Sonntag, 13. August 2017

Via Alpina: Refuge de l'Archeboc - Tignes-le-Lac

Auch am 14. Tag unseres Via-Alpina-Projekts 2017 wartete wieder schönes Wetter auf uns. Uns erwartete ein weite und reizvolle, aber technisch einfache Wanderung vom Refuge de l'Archeboc zur Touristenhochburg Tignes le Lac in den Savoyer Alpen.

Früher Aufbruch beim Refuge de l'Archeboc
Wir verabschiedeten uns nach dem Frühstück in der Hütte und wanderten durch Heidelbeerstauden hinunter zum Lac Noir, in dem sich die Gipfel spiegelten.

Spiegelbild im stillen Bergsee

Unterwegs in Richtung Sainte-Foy-Tarentaise

Millionen von Heidelbeeren

Zauberhafte Waldwege
Durch wunderschöne Lärchenwälder ging es weiter über Plan de St. André ins Skigebiet von Ste. Foy-Tarentaise. Wir folgten kurz einer Skipiste abwärts und erreichten dann den Weiler Echaillon. Während wir bis dahin allein unterwegs waren, tauchten wir nun in einen Strom aus Sonntagsausflüglern ein, der sich zum idyllischen Maiensässdorf Monal bewegte.

Im Skigebiet von Sainte-Foy-Tarentaise

Der Weiler Monal
In Monal gibt es ein Refuge, ein kleines Restaurant und hübsche Spielwiesen, durch die sich ein kleines Bächlein schlängelt. Wir liessen die Sonntagsausflügler hinter uns und wanderten weiter, vorbei an einem Klettergarten. Es folgten weitere hübsche Weiler und Kapellen. Bei Chenal machten wir einen Abstecher hinunter ins Dorf in der Hoffnung, dort ein Restaurant für den Mittag zu finden, doch das existiert scheinbar nicht mehr. So picknickten wir auf einer Wiese, mit schönem Blick auf Mont Pourri und Dôme de la Sache mit den Gletschern Gurraz und Savinaz, unter denen sich schöne Wasserfälle ins Tal stürzten.

La Combaz
Von Orsière aus querten wir weiter den Hang bis oberhalb des grossen Stausees Le Chevril. Wir stiegen ab zur Staumauer, überquerten diese und folgten - wenig fussgängerfreundlich hier - der Strasse ins Zentrum von Tignes-les-Boisses. Wir kauften uns im Supermarkt, der zum Glück am Sonntag geöffnet war, frisches Gebäck, Getränk und etwas Proviant für die weitere Wanderung.

Chevril-Stausee
Nun folgte ein fast zweistündiger Aufstieg nach Tignes-le-Lac. Der Ort gehört zusammen mit Val d'Isère zur Espace Killy gehört, einem der grössten Skigebiete Frankreichs. Der Weg führte uns vorbei an schönen Picknickplätzen hinauf ins Touristenparadies. Mitten im Talkessel lag der schöne See von Tignes, umrundet von Hochhäusern: Appartmentburgen und Hotels. In diesem Retortendorf ist im Winter Hauptsaison, doch auch im Sommer herrscht viel Rummel. Wir kamen uns vor wie im Disneyland. Im Hotel Langley fanden wir ein erstaunlich günstiges, aber modern ausgestattetes Zimmer. Nachtessen gab es dann in einer Pizzeria an der Flanierstrasse des Dorfs.

Grosse Enttäuschung, als wir versuchten, für den nächsten Abend eine Unterkunft im Nationalpark Vanoise zu reservieren. Alle vier möglichen Unterkünfte waren ausgebucht. Da in Frankreich der 15. August ein Feiertag ist und viele Angestellte gleich die Brücke machen oder sowieso Ferien haben, herrschte ein grosser Ansturm. Wir vertagten den Entscheid zur nächsten Etappe auf den folgenden Morgen.

Tignes-le-Lac, unser Etappenort

Tourendaten:
Strecke 28.8 km
Aufstieg 1502 Hm, Abstieg 1442 Hm
Zeit unterwegs 10 Std. 20 Min, davon in Bewegung 8 Std.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R120 / R121

GPS-Track:

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