Dienstag, 23. August 2022

Via Alpina: Rifugio Genova-Figari - Refuge de la Madone de Fenestre

 


Zweiter Wandertag unseres diesjährigen Via-Alpina-Projektes. Nach dem Frühstück brachen wir um 8 Uhr beim Rifugio Genova-Figari auf und gingen zuerst ein wenig zurück Richtung Stausee. Dann stiegen wir auf dem recht steilen, aber sehr schön angelegten Pfad hinauf zum Colle di Fenestrelle. Hoch über dem Sattel machten wir eine markante Silhouette am Bergkamm aus: einen grossen Steinbock.

Aufstieg zum Colle di Fenestrelle

Steinbock über dem Colle di Fenestrelle

Von der Passhöhe sieht man hinab zum Piano del Praiet und zum Rifugio Ellena-Soria. Auch dieser Weg windet sich angenehm hinunter in den Talboden. Dort zogen wir unter der auf einer Anhöhe stehenden Alpenclubhütte Ellena-Soria vorbei und stiegen noch etwas höher, ehe wir am Wegrand eine kurze Mittagsrast einlegten. Am Nachmittag schossen die Temperaturen hoch und liessen uns beim Aufstieg zum Colle di Finestra (tönt ähnlich wie der Pass vom Vormittag) schwitzen. Oben an der italienischen Seite des Sattels bewacht eine alte Festung die Grenze. 

Ausblick ins Vallone di Finestra

Rifugio Ellena-Soria

Historische Millitärbauten an der italienisch-französischen Grenze beim Col de Fenestre

Kaum war die Landesgrenze überschritten, tauchten wir ein in die französische Sprach- und Kulturwelt. Steinwild auch im Mercantour-Nationalpark: eine Steingeiss mit Kitz kletterte auf einen alten Betonbunker. Am schönen Lac de Fenestre machten wir Pause und liessen die Landschaft auf uns einwirken. Auf dem Weg hinunter zum Refuge de la Madone de Fenestre konnten wir nochmals Steinböcke und Gämsen beobachten. 

Blick ins Mercantour-Gebiet

Steingeiss mit Kitz


Am Lac de Fenestre

Gegen 16.30 Uhr erreichten La Madone de Fenestre - einen kleinen Wallfahrtsort, bei dem es auch eine Alpenclubhütte gibt. Die Einrichtung der voll belegten Unterkunft war eher spartanisch: kein einziger Kleiderhaken stand im Waschraum zur Verfügung, nur sehr wenige im Zimmer… Das Refuge war erst seit kurzem wieder über die Zufahrtsstrasse erreichbar – der Sturm Alex hatte im Herbst 2020 in der Region gewütet und riesigen Schaden verursacht. Wir richteten uns im Sechser-Schlafraum ein und gönnten uns ein Bier auf der Terrasse. Danach folgte ein gutes Abendessen, und wir plauderten angeregt mit den anderen Wanderern aus Frankreich und Holland, die bei uns am Tisch sassen. 

La Madone de Fenestre: Wallfahrtsort und Alpenclubhütte

Tourendaten:
Strecke 17.4 km
Aufstieg 1294 Hm, Abstieg 1393 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 35 Min., davon in Bewegung 6 Std. 55 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
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Reiseführer Via Alpina: R109 (Rest) / R110


GPS-Track:

Montag, 22. August 2022

Via Alpina: Terme di Valdieri - Rifugio Genova-Figari

 


Unsere diesjähriges Wanderabenteuer auf dem roten Weg der Via Alpina begann dort, wo wir 2018 aufgehört hatten: in Terme di Valdieri in den piemontesischen Seealpen. Wir waren am Vortag mit dem Zug über nach Cuneo angereist, hatten das schöne Stadtzentrum mit den vielen Arkaden besichtigt, gut gegessen und in der Unterkunft Cuneo Bed übernachtet.

Um 08:20 Uhr nahmen wir den Morgenbus (Linie 82) von Cuneo nach Terme di Valdieri (fährt täglich ausser sonntags). Die Haltestelle dieser Linie ist kurioserweise nicht gekennzeichnet wie alle anderen, sie liegt aber direkt vor dem Eingang des Bahnhofs. Nach 50 Minuten erreichten wir Terme di Valdieri, genehmigten uns einen Kaffee mit Brioche im  Rifugio Casa Savoia und wanderten los. Der Weg führte uns auf einem Maultierpfad durch den Wald hinauf ins Lourousa-Tal. 

Start der Wanderung in Terme di Valdieri

Unterwegs zum Lagarot di Lourousa

Aufstieg ins Vallone di Lourousa

Kurz nach dem Lagarot de Lourousa erreichten wir das Rifugio Morelli-Buzzi. Steinwild überall! Steingeissen mit Kitzen stehen neugierig und ohne Scheu am Wegrand. Ein Steinbock mit imposanten Hörnern leckte am Wegrand die Steine ab, um den Salzhunger zu stillen. 

Steinbock am Wegrand

Mittagsrast beim Rifugio Morelli-Buzzi

Im Rifugio Morelli-Buzzi stärkten wir uns mit Polenta und Voressen, danach stiegen wir über einen Weg mit vielen eingesetzten Blocksteinen zum Colle del Chiapous auf. Von dort ging es steil hinunter zum Chiotas-Stausee. Auch da wieder viele Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere. Wir überquerten den Staudamm, umrundeten den See und erreichten so das Rifugio Genova-Figari

Blick vom Colle del Chiapous zum Chiotàs-Stausee

Neugierige Gämsen

Wild sogar direkt bei der Hütte! Wir wurden in ein bequemes Zweierzimmer mit Stockbett einquartiert. Das viergängige Nachtessen nahmen wir zusammen mit drei deutschen Gästen ein, die alle auf der Grande Traversata delle Alpi (GTA) unterwegs waren.

Vom Staudamm aus ist das Rifugio Genova-Figari zu erkennen


Tourendaten:
Strecke 15.1 km
Aufstieg 1301 Hm, Abstieg 672 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 10 Min., davon in Bewegung 6 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
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Reiseführer Via Alpina: R108 Teil / R109 Teil


GPS-Track:

Sonntag, 21. August 2022

Via Alpina rot von Terme di Valdieri nach Monaco

 


294 Wanderkilometer, 15'500 Hm Aufstieg und 17'700 Hm Abstieg: Nach einem dreijährigen Unterbruch konnten wir dieses Jahr endlich wieder unsere Weitwanderung auf dem roten Weg der Via Alpina dort fortsetzen, wo wir 2018 aufgehört hatten: In Terme di Valdieri (Piemont).

Wir durchwanderten einen landschaftlich eindrücklichen Abschnitt, welcher in einer grossen Schlaufe vom Gebirge hinunter an die ligurische Küste führt. In den zahlreichen National- und Naturparks (Mercantour, Alpi Marittime, Marguareis, Alpi Liguri) kann Wild aus erstaunlicher Nähe beobachtet werden. Während im Mercantour-Gebiet zahlreiche Wanderer unterwegs sind, führen viele der übrigen Routen über wenig begangene Wege durch einsame Gegenden. Zum Abschluss der drei Wanderwochen tauchten wir ein ins pulsierende Leben von Monaco und erreichten das Meer.

Unsere Wanderetappen 2022:

Wir legten diese Jahr folgende Etappen zurück (anklicken, um den Links zu folgen):
  1. Terme di Valdieri - Rifugio Genova-Figari
  2. Rifugio Genova-Figari - Refuge de la Madone de Fenestre 
  3. Refuge de la Madone de Fenestre - Refuge de Nice 
  4. Refuge de Nice - Refuge de Valmasque *
  5. Refuge de Valmasque - Castérino *
  6. Castérino - Limonetto *
  7. Colle di Tenda - Rifugio Garelli *
  8. Rifugio Garelli - Rifugio Mongioie *
  9. Rifugio Mongioie - Ormea *
  10. Ormea - Garessio *
  11. Colle di San Bernardo - Rifugio Pian dell'Arma *
  12. Rifugio Pian dell'Arma - San Bernardo di Mendatica *
  13. San Bernardo di Mendatica - Realdo *
  14. Realdo - Colla Melosa *
  15. Colla Melosa - Saorge *
  16. Saorge - Breil-sur-Roya *
  17. Breil-sur-Roya - Sospel *
  18. Sospel - Peillon (R160)
  19. Peillon - Monaco (R161)

Nachtrag 2024:
Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. (*) Die Strecke vom Refuge de Nice bis nach Sospel wurde stark begradigt, d.h. die gesamte Schlaufe über das italienische Hinterland der ligurischen Küste wurde gekappt. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte und nicht minder schöne Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt.


Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:
2025 - roter Weg von Moos bei Sexten nach Antholz Mittertal
2024 - roter Weg von Arnoldstein zum Helm bei Sexten
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2018 - roter Weg von Modane nach Terme di Valdieri
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2016 - roter Weg von Feldkirch nach Oberstdorf
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden


GPS-Track:

Montag, 1. August 2022

Mountainbiketour Scuol - Alp Astras

 


Technisch einfache Mountainbiketour durch Engadiner Bilderbuchlandschaften am Rande des Schweizerischen Nationalparks. Die Route führt zuerst auf Hartbelag hinauf zum Plan San Jon und folgt danach, teilweise auf Naturstrassen, der wilden Clemgia bis zum idyllischen Bergdorf S-charl. Ab dort geht es verkehrsfrei auf Alpsträsschen weiter bis zur Alp Astras-Tamangur. 

Gleicher Rückweg mit Rast in einem der einladenden Gasthäuser in S-charl. Bei der Schlussabfahrt - oberhalb von San Jon bis nach Gurlaina - kann man statt der Strasse auch den Singletrail wählen. 

Entlang der Clemgia von Scuol nach S-charl

Der Bär der Schmelzra

Kapelle von S-charl



Bei Plan d'Immez

Endspurt zur Alp Astras-Tamangur

Tourendaten:
Höchster Punkt: Alp Astras-Tamangur 2139 m ü.M.
Strecke 37.8 km, Auf- und Abstieg 1020 Hm
Gesamtzeit 4 Std. 35 Min., davon in Bewegung 3 Std. 10 Min.
Route: Scoul-Gurlaina - Plan San Jon - S-charl - Plan d'Immez - Alp Astras Tamangur - gleicher Weg zurück mit Singletrail-Variante von Plan San Jon nach Gurlaina

Links:
Alpinbike Etappe 1 Scuol - Tschierv (erster Teil bis zur Alp Astras ist identisch)


GPS-Track:

Sonntag, 24. Juli 2022

Wanderung zur Wasserfall-Arena Batöni

 


Die sportliche Wanderung (T2) führt von Weisstannen dem Gufelbach entlang zur idyllischen Wasserfall-Arena Batöni. Beim Talabschluss lassen sich von der Hängebrücke aus drei imposante Wasserfälle bestaunen. Insgesamt fünf Bergbäche treffen in diesem Talkessel zusammen.

Weg durch den Lavtinaruns

Blick zu den Felswänden der Wasserfall-Arena

Hängebrücke Batöni

Sässbachfall und Muttenbachfall


Tourendaten:
Höchster Punkt: Batöni 1534 m ü.M.
Strecke 8.1 km, Auf- und Abstieg 590 Hm
Gesamtzeit 5 Std., davon in Bewegung 3 Std. 15 Min.
Route: Weisstannen-Oberdorf - Sässli - Hängebrücke Batöni - gleicher Weg zurück


GPS-Track:

Sonntag, 12. Juni 2022

Velotour zum Rohrspitz


Kurzweilige Radrundfahrt von Widnau zur Halbinsel Rohrspitz im Rheindelta am Bodensee. Diese idyllische Gegend ist ein international bedeutendes Brut- und  Rastgebiet für Vögel. Am Rohrspitz locken wunderschöne Naturbadeplätze beim Salzmann-Hafen oder beim Seerestaurant Glashaus. Die Fahrt auf dem Polderdamm ist ganz besonders lohnend, da sie einen Blick über die schilfbewachsenen Uferstreifen auf den Bodensee und ins Riedland bietet. Auf halber Strecke zurück kann nochmals gebadet werden beim Badesee Bruggerloch. 

Hafen von Fussach

Steg in der Fussacher Bucht

Der Bodensee

Naturstrand beim Salzmann-Hafen


Rad- und Wanderweg auf dem Polderdamm

Beim Eselschwanz

Radweg bei Höchst



Tourendaten:
Strecke 29.8 km, Auf- und Abstieg 20 Hm
Gesamtzeit 3 Std. 10 Min, davon in Bewegung 1 Std. 50 Min.
Route: Widnau - Binnenkanal - Au - Bruggerhorn - Fussach - Rohrspitz (beim Camping Salzmann) - Fischerhütten - Eselschwanz - Höchst - Bruggerhorn - Au - Binnenkanal - Widnau

Verpflegungsmöglichkeiten am Weg:
Restaurant Bruggerhorn, Höchst (am Badesee Bruggerloch)

GPS-Track:

Freitag, 27. Mai 2022

Zweitageswanderung über den Kunkelspass

 


Gemütlich-sportliche Zweitageswanderung, ideal für den Frühling, wenn in den höheren Lagen noch Altschneefelder den Weg blockieren. Die prächtigen Blumenwiesen tragen viel zum Reiz dieser Tour bei. Start- und Endpunkt sind gut mit der Bahn erreichbar. Eine Besichtigung der eindrücklichen Taminaschlucht ist sehr empfehlenswert.


Donnerstag, 26. Mai 2022: Reichenau - Vättis

Start am Rhein bei Reichenau

Aufstieg von Tamins zum Kunkelspass

Durch den Wald zum Foppaloch

Berggasthaus Überuf am Kunkelspass,
sehr beliebt bei Mountainbikern

Wiesenweg Richtung Müllers Los, 
Blick zum markanten Felsturm Säsagit

Berggasthaus Eggwald

Unterwegs nach Vättis


Freitag, 27. Mai 2022: Vättis - Bad Ragaz

Die Kirche von Vättis, im Hintergrund der Calanda

Unterwegs von Vättis zum Mapragg-See

Prachtvolle Blumenwiesen

Am Mapragg-Stausee

Das alte Bad Pfäfers

Besichtigung der Taminaschlucht

Bei der Taminabrücke 


Tourendaten:

26.05.2022: Reichenau - Vättis
Höchster Punkt: Kunkelspass 1357 m ü.M.
Strecke 13.7 km, Aufstieg 797 Hm, Abstieg 455 Hm
Gesamtzeit 7 Std. 15 Min., davon in Bewegung 4 Std. 30 Min.
Route: Reichenau (Bahnhof) - Tamins - Foppaloch - Kunkelspass - Oberkunkels - Vättis

27.05.2022: Vättis - Bad Ragaz
Höchster Punkt: bei Vättis 974 m ü.M.
Strecke 17.2 km, Aufstieg 295 Hm, Abstieg 736 Hm
Gesamtzeit 6 Std. 30 Min., davon in Bewegung 4 Std. 30 Min.
Route: Vättis - Stausee Mapragg - Glarina - Valens - Altes Bad Pfäfers - Besichtigung Taminaschlucht - Bad Ragaz (Bahnhof)

Links:
Wandersite.ch mit detaillierter Tourenbeschreibung
Hotel Tamina, Vättis
Altes Bad Pfäfers (Schluchtbesichtigung)

GPS-Track: