Samstag, 25. August 2018

Via Alpina: Guillestre - Refuge Furfande

Eygliers auf der gegenüberliegenden Seite der Guil-Schlucht
Der Wetterbericht prognostizierte für den Vormittag Sonnenschein und für den Nachmittag Bewölkung und eventuell leichten Regen. Nach dem Frühstück im «La Carline» wanderten wir durch die Schlucht wieder zurück auf die andere Seite des Guil nach Eygliers und folgten der Asphaltstrasse. Sie führt spektakulär ausgesetzt dem Felsabhang entlang aufwärts ins kleine Dorf Gros, und wir waren froh, auf dieser schmalen Strasse nicht mit dem Auto fahren zu müssen.

Blick zurück zur Festung Mont-Dauphin

Bergstrasse nach Gros
Als wir Gros erreichten, wurde gerade bei der Kapelle unter freiem Himmel eine Messe gehalten. Wir wanderten weiter, nun auf einer Kiesstrasse, die sich später zu einem Pfad verengte. Der Pfad führte schweisstreibend hinauf, dann wieder abwärts ins Tobel des Valette-Bachs, wo wir Mittagsrast hielten und die Füsse im Wasser abkühlten.

Frosch am Bergbach

Col Garnier 2279 m.ü.M.
Beim Garnier-Sattel, den wir nach einem weiteren steilen Aufstieg erreichten, schweifte unser Blick über die weit über den gegenüberliegenden Hang verstreuten Alphütten von Furfande. Vorbei an Kuhherden und Maiensässen erreichten wir, angetrieben von den ersten Regentropfen, das Refuge de Furfande, wo wir freundlich empfangen wurden.

Die Alpweiden von Furfande

Abendstimmung vor der Furfande-Hütte

Hübsch renoviert: Refuge de Furfande
Die Hütte wurde kürzlich renoviert und bietet nun sogar Duschen. Die Unterkunft war bis auf den letzten Platz besetzt, und wir logierten im Nebenhaus. Uns wurde ein hervorragendes, fantasievoll arrangiertes Nachtessen serviert. Mit unseren Tischnachbarn übten wir fleissig unsere Französischkenntnisse. Nachts klarte der Himmel wieder auf, und der Vollmond beleuchtete eindrucksvoll die Szenerie um die Hütte.

Typisch französisch: Käseplatte zum Abschluss des Nachtessens

Tourendaten:
Strecke 21.3 km
Aufstieg 1673 Hm, Abstieg 476 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 25 Min, davon in Bewegung 7 Std. 55 Min.

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Reiseführer Via Alpina: Variante von R97 (mit Start in Guillestre)

GPS-Track:

Freitag, 24. August 2018

Via Alpina: Freissinières - Guillestre

Schlucht von Gourfouran
Eine üppige Auswahl von 14 verschiedene Konfitürensorten wurde uns beim Frühstück im Relais de Vaudois in Freissinières angeboten. Gestärkt machten wir uns kurz vor 8 Uhr auf den Weg. Bei sonnigem Wetter folgten wir zunächst dem Flüsschen Biaysse nach Pallon und marschierten dann auf der asphaltierten Strasse weiter in südlicher Richtung. Kurz vor Chambon lohnt sich ein Abstecher zum Aussichtspunkt, der einen guten Blick auf die Gourfouran-Schlucht bietet.

Bergdorf Le Ponteuil mit Kletterfelsen im Hintergrund

Durch den Wald 
Der Strasse entlang ging es weiter aufwärts nach Champcella und von dort steil durch den Wald nach Le Ponteil und nach Villard, wo wir den Bach Saint-Thomas überquerten. Im Weiler Mikéou war die Beschilderung falsch. Das Via-Alpina-Zeichen war auf dem Wegweiser, der nach Pinfol zeigte – was ein deutlicher Umweg wäre. Wir folgten dem GPS-Track. Zum Glück hatten wir ein GPS-Gerät, denn der Weg hinunter war kaum markiert, und mehrfach waren die abzweigenden Pfade kaum zu erkennen.

Vauban-Festungsanlage Mont-Dauphin

Der versteinerte Brunnen von Réotier
Im Talgrund, gleich am Ende des Abstiegs, kamen wir beim versteinerten Brunnen von Réotier vorbei. Es handelt sich um einen bizarren, natürlich entstandenen Sinterbrunnen. Wir überquerten den Fluss Durance und wanderten bei warmen Temperaturen und viel Wind hinauf nach Mont-Dauphin, einer Vauban-Festung, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Festung wirkte recht ausgestorben, nur ein kleines Café hatte geöffnet. Wir bestellten eine Erfrischung und durchwanderten danach die hübsche Schlucht, welche der Fluss Guil in die Landschaft gegraben hatte.

Im Unesco-Welterbe Mont-Dauphin

Die Guil-Schlucht trennt Mont-Dauphin vom lebhaften Dorf Guilllestre
Im Wiederaufstieg auf der anderen Seite passierten wir einen Kletterfelsen und erreichten schliesslich den lebhaften Ort Guillestre mit verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Im Zentrum dominierte eine Ausstellung von fantasievoll zusammengebastelten Metallfiguren das Strassenbild. Sie konnten vom Betrachter mit Handgriffen bewegt werden, was insbesondere das jüngere Publikum zur Interaktion animierte. Nach einem kleinen Abendessen im «Les 3 Frangins» spazierten wir zur Unterkunft, dem Bed & Breakfast «La Carline», das am oberen Dorfrand liegt.

Kunstausstellung in den Strassen von Guillestre

Tourendaten:
Strecke 28.7 km
Aufstieg 1036 Hm, Abstieg 1118 Hm
Zeit unterwegs 11 Std. 40 Min, davon in Bewegung 7 Std. 40 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R96 (plus Abstecher nach Guillestre)

GPS-Track:

Donnerstag, 23. August 2018

Via Alpina: Les Vigneaux - Freissinières

Blick zum Mont Pelvoux im Écrins-Massiv
An unserem fünften Wandertag erwartete uns wieder sonniges Wetter. Wir brachen früh auf und stiegen vom Talboden bei Les Vigneaux über einen schönen, nicht immer ganz klar beschilderten Waldweg hinauf zum Pousterle-Plateau. An einer Stelle verpassten wir den Abzweiger zur Abkürzung über den steilen Pfad und mussten danach eine Schlaufe auf dem Forststrässchen in Kauf nehmen. Die Aussicht von der Pousterle-Ebene war beeindruckend. Der ehrwürdige Mont Pélvoux dominierte die Szenerie.

Liebliche Landschaft am Col de la Pousterle
Wir trafen eine Gruppe von Biwakierenden beim Frühstück an, und auf dem Parkplatz, der nur über eine holprige Forststrasse erreichbar ist, standen ein paar Campingbusse. Wir wanderten weiter über den Col de Pousterle durch den lichten Fichtenwald und stiegen dann auf einem lavendelgesäumten Pfad hinab ins Fournel-Tal.

Blick ins Fournel-Tal

Heuschrecke auf blauen Disteln


Auffällig viele Vogelbeerbäume am Wegrand
Anschliessend führte uns die Via Alpina in der Nähe der alten Silberminen durch Vogelbeerwälder hinauf zum Col des Lauzes. Wir nutzten einen schönen, von der Parkverwaltung liebevoll eingerichteten Picknickplatz mit Holztisch und Bänken für unsere Mittagspause. Als wir nach dem Essen über die trockenen Bergwiesen des Col de Lauzes wanderten, sprangen bei jedem Schritt dutzende von Heuschrecken auf und surrten laut: ein Heidenlärm!

Blick vom Col des Lauzes ins Tal der Durance

Pfad nach Freissinières
Auf schönen Wegen marschierten wir zügig hinunter ins Biaysse-Tal nach Freissinières, einem kleinen Bergdorf ohne grosse Einkaufsmöglichkeiten. Dort bezogen wir ein kleines Zimmer im alten Relais des Vaudois. Im schattigen Garten gegenüber der Unterkunft genossen wir ein erfrischendes Bier.

Herbstzeitlose
Das Abendessen im Restaurant war ein Erlebnis. Das Gewölbelokal war üppig dekoriert mit Hühnerfiguren in allen Formen und Farben. Keiner der Gäste wurde gefragt, was er essen möchte, und an jedem Tisch wurde etwas anderes serviert. Das Essen schmeckte vorzüglich.

Unsere Unterkunft: Auberge Le Relais des Vaudois

Tourendaten:
Strecke 19.9 km
Aufstieg 1193 Hm, Abstieg 1134 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 30 Min, davon in Bewegung 6 Std. 05 Min.

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Reiseführer Via Alpina: Teil von R95

GPS-Track:

Mittwoch, 22. August 2018

Via Alpina: Vallouise - Les Vigneaux

Hotel Les Vallois in Vallouise
Eine Kurzetappe stand auf dem Programm, weil die ursprünglich als Etappenort geplante Pousterle-Hütte für zehn Tage geschlossen war. Diese Mini-Wanderung von Vallouise nach Les Vigneaux passte gut ins Konzept, da Susanne mit Schmerzen in der Achillessehne zu kämpfen hatte. Zuerst gönnten wir uns im Hotel Les Vallois ein ausgiebiges Frühstück. Danach deckten wir uns in den Läden nebenan mit Nektarinen, Feigen, Weichkäse und einer Baguette ein.

Typische Häuser

Gemütliches Wandern mit Baguette
Wir spazierten gemütlich dem Gyronde-Fluss entlang. Kurz nach der Schlittenhundestation und dem hübsch gelegenen Campingplatz von Le Courounba machten wir am Flussufer Mittagspause. Die Achillessehne wurde im frischen Bachwasser gekühlt.

Füsse abkühlen in der Gyronde
Vom Rastplatz war es nicht mehr weit bis zur Unterkunft Les Carlines, die an aussichtsreicher Lage am oberen Dorfrand von Les Vigneaux liegt. Wir erfuhren von den Gastgebern, dass wir das Nachtessen gleich bei der Zimmerreservierung hätten bestellen müssen, da jeden Tag frisch und nur für die Hausgäste eingekauft werde. Also bewegten wir uns nochmals hinunter zur Durchgangsstrasse, wo wir im Restaurant Rif den Nachmittag verbrachten und am Abend doch noch zu unserem warmen Essen kamen.

Die Kirche von Les Vigneaux

Aussicht von Les Vigneaux ins Tal


Tourendaten:
Strecke 7 km
Aufstieg 121 Hm, Abstieg 158 Hm
Zeit unterwegs 3 Std. 15 Min, davon in Bewegung 1 Std. 50 Min.

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Reiseführer Via Alpina: Teil von R95

GPS-Track:

Dienstag, 21. August 2018

Via Alpina: Le Monêtier-les-Bains - Vallouise

Blick von Monêtier-les-Bains zum Wald von Charvet
Den dritten Wandertag begannen wir mit einem vorzüglichen Frühstück im Hotel Auberge de Violaine und dem guten Gefühl, die nächsten vier Unterkünfte reserviert zu haben. Wir marschierten um 9.15 Uhr los, vorbei an den schmucken hölzernen Ferienhäusern von Monêtier-les-Bains und stiegen auf durch den lieblichen Bergwald. An unseren Rucksäcken baumelte frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen an der frischen Luft. Bald durchquerten wir das Skigebiet und erreichten über das Pistengelände den Col d’Eychauda, auf dem ein Speichersee zur Speisung der Beschneiungsanlagen thront.

Aufstieg durch den Wald unterhalb des Lauzières-Kamms

Restaurant Le Flocon beim Bachas-Skilift

Abstieg vom Col de l'Eychauda
Nach Überquerung des Sattels picknickten wir, immer die aufziehende Bewölkung im Auge behaltend. Der Weg führte angenehm hinab zur Alp Chambran. Als wir dort in der Buvette etwas trinken wollten, fielen ein paar Regentropfen und trieben uns weiter voran. Wir folgten teilweise der Strasse und kürzten wo immer möglich durch die prächtigen Birken- und Vogelbeerwälder hinab ins Tal.
Blick zum Eychauda-Bach

Chalets de Chambran

Gemütlicher Abstieg nach Vallouise
Das letzte Stück von Pelvoux nach Vallouise folgte leider der verkehrsreichen Strasse.

Altes Haus bei Le Poët en Pelvoux
Um 16.45 Uhr erreichten wir unser schönes, zentral gelegenes Hotel Vallois in Vallouise, wo wir es uns gemütlich machten. Wir bummelten durch den hübschen Ort mit seinen traditionellen Häusern, kauften Früchte ein und genossen ein hervorragendes Nachtessen im Hotel.

Köstlich: Nachtessen im Hotel Les Vallois


Tourendaten:
Strecke 20.3 km
Aufstieg 1021 Hm, Abstieg 1278 Hm
Zeit unterwegs 7 Std. 30 Min, davon in Bewegung 6 Std. 20 Min.

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Reiseführer Via Alpina: R94

GPS-Track:


Montag, 20. August 2018

Via Alpina: Granges de la Vallée Etroite - le Monêtier-les-Bains

Frühstart in Granges de la Vallée Etroite,
im Hintergrund die "Heiligen Drei Könige" Balthazar, Melchior, Gaspard
Am zweiten Wandertag unseres Via-Alpina-Projekts stand eine lange Etappe auf dem Programm. Eigentlich wollten wir nur bis nach Névache, doch dort war leider keine Unterkunft mehr verfügbar. Wir reservierten deshalb ein Zimmer in Le Monêtier-les-Bains und machten uns schon um 7.15 Uhr auf den Weg, denn der Wetterbericht kündigte zwar viel Sonne, aber für den Abend ein Sommergewitter an.

Lac Chavillon am Col des Thures
Der Aufstieg durch den Wald zum Col des Thures war ein Genuss: Angenehme Temperaturen, schöner Weg, tolle Aussicht. Auf der Hochebene von Thures liegt, inmitten von schönen Bergweiden, der Chavillon-See.

Herrliche Bergweiden am Col des Thures

Abstieg ins Clarée-Tal durch eindrückliche Erosionshänge
Nach einer Querung erreichten wir den Sattel und wanderten hinunter ins Erosionstal von Thures. Wir folgten dem Clarée-Bach bis ins schmucke Bergdorf Névache, wo wir der Strasse ins lebhafte Zentrum (Haute Ville) folgten.

Liebliches Bergdorf: Névache

Die Kirche von Névache

Am Clarée-Bach
Von dort wanderten wir den schönen Wildbächen entlang, die mit einladenden Picknickplätzen gesäumt waren. Bei sommerlich hohen Temperaturen führte der Weg steil hinauf zum Refuge de Buffère. Nach einer kurzen Hitzepause erreichten wir schliesslich die einladende Hütte und assen dort mit grossem Appetit die angebotenen Spezialitäten.

Willkommene Mittagspause nach dem Aufstieg zum Refuge de Buffère
Mit Sorge beobachteten wir die aufziehenden dunklen Wolken am Horizont. Nach der Mittagsrast überquerten wir eilig den Col de Buffère und nahmen den langen Abstieg nach Le Monêtier-les-Bains in Angriff. Schon bald erwischte uns ein kurzer, aber intensiver Regenschauer. Danach wechselten sich mehrmals Sonnenschein und leichter Regen ab.

Die Gewitterfront vor Augen:
Abstieg vom Col de Buffère nach le Monêtier-les-Bains
Oberhalb des Dorfes herrschte Verwirrung: Wanderbeschrieb und Wegmarkierung mit Via-Alpina-Beschriftung zeigten verschiedene Richtungen an. Wir folgten der Signalisation und erreichten bald Le Monêtier-les-Bains. Seinen Namenszusatz hat das Dorf von den Thermalbädern, die es zur Römerzeit zu einem beliebten Badeort machten. Wir suchten die Auberge de Violaine auf, einen älteren Hotelbau am Dorfrand mit hübsch renovierten Zimmern. Zum Nachtessen spazierten wir ins Dorf zur Pizzeria Nono.


Tourendaten:
Strecke 27.2 km
Aufstieg 1310 Hm, Abstieg 1607 Hm
Zeit unterwegs 10 Std. 30 Min, davon in Bewegung 8 Std.

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Reiseführer Via Alpina: R92 und R93

GPS-Track: