendaten Samstag:
Strecke 50.6 km, Anstieg 260 Hm, Abfahrt 260 Hm
Zeit 5 Std. 25 Min., davon in Fahrt 3 Std. 10 Min.
Route: Widnau - Au - Hard - Bregenz - Lindau - Aeschbach - Oberreitnau - Degersee - Schleinsee - Kressbronn - Langenargen



Sonntag, 18.05.2025: Langenargen - Konstanz - Widnau

Von Langenargen fuhren wir zuerst nach Friedrichshafen. Ursprünglich war unser Plan, von die Fähre nach Romanshorn am Schweizer Seeufer zu nehmen, doch wir fühlten uns fit und entschlossen uns, am Nordufer bis nach Meersburg weiterzufahren. Von dort ging es mit der Autofähre nach Konstanz, wo grosse Aufmerksamkeit gefragt ist, um den richtigen Radweg durch die Stadt zu finden. Von Kreuzlingen ging es am idyllischen Schweizer Seeufer wieder zurück nach Rorschach und schliesslich ins St. Galler Rheintal. Eine lange und vielbefahrene Etappe, aber topografisch einfach und gut machbar.

Bei Eriskirch

Wir haben Friedrichshafen erreicht

Der Buchhornbrunnen in der Zeppelinstadt Friedrichshafen

Bei Hagnau am Bodenseeufter

Weingut Haltnau mit Rebhäuschen

Mit der Fähre von Meersburg nach Konstanz

Arbon am Schweizer Bodenseeufer

Der Alte Rhein bei Rheineck


Tourendaten Sonntag:
Strecke 95.5 km, Anstieg 285 Hm, Abfahrt 275 Hm
Zeit 7 Std. 40 Min., davon in Fahrt 6 Std. 10 Min.
Route: Langenargen - Friedrichshafen - Hagnau - Meersburg - Fahrt mit der Fähre - Konstanz - Kreuzlingen - Romanshorn - Arbon - Rorschach - Gaissau - Höchst - Au - Widnau


GPS-Track: