Dienstag, 13. August 2024

Via Alpina: Egger Alm - Nassfeld

Bei der Stutenbodenalm


Das Wetter verwöhnte uns auch weiterhin bei unserem diesjährigen Via-Alpina-Projekt. Um 8.30 Uhr genossen wir ein reichhaltiges Frühstück im Gastgarten des Gasthofs zur alten Käserei. Bereits eine halbe Stunde später brachen wir auf zur Wanderung. Zuerst folgte ein gemütlicher Aufstieg auf der Forststrasse zum Kerstnitzensattel und weiter zum Stallensattel, wo wir die Grenze nach Italien überquerten. 

Frühstück auf der Sonnenterrasse des Gasthofs zur alten Käserei

Unterwegs von der Egger Alm zum Kersnitzensattel

Nach dem Stallensattel traversiert der Weg
am Hang

Der Weg vom Stallensattel zur Stutenbodenalm wird schmaler. Er führt hoch über dem Weissenbach dem Hang entlang. Bei der Querung eines Felsbandes gibt es kurz einige abschüssige, erosionsgefährdete Abschnitte, auf denen erhöhte Vorsicht geboten ist. Erstaunlicherweise begegneten uns Mountainbiker, die ihre Bikes über diese heiklen Stellen tragen wollten. Wenig später begegneten wir einer anderen Via-Alpina-Fernwanderin, die in der Gegenrichtung unterwegs war und mit der wir uns über Reiseerlebnisse austauschten. 

Am Steilhang über dem Weissenbach wird der Weg kurz etwas anspruchsvoller

Umgehung einer abgerutschten Stelle

Sobald der Schultersattel bei der Stutenbodenalm erreicht ist - man befindet sich jetzt wieder in Österreich - geht es leichtfüssig weiter zur Garnitzenalm, wo wir uns ein gutes Mittagessen erhofften. Leider war Ruhetag, und so wanderten wir bei grosser Hitze hinauf zum Garnitzentörl, dessen Funkantenne man schon von weitem sieht. Oben machten wir einen Abstecher zur Bergstation der Gartnerkofelbahn, wo starker touristischer Rummel herrschte. Bei einem kleinen Imbiss in der Berghex beobachteten wir die Kletterer auf dem nahgelegenen Klettersteig.

Garnitzenalm im Skigebiet Nassfeld

Blick vom Speichersee hinauf zum Garnitzentörl

Abstieg vom Garnitzentörl zum Nassfeld

Es folgte ein stark frequentierter Abstieg hinunter zum Nassfeld, dem Ferienort mit dem grössten Skigebiet Kärntens. Wir kamen vorbei an der zugeparkten Watschiger Alm und dem abgebrannten Alpengasthof Plattner und erreichten über die Asphaltstrasse schliesslich unsere Unterkunft, das Hotel Berghof direkt an der österreichisch-italienischen Grenze. 

Nassfeld Gedächtniskapelle

Wir checkten ein, duschten und spazierten danach auf der italienischen Seite des Passes um den nahegelegenen, lieblichen Pramollo-See und gönnten uns im Restauant Wulfenia da Livio einen Aperol Spritz. Nach einem erfrischenden Bad im See kehrten wir zurück in unser Hotel Berghof, wo ein leckeres, reichhaltiges Nachtessen vom Buffett auf uns wartete. 

Lago del Pramollo am Nassfeldpass

Erfrischendes Bad im Lago del Pramollo


Tourendaten:
Strecke 14.7 km
Aufstieg 717 Hm, Abstieg 591 Hm
Zeit unterwegs 6 Std., davon in Bewegung 4 Std.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R18

GPS-Track:

Montag, 12. August 2024

Via Alpina: Feistritzer Alm - Egger Alm



Dritter Wandertag in unserem Via-Alpina-Projekt 2024, das Wetter war wiederum prächtig. Die Wirtsleute der Schutzhütte Oisternig auf der Feistritzer Alm bleiben jeweils über Nacht nicht auf der Hütte, deshalb hatten sie uns das Frühstück schon am Vorabend auf einem Serviertablett bereitgestellt. Wir frühstückten vor dem Haus an der Morgensonne, mit Blick zur lieblichen Alm. 

Morgenstimmung auf der Feistritzer Alm

Nach dem Frühstück wanderten wir hinunter zum hübschen Rifugio Nordio Deffar. Die kleine Abkürzung, welche direkter zur Dolinzaalm führt, hatten wir wohl verpasst. Danach ging es wieder etwas hinauf zum Alpengasthof Starhand auf der Dolinzaalm, welches an diesem Tag Ruhetag hatte. Von dort führte der Weg hinauf zum breiten Starhandsattel.

Abstieg zum Rifugio Nordio-Deffar

Rifugio Nordio-Deffar

Alpengasthof Starhand

Blick zurück zum Oisternig

Beim Starhandsattel

Auf der nordwestlichen Seite des Starhandsattels führt eine neu gebaute Almenstrasse ins Tal, und der auf der Karte eingezeichnete Pfad war zugewachsen. Wir folgten der bequemen Naturstrasse hinunter zur Görtschacher Alm, die recht verlassen aussah. Ab dort waren auf der Almenstrasse Sanierungsarbeiten im Gang. Lastwagen um Lastwagen staubte uns ein, so dass wir froh waren, als wir endlich auf den schmalen Pfad abzweigen konnten, der hinunter zum Bach führt. Leider war der Weg stellenweise stark zugewachsen. Das gleiche Spiel wiederholte sich beim Aufstieg vom Kesselwaldgraben. 

Strassenbauarbeiten vom Starhandsattel zur Görtschacher Alm 

Stark verwachsener Aufstieg vom Kesselwaldgraben

Schwalbenwurz-Enzian

Von der Anhöhe führte der Weg abwärts zur Dellacher Alm. Schon von fern sahen wir das Almgasthaus Pipp und nahmen den direkten Wiesenpfad zum Restaurant. Im einladenden Gastgarten probierten wir die Leberknödelsuppe und das Verhackerte. Nach dieser Stärkung wanderten wir auf der strassenabgewandten Seite des Egger-Alm-Sees zur Egger Alm, wo wir im gemütlichen Gasthaus zur alten Käserei unser Zimmer bezogen und duschten. 

Dellacher Alm mit Almgasthaus Pipp

Egger-Alm-See

Tagesziel: Egger Alm

Unsere Unterkunft: Gasthaus zur alten Käserei

Vom grossen Balkon der alten Käserei aus konnte Nachts ein Spektakel der besonderen Art beobachtet werden: die Perseiden-Schwärme! Am 12. August hatte die Sternschnuppenschauer in Österreich ihren Höhepunkt erreicht.

Tourendaten:
Strecke 19.6 km
Aufstieg 768 Hm, Abstieg 1070 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 25 Min., davon in Bewegung 5 Std. 25 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R17

GPS-Track:

Sonntag, 11. August 2024

Via Alpina: Thörl-Maglern - Feistritzer Alm

Feistritzer Alm,
im Vordergrund die Schutzhütte Oisternig


Nach einer erholsamen Nacht in der Pension Galle in Thörl und einem sehr guten Frühstück starteten wir bei Kaiserwetter zur Tour. Eine lange, aber technisch einfache Tagesetappe erwartete uns. Die Route begann gleich neben unserer Unterkunft und führte uns von Unterthörl nach Oberthörl und anschliessend über Forststrassen und Pfade immer steiler hinauf zum Kapin. 

Die Via Alpina folgt hier dem Karnischen Höhenweg (KHW) 403, der überall sehr gut ausgeschildert ist. Beim Aufstieg zum Kapin bot sich stellenweise ein schöner Ausblick ins Tal und auf die umliegenden Berge, und wir konnten einen Adler beobachten, der seine Kreise zog. Nach dem Kapin erreichten wir die Göriacher Alm, die recht verlassen war. Fast alle Wiesen abgegrast, nur zwei Pferde weideten noch. Auf der Alm, direkt an der österreichisch-italienischen Grenze, war unter einem kleinen Dach eine Glocke aufgehängt. Von diesem schönen Platz schweifte unser Blick hinüber zu den Julischen Alpen.

In Oberthörl erster Hinweis auf die Via Alpina

Steiler Ansteig durch den Wald

Blick zum Dobratsch in den Villacher Alpen

Wir nähern uns der Göriacher Alm

Glocke auf der Göriacher Alm, im Hintergrund die Julischen Alpen mit dem Mangart



Von der Göriacher Alm führte uns ein kleines Fahrsträsschen auf der italienischen Bergseite über eine längere Strecke abwärts, bis plötzlich ein kleiner Pfad rechts kurz hinauf auf den Grat abzweigte. Beim Kapinberg überquerten wir schöne Bergwiesen, danach folgte ein recht steiler und direkter Abstieg zum Bartolo-Sattel, wo wir Pilzsammlern begegneten, die uns bei einem kleinen Schwatz stolz ihre Körbe mit Eierschwämmen und anderen Pilzen zeigten. Der Sattel ist von Italien her mit dem Auto erreichbar und deshalb ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflügler. Es folgte ein langer, eher unspektakulärer Aufstieg über die Forststrasse zur Achomitzer Alm. Über den Pletschasattel wanderten wir auf einem Pfad hinauf zur Kapelle Maria Schnee. Von dort sahen wir bereits unser Tagesziel, die liebliche Feistritzer Alm mit ihren vielen verstreuten Almhütten.

Kühe auf der Achomitzer Alm

Wollkopf-Kratzdistel

Kapelle Maria Schnee

Feistritzer Alm am Oisternig

Eine grosse Herde von Kühen und Pferden tummelte sich auf der grossen Weide. Wir checkten ein in der Schutzhütte Oisternig auf der Feistritzer Alm, stellten die Rücksäcke ins Bettenlager und gönnten uns eine Erfrischung im Gastgarten, der recht gut von Tagesgästen besucht war - es war schliesslich Sonntag. Nach dem Abendessen stellten uns die Wirtsleute das Frühstück für den nächsten Morgen bereit, schlossen das Restaurant zu und verliessen die Alm für die Nacht. Zusammen mit den anderen Übernachtungsgästen - drei Mountainbikern und einer Familie - blieben wir zurück in der kleinen, einfachen Hütte.

Schutzhütte Oisternig auf der Feistritzer Alm

Galoppierende Pferde
Tourendaten:
Strecke 22.3 km
Aufstieg 1848 Hm, Abstieg 794 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 15 Min., davon in Bewegung 6 Std. 30 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: R16

GPS-Track:

Samstag, 10. August 2024

Via Alpina: Arnoldstein - Thörl-Maglern

Schrotturm Gailitz bei Arnoldstein - hier wurden früher
Schrotkugeln im Turmgiessverfahren hergestellt

Nach einer tagfüllenden Anreise mit der Bahn - in Salzburg hatten wir wegen einer Verspätung den Anschlusszug verpasst und mussten zwei Stunden auf den nächsten warten - erreichten wir den Endpunkt unserer letztjährigen Via-Alpina-Reise, den Bahnhof Arnoldstein in Kärnten. 

Von dort wanderten wir am Abend gemütlich im Tal zur Unterkunft in Thörl-Maglern. Bei Stossau hatten wir zwar kurz Mühe, die richtigen Abzweigung zum Wanderweg zu finden, welcher auf der alten Römerstrasse nach Thörl-Maglern führt, doch die Probleme waren schnell gelöst. Bei der hübschen, freistehenden Pfarrkirche von Thörl-Maglern gelangten wir über einen Feldweg dem Bahngleis entlang zur Unterführung bei Unterthörl. 

Gleich dahinter befindet sich die Pension Galle, eine bei Radfahrern, Wanderern und Durchgangsreisenden beliebte Unterkunft. Wir wurden sehr nett empfangen, stellten unsere Rucksäcke ins Zimmer und spazierten danach in 10 Minuten zur italienischen Grenze, wo wir in der Pizzeria Stella in Coccau unser Nachtessen bestellten.

Autobahnbrücke bei Stossau über die Gailitz

Andreaskirche in Thörl-Maglern


Tourendaten:
Strecke 6.4 km
Aufstieg 187 Hm, Abstieg 96 Hm
Zeit unterwegs 1 Std. 45 Min., davon in Bewegung 1 Std. 25 Min.

Hyperlinks:
Reiseführer Via Alpina: Schluss von R15 (Wegvariante ab Arnoldstein)


GPS-Track:

Via Alpina rot von Arnoldstein zum Helm

Der rote Weg der Via Alpina durchquert den gesamten Alpenkamm von Triest bis Monaco. Auch 2024 setzten wir unser langjähriges Wanderprojekt dort fort, wo wir im Vorjahr aufgehört hatten. Vom Dreiländereck bei Arnoldstein (Kärnten) führte uns die Fernwanderung diesmal über den Karnischen Höhenweg Nr. 403 in westlicher Richtung bis an die Dolomiten. Dabei schlängelt die Route immer auf dem Bergkamm der österreichisch-italienischen Grenze entlang. Von Thörl-Maglern bis zum Nassfeld wanderten wir durch liebliche Almen, während die Landschaft danach allmählich alpiner wird. Der populärste Abschnitt des Karnischen Höhenwegs, die Strecke vom Plöckenpass nach Sexten, ist während der Hochsaison stark frequentiert. Die Hütten sollten deshalb schon frühzeitig reserviert werden.

In 11 Wandertagen absolvierten wir dieses Jahr 183 km Strecke, 10’825 Höhenmeter Aufstieg und 9’325 Höhenmeter Abstieg. Generell hatten wir grosses Wetterglück, erst in den letzten drei Tagen bekamen wir etwas Regen oder Bewölkung ab. 

Unsere Wanderetappen 2024:

Wir legten dieses Jahr folgende Etappen des Fernwanderwegs zurück:

  1. Arnoldstein - Thörl-Maglern
  2. Thörl-Maglern - Feistritzer Alm
  3. Feistritzer Alm - Egger Alm
  4. Egger Alm - Nassfeld
  5. Nassfeld - Zollnersee-Hütte
  6. Zollnersee-Hütte - Plöckenhaus
  7. Plöckenhaus - Wolayerseehütte
  8. Wolayerseehütte - Hochweisssteinhaus
  9. Hochweisssteinhaus - Porzehütte
  10. Porzehütte - Obstanserseehütte
  11. Obstanserseehütte - Helm bei Sexten



Hinweis zur Via Alpina:
Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt. Unser diesjähriger Wanderabschnitt wurde im Wegnetz nicht verändert.


Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:
2026 - roter Weg von Antholz Mittertal nach Schwaz
2025 - roter Weg von Moos bei Sexten nach Antholz Mittertal
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2022 - roter Weg von Terme di Valdieri nach Monaco
2018 - roter Weg von Modane nach Terme di Valdieri
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2016 - roter Weg von Feldkirch nach Oberstdorf
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden


GPS-Track:

Freitag, 26. Juli 2024

Velotour 890: Frienisberg-Fernsichtroute

 

Blick von der Schlossmatte über die Aare zum Hasli

Aussichtsreiche Radrundtour ab Hinterkappelen (Wohlen bei Bern). Die südlichen Abschnitte der Tour folgen dem Lauf der Aare bzw. des Wohlensees. Highlight ist der 360°-Panoramablick vom 45 m hohen Chutzenturm auf dem Frienisberg, dem höchsten Holzturm der Schweiz. Bei guter Sicht schweift der Blick über die Alpen, die Stadt Bern, das Seeland und die Jurakette.

Die Route führt grossteils über Asphaltstrassen, rund 10 km sind Naturstrassen.

Zwischen Vorder und Hinter Lindachwald war die Durchfahrt infolge Wegsanierung nicht befahrbar. Leider verpasste ich die signalisierte Umleitung und musste deshalb kurz über einen Waldweg auf eine nahegelegene Strasse ausweichen.

Halenbrücke

Das Korn ist reif

Sonnenblumenfeld

Bei Schüpberg

Der Chutzenturm auf dem Frienisberg

Nach 234 Stufen: grossartiger Ausblick vom Turm

Auf der dritten Aussichtsplattform

Hübscher Platz am Wohlensee

Rast beim Selbstbedienungskiosk Kappelbrücke

Tourendaten:
Höchster Punkt 820 m ü.M. Chutze
Strecke 43 km, 750 Hm Auf- und Abstieg
Zeit 3 Std. 55 Min., davon in Fahrt 2 Std. 50 Min.

Links:

GPS-Track: