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Montag, 22. August 2022

Via Alpina: Terme di Valdieri - Rifugio Genova-Figari

 


Unsere diesjähriges Wanderabenteuer auf dem roten Weg der Via Alpina begann dort, wo wir 2018 aufgehört hatten: in Terme di Valdieri in den piemontesischen Seealpen. Wir waren am Vortag mit dem Zug über nach Cuneo angereist, hatten das schöne Stadtzentrum mit den vielen Arkaden besichtigt, gut gegessen und in der Unterkunft Cuneo Bed übernachtet.

Um 08:20 Uhr nahmen wir den Morgenbus (Linie 82) von Cuneo nach Terme di Valdieri (fährt täglich ausser sonntags). Die Haltestelle dieser Linie ist kurioserweise nicht gekennzeichnet wie alle anderen, sie liegt aber direkt vor dem Eingang des Bahnhofs. Nach 50 Minuten erreichten wir Terme di Valdieri, genehmigten uns einen Kaffee mit Brioche im  Rifugio Casa Savoia und wanderten los. Der Weg führte uns auf einem Maultierpfad durch den Wald hinauf ins Lourousa-Tal. 

Start der Wanderung in Terme di Valdieri

Unterwegs zum Lagarot di Lourousa

Aufstieg ins Vallone di Lourousa

Kurz nach dem Lagarot de Lourousa erreichten wir das Rifugio Morelli-Buzzi. Steinwild überall! Steingeissen mit Kitzen stehen neugierig und ohne Scheu am Wegrand. Ein Steinbock mit imposanten Hörnern leckte am Wegrand die Steine ab, um den Salzhunger zu stillen. 

Steinbock am Wegrand

Mittagsrast beim Rifugio Morelli-Buzzi

Im Rifugio Morelli-Buzzi stärkten wir uns mit Polenta und Voressen, danach stiegen wir über einen Weg mit vielen eingesetzten Blocksteinen zum Colle del Chiapous auf. Von dort ging es steil hinunter zum Chiotas-Stausee. Auch da wieder viele Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere. Wir überquerten den Staudamm, umrundeten den See und erreichten so das Rifugio Genova-Figari

Blick vom Colle del Chiapous zum Chiotàs-Stausee

Neugierige Gämsen

Wild sogar direkt bei der Hütte! Wir wurden in ein bequemes Zweierzimmer mit Stockbett einquartiert. Das viergängige Nachtessen nahmen wir zusammen mit drei deutschen Gästen ein, die alle auf der Grande Traversata delle Alpi (GTA) unterwegs waren.

Vom Staudamm aus ist das Rifugio Genova-Figari zu erkennen


Tourendaten:
Strecke 15.1 km
Aufstieg 1301 Hm, Abstieg 672 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 10 Min., davon in Bewegung 6 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
nächste Etappe
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Reiseführer Via Alpina: R108 Teil / R109 Teil


GPS-Track:

Dienstag, 4. September 2018

Via Alpina: Rifugio Malinvern - Terme di Valdieri

Rast auf dem Weg zum Colletto di Valscura,
hinten am Horizont sichtbar der Monte Viso
Zum Abschluss unseres Via-Alpina-Weitwanderprojekts 2018 erwartete uns am 17. Wandertag wieder blauer Himmel. Eine landschaftlich äusserst reizvolle Etappe lag vor uns. Der Start am Morgen war gemütlich: Nach dem Frühstück füllten wir am Brunnen vor dem Rifugio Malinvern unsere Wasserflaschen. Wir überquerten den Wildbach und stiegen auf dem steilen Pfad auf, der von Heidelbeerbüschen und Lärchenhainen gesäumt war. Ein Heidelbeerpflücker mit einem grossen Rechen sammelte die Köstlichkeiten der Natur ein, als wir passierten. Der Aufstieg zum Colletto di Valscura wurde immer steiniger und führte schliesslich auf 2519 m.ü.M.

Am Lago Malinvern

Geröll am Colletto di Valscura
In der Scharte betraten wir den Naturpark Alpi Marittime. Der Weg führte wieder steil und steinig hinunter zum Valscura-See, der Gelegenheit für ein erfrischendes Bad bot. Dort picknickten wir und assen die letzten Überreste unseres Wanderproviants.

Abstieg zum Lago di Valscura

Erfrischendes Bad im See
Der Weg nach Terme di Valdieri war zwar abwärts ausgeschildert, aber wir entschieden uns zum Glück, der offiziellen Route der Via Alpina zu folgen und den Umweg über das Rifugio Questa auf uns zu nehmen. Eine beeindruckende alpine Szenerie! Über eine ehemalige Militärstrasse, die quer über ein riesiges Geröllfeld verlief und deren Steine sorgfältig sortiert und in das Puzzle eingefügt worden waren, wanderten wir zum pittoresken Claus-See. 

Alte Militärstrasse zum Rifugio Questa

Lago del Claus
Wenig später erreichten wir das Rifugio Emilio Questa, das über dem kalten Portette-See liegt. Die Hütte vermittelt einen hochalpinen Eindruckt und bietet, man glaubt es kaum, 40 Schlafplätze. Wir bestellten einen Salami-Käseteller und liessen die wilde Landschaft auf uns wirken. 

Rifugio Questa und Lago delle Portette
Mittagspause beim Rifugio Questa
Der Abstieg ins Valle del Valasco war steil und steinig. Wir erreichten schliesslich die Hochebene mit dem Jagdschlösschen (Casa di Caccia Reale) des Vittorio Emanuele II. Der italienische Alpenclub CAI hatte diese einstmals verfallene Ruine zu einem hübschen Rifugio di Valasco ausgebaut. Wir genehmigten uns im Innenhof einen Apéro und wanderten danach dem Gesso-della-Valletta-Bach durch die idyllische Landschaft hinunter nach Terme di Valdieri. Statt der Fahrstrasse zu folgen, die sehr grob geschottert ist, kann man dem etwas unterhalb verlaufenden angenehmen Fussweg folgen.

Abstieg ins Valle del Valasco und weiter nach Terme di Valdieri

Rifugio Valasco, ehemaliges Jagdschloss des Königs
Terme di Valdieri besteht aus einem grossen Besucherparkplatz, einem Informationszentrum, zwei Restaurants, ein paar Häusern und dem grossen alten Kurhotel mit dem Thermalbad. Wir checkten ins Albergo Turismo ein. Für den nächsten Tag planten wir einen Besuch der Therme, danach sollte die lange Heimreise mit dem Bus nach Cuneo und von dort mit der Eisenbahn via Turin und Mailand zurück in die Schweiz beginnen.


Tourendaten:
Strecke 17.2 km
Aufstieg 981 Hm, Abstieg 1428 Hm
Zeit unterwegs 8 Std. 40 Min, davon in Bewegung 5 Std. 55 Min.

Hyperlinks:
zurück zur Übersicht
Reiseführer Via Alpina: R107 und Teil von R108

GPS-Track:

Samstag, 18. August 2018

Via Alpina rot von Modane nach Terme di Valdieri

Als überzeugte Wiederholungstäter wanderten wir auch 2018 wieder auf dem roten Weg der Via Alpina.  In den letzten paar Jahren hatten wir bereits die Etappen von Oberstdorf in Deutschland bis nach Modane in Frankreich zurückgelegt.

Diesmal führte uns der schöne Fernwanderweg weit in den Süden. Aus der Maurienne gelangten wir am Mont Thabor vorbei zum Écrins-Nationalpark, in den Queyras-Regionalpark, zum Quelltal der Ubaye, bevor wir die italienische Grenze überquerten. Dort ging es in den Cottischen Alpen ins Valle Maira und ins Valle Stura und schliesslich in die Seealpen.

In 17 Wandertagen wanderten wir 307 km durch französisches und italienisches Berggebiet und stiegen 18'600 Höhenmeter auf und 18'300 Höhenmeter ab. Das Wetter war hervorragend, typischerweise Sonnenschein und am Abend manchmal etwas Regen.


Unsere Wanderetappen 2018:

Wir legten dieses Jahr folgende Etappen des Fernwanderwegs zurück (anklicken, um den Links zu folgen):
  1. Modane - Granges de la Vallée Etroite (R91)
  2. Granges de la Vallée Etroite - Le Monêtier-les-Bains (R92 / R93)
  3. Le Monêtier-les-Bains - Vallouise (R94)
  4. Vallouise - Les Vigneaux (R95 Teil)
  5. Les Vigneaux - Freissinières (R95 Rest)
  6. Freissinières - Guillestre (R96)
  7. Guillestre - Refuge de Furfande (R97)
  8. Refuge de Furfande - Ceillac / Pied du Mélezet (R98 / R99 Teil)
  9. Ceillac / Pied du Mélezet - Maljasset (R99 Rest)
  10. Maljasset - Chiappera (R100
  11. Chiappera - Chialvetta (R101)
  12. Chialvetta - Pontebernardo (102)
  13. Pontebernardo - Prati del Vallone (103 Teil)
  14. Prati del Vallone - San Bernolfo (R103 Rest / R104 Teil)
  15. San Bernolfo - Sant'Anna di Vinadio (R104 Rest / R105)
  16. Sant'Anna di Vinadio - Rifugio Malinvern (R106)
  17. Rifugio Malinvern - Terme di Valdieri (R107 / R108 Teil)




GPS-Track:



Nachtrag 2024:
Das Via-Alpina-Wegnetz wurde 2024 stark gekürzt. Übriggeblieben ist nur noch der rote Hauptweg, der aber von 161 auf 116 Tagesetappen gestrafft wurde. Der violette, gelbe und der blaue Weg wurden gestrichen, während der grüne Weg als Abkürzung in den roten Weg eingebaut wurde. Unser Wanderprojekt umfasst den ursprünglichen roten Weg. Die Website www.via-alpina.org zeigt die neue Routenführung, während die alte Strecke im Archiv unter http://old.via-alpina.org weiterhin einsehbar bleibt.


Links zu den Via Alpina-Etappen in anderen Jahren:
2026 - roter Weg von Antholz Mittertal nach Schwaz
2025 - roter Weg von Moos bei Sexten nach Antholz Mittertal
2024 - roter Weg von Arnoldstein zum Helm bei Sexten
2023 - roter Weg von Muggia nach Arnoldstein
2022 - roter Weg von Terme di Valdieri nach Monaco
2017 - roter Weg von Vernayaz nach Modane
2016 - roter Weg von Feldkirch nach Oberstdorf
2015 - roter Weg von Ulrichen nach Vernayaz
2014 - roter Weg von Tirano nach Ulrichen
2013 - roter Weg von Feldkirch nach Tirano
2012 - grüner Weg von Widnau nach Adelboden